Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 51 (17.12.1861)
- Date
- 1861-12-17
- Page
- Seite 731 (sequence 3)
- Language
- German
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M raths oderj GAdverhindungen Me einsiußre-icheh,. versteht sich, dabei; ungebildeten, Juden, Ae Men sich.)hurH Ge,ld iit; i Bekanntschaft,, u»ud-.V^rbindMMmft der. niedern,, ebenfalls gr-ößtentheils ungebildeten Peamtenwelt^ und handeln frei und ungestraft-gegen.Bildung,. gegen-Aufklärungund folglich gegen daß.-Gesetz-,.und gegen den Willen des hochherzigen,. .russischen Monarchenf;^Unh,.w.er Enter den che? bräern anders; denkt oder , handelt,., der ist kein Hebräer „mehr", sagt darum Vers, des Briefes. -—.. So lange daher die russischen Juhen von diesen-. Rebbis. nicht, hesreit sein werden, so lange , sind alle Anstrengungen des gebildeten Thesies Rußlands: chie Juden zu nützlichen Bürgern zu machen, vergebens;!., „Und was mich noch mehr in dickerMeinung >bestärkt,.-.ist: daß die Zadikem,jetzt.in.Per- „dyczew .öfter erscheinen als je", sagt. Verf.-des Briefes. Zwar.,erscheinen sie jetzt überall.öfter als.je, in Berdyczew aber mußten sie , darum schon öfter iweilen,, um den-,Ein? druck zu Derwischen, welchendie letzten Wahlen, der städtischen, -jüdischen Beamten auf-, den, Pöbel gemacht Hatz! Wo?,-diese Rebbis erscheinen, ^predigen - sie gegen -Bildung uyd jAusklä-rung,- streuen Haß und Verfolgung gegen alle Gehildete> gegen jene .Eltern, welche ihre, Kinderin die Schulen schicken, und spqlten so die - russische Jupcnheit in zwei feindlich gegen einander, stehende Parteien!. „Sie sind „stets bereit, -zu allen, möglichen Mitteln, ihxrZuflucht zu „nehmen, weil bei -ihnen her Zweck has Mittel/heiliget", sagt.-mit. Recht Vers, des ^Briefes.; Jn, her jüngsten Zeit sehen wir sogar ein öffentliches Organ in ihren Diensten, eß ftst. der..preußische „Magid^,/ der has Interesse der Reb¬ bis vertritt.. Bekanntlich-,ist die russische Presse-unter der jetzigen milden Regierung viel.freier geworden, und die russischen Juden haben im vorigen Jahre die, allerhöchste Bewilligung erhalten, einige Zeitungen, eigens, über jüdische Zustände und.imjüdischen; Interesse,herauszugeben, -unter denen-besonders der, „flasvviet." (hie Morgenröthe) durch Gründlichkeit und Vielseitigkeit seiner, Artikel, /wie durch seine elegante russische Sprache sich auszeichne.te>, Sein Programmwar: Vereinigung-aller Parteien und Vorwärtsdrängen der .jüdischen/ Nationaus.h.em; Wege d.esuFortschrittes und,Mherung. derselben. an die anderen europäischen Nationen. s Neben>hen fielen lobenswerthen.hlttributen-unserer Religionsbrüder besprach dieses.Blatt der Wahrheit .gemäß dann und wann puch ihre Mängel.Md Mebrechcn, enthielt hier und -da. Mahnungen x-an dieselben, .!daß sie ihre mittelalterlichen Vorurtheile, .ihre mchtzeilgcmäßen; Gewohnheiten und Gebräuche W n sich abschüttelnound rieth,ihnen: /N.MN.WH!»; n?:a, ahsr .eben darum .sind, alle Finsterlinge gegen dieses Blatt erzürnt, denn: ynirr ‘ttta' nroin und schütteten in hpNj -,Magid" .all ihren Groll gegen hie, ,Morgenröthe'^ und. gegen, ihren ehrenwerthen Redacteur. — ... .... „Nur Eines ist ,nych.tröstend!', sagt Vers, des Briefes- „nämlich: auch in Berdyczew erhebt der mit dem Zeit- „geistenfortschreitende Theil der hebräischen Gemeinde seine „Stinmre und nicht-achtend die überwältigende Mehrheit, „welche reich, an materiellen Mitteln ist und moralischen „Einfluß auf den Pöbel hat." Vergangenen Sommer war in.Berdyczew hie. Wahl, einiger städtischer Beamten jüdischer. Consesston,, als:, eines Rabbiners,, eines Beisitzenden im. Kreisgerichte rc. Der gebildete Theil der Einwohner wollte.gebildete, ausstudirte junge Leute zu diesen Aemtern wählen, welches ihnen zum Theil auch gelang. Wenn aber auch dem bessern Theile der.Bevölkerung örtlich Manches gelingt, wird es höhern Orts durch Jntriguen, Bestechung rc. stets, vereitelt. Und. so geschah es auch in Berdyczew. Die; Finsterlinge dieser.Stadt reichten daher nach geschehener Wahl zur Vernichtung derselben eine Bittschrift hohem Orth sin, worin sie denuncirten.haß erstens die Wahl in , der Synagoge geschah, welches nach dem Gesetze verboten ist (um das Gotteshaus nicht zu prosanisiren), aber wegen-Mangel eines andern geräumigen Locals fast immer geschieht; und haß zweitens, die Wahlen sich in die Nacht hineinzogen, welches laut Gesetz auch, picht sein soll,, aber auch oft geschieht, sobald viele solche Beamte in Einem. Tage zu wählen sind. — Wer aber -hat diese Wahlen in der Synagoge und in der, Nacht geschehen lassen?, und wer ist. dafür verantwortlich?- Die zugegen. gewesenen Beamten, deren; Pflicht es ist, darauf, zu scheu/ haß die Wahlen genau nach dem Gesetze^ rgeschehen, sind daran schuld, aber nicht die.Gewählten,. welche hei der Wahl nicht, einmal zugegen sind! Aber die Bittschrift der Finsterlinge und ihr Geld überwog nicht nur alle gegründeten Gegenbeweise der Gebildeten, sondern selbst die Verwendung eines, gebildeten hohen Beamten. — Nicht die die Wahlen beaufsichtigenden Beamten, welche in, her Synagogeunh, in der Nacht wählen ließen, aber die Gewählten wurden bestraft, indem die geschehe-- iM - Mahlen annullirt, andere angeordnet , und , andere Personen -gewähltwurden: Personen, welche, außer dem Rabbiner, .wederlesen noch schreiben können, Personen, welche:> kein r ciuzigcs Gesetz als das der Selbfterhaltung kennen- Personen,.:welche um diese Ehrenämter buhlten nicht, der Ehre Zillen, nicht des allgemeinen Wohles willen, 51* M