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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-12-17 · Heft 51 (17.12.1861) · p. Seite 736

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 51 (17.12.1861)
Date
1861-12-17
Page
Seite 736 (sequence 8)
Language
German
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mmm ^77^ W tisch nnchgewiesen, zhaßaller wahrhqftreligiöse und, sitt-, liche Erwerbder Menschheit sich an die Offenbarung an Israels knüpft, daß alle Religionen und Philosopheme, die nicht aus diesem Boden erwachsen, sind, Heidenthum theils roherer, theils feinerer Natur enthalten; daß von dem Augenblicke an, wo die. religiöse Idee Israels in die Menschenwelt hinübertrat, fortan von ihr affe.religiösen Erscheinungen und s.alle philosophischen Systeme /theils ausgf,strahlt, theils beeinflußt, wurden. S. 49. §. .7. Die Offenbarung geschah durch die. unmittelbare H erkündigung und durch die Propheten. Dieses Thema ist in der „religiösen Idee" eines Genauer» abgehandelt. Dagegen ist hier das Wesen der Propheten und der Prophetie genau behandelt. Zuerst die Frage, warum die Offenbarung nur an Ein Volk, nicht an die gesammte Menschheit geschah? eine Frage, welche schon von den arabischen Philosophen, besonders von R. Jehuda Halewi, aber auch von den Talmudisten behandelt wurde, niwerpiv 2^72', drückt Dasselbe aus, was S. 53. gesagt wird. Daran schließt,.sich die Abhandlung, über die. kanonischen Bücher, worin die Resultate der Bibelforschungen über diese Materie in kurzem Rahmen enthalten. Bei der Sammlung der. kanonischen Bücher war der.leitende Gedanke, die Offenbarungslehre zu erhalten. Die „religiöse Ädee" zieht sich wieder wie ein rother Faden durch diese ganze Abhandlung. S. 63. kommen wir zu der besonder« Frage: wie geschah die Offenbarung? Durch Offenbarung der Zehnworte an Israel, und dann weiter durch Moscheh und die Propheten.. Die Propheten Israels sind überall von den höchsten Ideen erfüllt, von den sittlichen Gefühlen beherrscht, von den erhabensten Zwecken geleitet. Es ist das Schwert des Wortes , das sie führen; sie wollen nicht Macht, nicht Reichthum erwerben, nicht Herrschaft üben und Fürsten und Volker zu ihren Füßen sehen. Eine Eigenschaft der Propheten vermissen, wir in dieser Abhandlung,, das ist die, daß sie die gewiegtesten und hellsehendsten Politiker waren. . Nun wird uns eine Charakteristik der Prophetie und der Propheten gegeben , sind der Unterschied zwischen Moscheh und den andern Propheten. Wir vermissen hier jenen Unterschied, auf welchem das ganze Gebäude der henneneutischen und eregetischen Tradition beruht. Moses war Legislator, er mußte also jeden Paragraphen sä verbum empfangen und wiedergeben, weil an jedem Ausdrucke viel gelegen war, in so fern er ein Nagel war, daran sich die Bestimmungen und Erläuterungen des Gesetzes Hingey;, nicht so bei. den andern Propheten, die nicht . Mtlegislafpfischer, Mach.tvollfomwMheit,,„ .soydern,,yu); I mahnend, . und. w.apnend auftru.ten, D,m stZrophejen sprachen frei, Moses treu. Andererseits konnte Moses.auch, vom ursprünglichen. Ausdrucke. daun ab weichen^,., wp^s sich nämlichn i cht um, die. Mittheilung eines.Gesetzes Handelte. Diesen, Gedanken 'giebt.. Sifri (<§. Raschi. P. Matot) mit folgenden Wprten27^722^:!?2. - , n 2.2 77W27 h p 2 *121 in .,.n t 2 So auch^älkut. Setjo;, Wifi j 'rnn nnvp.. ,n2nni -<>7..mnvr,..., Wir.giau- } ben, Dieses unterscheidende. Moment sollte in.keinem,-Reli--. i gionsbuche sohlen, wo die Prophetie erörtertwird. ,Nun I wird das Wesen des ganzen talmudischen Schriftthums j äuselnandcrgefttzt. S. 9 l , fällt uns auf, warum ^es heißt:! 5) „Verordnungen Einzelner oder ganzer Vkrsammlungen. gegen dgs Herkommen die talmudischen Quel- - len protestiren gegen das „Gegen",, 22^nn betrafen.gel wohnlich Neue, noch nicht hageweftne Institutionen; siehe'! Maim. Einl. zum Aad; Eins, zur Mischna, Ma.mrim .1^ i wenn sie manches ,Herkonunen^abrogirten, war das.'kein >' ppri,..ja',xS wurde geltend gemacht,' daß die Begründer ' dieses Herkommens, .wenn sie diese Umstände gekannt hätten, die. Klausel der Äbrogirung beigefügt hätten. Irr Betreff Dessen, was S. 93 - 95. über Tradition gesagt wird, wird der Herr Verfaffer so gut von einer gewissen Seite her verketzert werden, wie Dr. Frankel, 0r. Zunz *^, Herr Mannheimer**) u. A. m. — II. handelt von/deri Erkenntniß Gottes durch die Natur. Wir danken dem Herrn Verfasserzfür das Lehrreiche, das er uns da aus! dem Reiche der Natur bietet, es sind die edelsten Perlen aus der Liefe des Meeres, wohin sich die größten Naturforscher bis auf die Gegenwart gewagt. Der Herr Vers, zeigt unwillkürlich, wie er von jeher bemüht war,: sich auf jedem Gebiete heimisch zu machen. Da und in der dazugehörigen Beilage ist eine Diction, die durch ihren poetischen Schwung den Leser begeistert und zum Enthusiasmus hinreißt. Der Vers, ist von seinem Thema so Hegeistert, daß er lyrisch wird, und wie ein David Ps. 1,05 zu uns spricht. Der Schluß dieser Abhandlung zeigt uns, daß uns die Feste und andere Institutionen an Gott und die Natur mahnen. — HI. Wie man Gott in der *) g. V. 11. J Recens. **) Gebete d. Israeliten, Anmerkungen 414, 72-, aus demSifra, das l. Capitel enthält die Regel für die Auslegung des Gesetzes, die räbbinisch talmudische Dialektik, die theils auf traditioneller Uebereinkunst, theils auf wirklich logischen Principien beruht. So der Freund H. Recens, ■:»Ä' ’-mr

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