Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1861)
- Date
- 1861-12-17
- Page
- Seite 735 (sequence 7)
- Language
- German
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W }|lßt; *}’’' §.' N' beantwortet die FrM : ,MÄ heißt ifraef{itifj^Tc SF^c^iß,tbn?iv Bei der Beantwortung Vieser/Frage wird der^Leruf Israels geschichtlich motivirt, die religiöse Idee züsterbreitenst „Zu diesem Zwecke mußte das israetltisch'e Volk aus den engen' Grenzen seines kleinen Landes hetaüs! ündsturch"dieMenfch-' heit zerstreut werden^, so S.17. Wir'fügen hinzu, daß der Talmud dies prägnant mitden Worten sagt: rfbort *6' v^-iä un'by '*iötnn’>iöv,Wä drb«' bfiniii-» ‘"n'N fjipn,’ Pesachim. Sehr richtig ist ÄesÄnficht"S."2"l , 'daß die Juden als N at i o n estistiren, nachdem' sie aufgchört haben, ein Vo lk zu Hilden. Die genauere Auseinandersetzung gab der ^geehrte und gelehrte Vers, in^destZtg/ d. Jud. '1857, als wir ihnst'ei der Beschneidungsfrage in'Hstbnesiich aiif dieses Thema aufmerksam zu machen uns erlaubten. ' S. 23 wird unsere heutige Aufgabe '^präciffrt; i) bie'reine und ganze Gotteslehre in ihrer Integrität zu erhalten, und ihre Segnungen für jeden Einzelnen wirksarlszü machen;.H' diese Erhaltung nicht durch einseitige Versiuchtigüngm ein Paar einzelne allgemeine Grundsätze, indem man die ganze concrete Erscheinung' des Jüdenthums in Haus, Leben' und Synagoge' aufgiebt, zu gefährden, sondern die GötLeslchre in allen ihren Confeguenzen für das, religiöse, sittliche, so-' ciäle und intellectuelle Leben zu' sichern; 3)' um so weniger die historische Entwickelung des' Judenthuins ähzubrechen oder aufzuhalten,' und' darum 4) die talinudisch-rabbinische Lebensnorm, so w eiteste, als einer fruhern Richtung und einem andernZiele^ angehorig/ jener. Eingliederung und Einwirkung m^däs allgemeinewi-, derspricht und damit Völlig unvereinbar ist,' aufzügeben rc. *) Dies ist gerade, was wir bekämpfen wollten.'' Äs-, lerdings meinen wir, stießt auch aus den Gefühlen Erkenntniß Gottes heraus/ theils; wie jte: unmittelbar quillen, theils wie wir diese Gefühle durch die Vernunft uns zum Bewußtsein und zur Erfenntyiß -bringen,.! Daßwir, Gott fühlen, daß unser Herz z. -B. bej.m..Erwachen dep Na?) tür im Frühlings bei einer außerorstent'ltchen'Rettm^ M, mit dem Gefühle anfüllt, baß dies Werk" einesaÜIießbnäf den Gottes ist, eines Gefühles/ dessen sich-selbst'Der'nicht' zu erwehren vermag, der sich durchldie Sophistereien sei-; mx,Vernünftelet,;i}m, -seinen- Gott bringen-laßt-fM ein Be-- weis, den wir uns nicht entgehen lassen wollen. Mit Nichten läugnet dies das Judenthum. 5 Mos»4,/39<. .,>So erkenne, heute uyd nimm B -hwr^u.H^x^e n,cha,st,her Ewige Gott ist? st. s w. ' Ferners5 Moss'39,,' 14!,: sHanz 'nahr iss stir?das'!Wott^^sss!heissemHW^ stnst 'issMznM' U.e.tz'-' z e n."!,Die. Religion,' die sich aus'den .g ast z,est Mitten', stützt, muß auch den gstuzen Myschest.N'Hn^rst'ch^neK-! men. '. - ' Di. L. 'P h ilipp sö n. ' j Es ' ist ''merkwürdigst'daß die ün!Assenschästtich'e'Äest'örthi)- j dopte'diesen letztern' Satz wnterschrekbt und bethät'igt, in-! dem' sie vissReligivnsWrlNew „säusteri"' und' der Neuzeit i Eon'cesstonen Macht, und doch poltert und' tdftt, %o'5 vdn einer "Reform die ' Rede ist, und fenijä} mit 'der Orthödopie specNlirt üüd in Zelsttisststs m a cht. K. 4. bespricht! die ''üstsststchristenden'"Mer!kwale der "israelitischen Religion:! 1) Die Ursprünglichkeit rhter Lehre? ' Wenn Möschehs heißt - es S. 26.? aüs irgend einer ReWost Vis' Älterthüms'zu? entlehnest Seraülü^Nütz'^ehaibt Haide? so'wäre dies'mit'der j ägyptischen.! der' FE'^ewesm s und gerade*'mit dieser sseht! die Lehre'' MoschehS' im entschiedensten'Widetspruch' und! Gegensatz. Es stünktst uns" imsissr beim Lesen des! More/ j welcher d'ie bibkischen'''Vorschriften als Opposition gegest! den' Sabbäismus behändes ' daß 'aüf hie Opposition ge-' gen Äeghhtologie' Zu' 'wönig ober gast keine' Rücksicht ge- - nöünnen würde, was nächzstweiseN nicht schwirr sein durfte/ r 2) Die" unstntetörocheüeUebeWeferstiig"' dlrtsslb'en? ''Hiiss! wisst gezeigt? dstss stas 'JudtNthüm keine Spaltung'und; Sectirerei kennt, was Mit der Geschichte'in der Wnd nach-; geiviesen wirst" 'Leider möchte man in stet Neuzeit sso gern \ Äettieinden in Sccteii spülten,' weil die Einstnstineil ord'ent- \ licheist Cultus' stnstMenstie Andern über sich in Unart' und' Regellosigkeit gefallenman"vergißt aber, daß Art und Uüart kel'ne^^ Äbarten "bilden/'keine Secten schaffen! 3) 'Daßsln'ihr. Glaube, Ä'ernunst.'und Gefühl 'ist Äeber- ° einstinlmung' sind. ' Die 'israelitische Religion fordert'sei--' i nen blinden'Glauben??S.' 35! — Wit 'sinden nur Stelj lest?'wo böm'.Glauben an' Gott?nü'ch VoraMegaN'g'eNen i sichtbaren.Erweisen gehandelt! ist,' oder von dem Glauben an einzelne' Züilcherungen 'Gottes. ' S? 36. — Es ist dies : die Ansicht'MeNdels^ochüs';"Jlerusatem.'Äerke HIsÄ?231. ' ,,Ä, das',Wort' in der Grundsprache,'! das mstw durch den Glauben s^u' übersetzen hflegt, heißt cni'den mchrsten' Schl-! len eigentlich 'PerLrauen7''Auversi.cht, getroste Versicherüng' ausDüfage' un!>, Berheißiung.'""!Däräus legt! auch S'tein'- ' Heini (Gläubensl.' d. Shn. i7!) großes Gewicht;'die neuete i lmguistische!Forschüng Hai ober stargethan, daß ittarr in-! nertlch sesthälLen,' an Etwas' glauben bedeuchi, sei es eine'; Zusage öder Aussige. "Wenn "wir "Zutrauen? Häven!" daß' j Zusicherungen,,in Erfüllung '.gehen werden, waru'm nicht! auch,! dass die'Versicherungen ÄeststwigstWahrheii^ nicht j trügensiss?sind?"'3n ster Dhät giebs es' kein Judenthimr! ohne Glauben, und distBibel'.lst nicht arm an Dogmen. Weiter handelt das,Bstch'X von der Erkenntniß Got- > test, Die'Üuellen ststp' Grkenntniß Gpttes sind: die Ofi fenstarüng, Äe Natur und die beschichtest Ess wird'fac-