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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-12-24 · Heft 52 (24.12.1861) · p. Seite 752

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 52 (24.12.1861)
Date
1861-12-24
Page
Seite 752 (sequence 8)
Language
German
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„ren Kis.lowHkoH - und, rMqgo.mynow, in unftrn» Namen „unter Ihnen.-MMch.einen, um in. Gemeinschaft, mit Jh- „nen noch eiMaVSr. Ercellenz unsere hohe -Achtung für „seine, menschenfreundlichen und versöhnenden Bestrebun- „gen zu bezeugen." - - ' Darauf folgte die Verlesung aller Unterschriebenen, nämlich dev^Spitzen der Kie»ver Gemeinde- und sagte, . zur'.'VersaÄMtüng sich/wendend-: - -- „Meine geehrten Herren! Die warme und brüderliche'Theilnahme, welche die Hebräer durch die Sympathie für Se! Ercellenz aW den Tag legten Lei dem „traurigen feierlichen Abschie^mahle in Kiew am 9ten „ÄpUs' wird den Kiewer Rüssen stets im Gedächtnis blei- ,,ben',' denn dieses zeigte, daß Unter der Friedensfahne „Ptrogösts alle gesellschaftlichen »vie alle religiösen Wi- „dersprüche sich beugte»» und ausglichen und daß den Na- „tioüen eines Vaterlandes Frieden und brüderliche Ein- „tracht in 'nicht ferner 'Zukunft Vorbehalten liegen. — ,Hchjetzt Einwohner Kiews , bin tief in Rußland geboren, mein Herz ist ein russisches, meine Stimnte die ,,des rüssischen' Volkes; ich rufe Sie auf, Hebräer! »nit „uns'Müder 'einer Mutter/ mit uns Sohne eines Va- >,tevkänbes/ 'bearbeiten »vir brüderlich zusammen dieses „Felds an dessen Urbachüng Se. Ercellenz, einer unserer ' Fdictschrittsmänner, welche Rußland irr ein neues „Leben führen, so energisch Ha»»d anlegte." re. /Ein junger Arzt bat darauf Se, ErceÜenz im Namen der Berdyczewer Gemeinde um die Erlaubniß, die daselbst neu zu eröffnmde Sabbathschule für arme Handwerkermit'demNamen „Pirogow'sche Sabbathschule^^ zu zieren Und^ daß die Unkosten zu derselben. stets am 6ten Dexember,^ gltz/tzem Namenstage Sr. Ercellenz, zusammengetragen »verden sollen. Dieses wurde auch von Sr. Ercellenz genAmigt! Hoöann sagte der Abgeordnete der in Kiew studirenden Jugend, der^ Student Dragomanöw in feiner Rede'.' unter /Ändrrm: .. „Weny ein ^geliebter Mensch zu Menschen hinfährt, „welche denselbennicht weniger^lieben als »vjr, so wün- „schen wir zu sehen, »vie. diese ihn empfangen und ihnen „zu; .erzählen, wie hoch wir ihn schätzen;, und so nähern „wir uns unseres gemeinschaftlichen Freundes,.halber. Wir „sagen Ihnen, daß .noch Keiner beim Verlassen Kie»vs so, „viel Liebe und Hchtung hinterließ als Se- Ercellenz, daß „die Vorsteher der russischen Bildung aus allen Gegen- „den Rußlands mit uns. zusammen ihm, Sympathie bezeigten und die Auslä»»der der Nation Uchtrmg zollten, ' „welche einen -Pjr.ogow hsrvorgeLracht.:^, Die Hebräer „gaben, faktische .Beweise ihrer Liebe:, zu diesem ^großen „Mannedie Herren;, Brozki. und Hermann bildeten; be- ,-sondere: Stipendien unter seinem Namen an. der Kiew er „Universität für Studenten ohne Unterschied der Religion. Alle Studenten Kiews - danken dafür' den He- „bräern. und reichen brüderlich ihre Hand dein Molke, „bei welchem, trotz seiner langen Unglücksperiodenden- „noch so viel Duldung und. so viel Liebe, zur Aufklärung sich vorfindet. .Die Kiewer Studenten vereinigen „sich mit den Hebräern, den. großen Mann zu, tzegrü- „ßen, welcher zur Aeußerung dieser Gefühle beigetra- „gen hat." rc. .. Um, der Tendenz eines Zeitungsblattes. - gemäß.-: so kurz »vie möglich zu schreiben, will ich von den vier Reden, welche Pirogow während der drei Abschiedsmahle und während seines letzten Besuches der Literaturaben.de an die Studenten gehalten, blos eine den.Lesern dieser Zeitung vorführen, welche hinreichend seine, humane, und voruriheilsfreie Denkungsart , »vie seine noblen Gefühle bezeichnet.. Es ist. die:.Rede, welche.-er als Ai»t»yort der Kiewer Gemeinde auf. ihre gehaltenen Reden gab- und zwar: '.: . „Meine geehrten Herren! Das, was mix jetzt be- „vorstchr, ist ganz Dem ähnlich, was für.mich verstrich. »Im späten Frühling, nach langem und strengem. Win- „ter, »verde. ich meine Felder*), welche vernachlässigt „sind und in deren Nahe Heuschreckenbrut verscharrt--.ist, „ackern und besäen, .ich werde mich mir dem Schweiße „des Angesichtes mühen, ich .werde die Erde auflockern, „reinigen, und mich bestreben, sy viel, als möglich. Alles „rationell, zu behandeln, ich werde die Sclavenarbeit in „freie Mbeit umändM, mit den Arbeitern »verde sch „nicht wie, mit Sclaven, sondern: »vie -mit freien Menschen umgehen. Aber mit allem Dein »verde ich - selbstverständlich, die ■ ewigen Naturgesetze nicht;umändeM kön- „nen! - Die austhauenden EismasseNj müssen.sich in Was? „serströme veyvandeln, welche an mehreren Stellen imeine „Saaten mit sich fortreißen können. — Die Heuschrecken?, „brut »vird sich zu.Heuschreckenschwärmen da ausbildpn, ,,»vo sie »v,eder vom Pfluge noch, vom der-Kälte-, vernich- „tet: »vurde,. die Arbeiter werden, nicht, gleich; Anfangs „begreifen,, daß es besser ist, so , und nicht, wie früher, „die Felder zu bearbeiten; und es ist sehr möglich,-daß „.das .erste Mal. meine Mühe und .Arbeit vergeblich sein *) Pirogow fährt jetzt auf sein Landgut. -

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