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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-12-03 · Heft 49 (3.12.1861) · p. Seite 705

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 49 (3.12.1861)
Date
1861-12-03
Page
Seite 705 (sequence 7)
Language
German
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705 geleistet werde. -Auch wucken-auf Meinen Antrdsi die als nöchig erachteten: Gebet-'und-Erbauüngsbücher in genügender- Anzahl von der Anstalt angekauft, wie überhaupt alle meine Gesuche,' die auf die sittliche Hebung -der-Sträflinge Bezug haben,' von-dem^menschenfreundlichen und hochherzigen -Director Herrn ' Maurer stets - in freundlichster Weise entgegen genoMnien und bewilligt werden.' Es wäre überflüssig, über die Gerechtigkeitsliebe , die: in der hiesigen Anstalt geübt wird, Noch ' ein Wort hinzuzufügen; nur so viek erlaube ich mir zu bemerken, daß die Directiörrirn wahren Sinne des Wortes bestrebt ist-, - auch 'die jüdischen Sträflinge sittliche! und. moralisch -zu bessern/ ' und daß' gegründete Hoffnung vorhanden ist, daß dieses-! edle- Streben'- unter dem Beistände Gottes nicht ganz ohne Erfolg bleibew wird:; 7 %; ] 7 - . 7 7 f; Als erfreuliches Gegenstück zu der bekannten Schweriner- Schiedsrichterwahl dürfte die Mittheilung vdn Interesse sein, daß der'hiesige Kaufm. Herr Hirsch Silberstein einstimmig von den Stadtverordneten zum Schiedsrichter gewählt Und diese Wahl von den betreffenden Behörden ohne die geringste Beanstandung bestätigt worden ist. * :1 ■ Hohenstein; Lehrer. ' Aus dem Posenschen, 24. November. (Privat- Mitth.)" Die Realschule zu Posen ist eine städtische Anstatt und mehr denn zum dritten Theile von jüdischen Schülem' besucht.: Bonden Juden Posens, welche etwas über ein Fünftel der ganzen städtischen Bevölkerung ausmachen, wird:nahezu die Hal fte der sämmtlichen Steuern aufgebracht. Alls diesen Gründen dürfte die jüdische Einwohnerschaft genannter Stadt wohl berechtigt sein, M ^erlangen, daß an genannter Anstalt auch ' ein Lehrer jüÄsch e n Glaubens d e fi n i - tiv: angestellt würde. Ist indeß diesem gerechten Verlangen' bisher entsprochen worden? Von Seiten der städtischen Behörden allerdings. Was aber zur definitiven Anstellung eines Lehrers an einer hohem Unterrichtsanstalt unumgänglich nothwendrg ist, nämlich die Bestätigung des Ministerii, hat bis jetzt,' trotz alles Redens und Schreibens, nicht erlangt werden können. — Der sel. Herr vr. Loewenthal hat mehrere Jahre an der Posener Realschule als - ordentlicher Lehrer fungirt, ist aber niemals Seitens der Staatsregierüng anerkannt, resp. b e st ä i i g t gewesen. Doch das war damals unter Raum er und Westphal em Wie -ist es j etzt? — — — Vor beinahe drei Jahren schon ward dem jüdischen' SchükämtsälndidateN^HerÄ vr: Zut r 0 s z y n s ki,'7 einem MänNe von7 Unzweifelhafter Tüchtigkeit', dieAbsolvirungdes' pädagogischen' Probejahrs än gedachter Schule ^gestattetihm aber'stüch zugleich von - Seiten' derstädtischen Behörden/' 'sofern 'ersi'ch bewähren7 wMe,die'ddfistitivrÄnstellüNg in- - sichere-Aussicht ''gestellt. 7Mchddrünun Herr7 M M -seist' Probejahr' beendigt; und in1 demsekbm aüßerordentlich gut sich' LewäW hatte/'wollest die >MNschen Behörden Hr 'Versprechen'M ThÜk/Mächem'ünd MMen''sich ^deswegen zuvörderst an düs' PrödiNzW Schül yEollegiüm/• ' welches ''seineiseits;'die fernere 'Beschäftigung des! vr^'Z/'-an der' Realschule' 'zwcrr-gestattete, den Antrag auf dessen definitrve A üsid l^ l u n g aber ganz u n b e a n t w 0 r te t ließ. Die Stadtbehörden wiederholen - ihren' Äntmg'HäW biM"Unterrichtsministerbliebest'Äer' auch Won diesem Drte aus ohne Bescheid. — 'In der Längsten Stadtverorvnete'Nsitzung’nun käm diestrGegÄstand-jür SPiaM und ward — mach -' ÄNer' - lebhaftni''Debatte' * übep denselben — Seitens der VersaMstlüng7 der 'Beschluß/gefaßt, den Magistrat -zu ersirchdtt,'u 7;; ’ •/'1 \s! „Derselbe möge mit astest Mitteln'dahiü'Äir- -' ken/'eine- ENtscheldüng' noch'/'vdddem'ZsijaW '' - mesiitiMdest' LMVa^e^^'Mb'e^ühteN/'gw 'er^!- forderlichen -FU''lbs'''drn?'7HWiverW''cheim Landtage selbst einreichen zu können!"!. ' ' 'DieWahlmäüner dtr Stadt Pösen spalten sich E vorderst in- P 0 l e st ünstD esttsch e'stnd' die lötziern 'wiederum in sogenanüt^Cdmsörbdffue und Lib erale.' Da die7-jüdischen' Wahlmäüner 7(circü" 5 st'än der Zahh durchgängig zu den Llberalenzählett, 'so ist diese Par'tÄ die stärkste ünh wird bei demdevorstehendm Wahlkampfe voraussichtlich den Sieg davon tragen.' Von ihr wird der'Rentier Berg er (der bisherige Abgeordnete sür Posen) als Candidät aufgestellt, wahrW PplizeipWdenk v. B ä r e n sp rü'stgchpr CaNdidat dep Deutsch-Conservatiden Und Herr' fr. Hl lask r' der der' Posen' ist. W:d es-'heißt,7 wollen aber die Letzkern üm die Juden zu cäptiviren — den Stadtrath vr7Sämter '(Jsr'aelit) zum Vorschlag bringen. — In' vielen Gegenden des' Großherzogthums' sind vor den Wahlen Sertens' der Polen7auffeiordMiche Anstrengungen gemacht worden, die jüdischen Urwähler' äüf ihre Seite' zu' bekommen. Indeß ihre Manoeuvres sind ihnen'nirgends gelungen, i Die Juden haben ihr Deutschthmn bewährt Md überall^ : deÄsch'gewählt — Von Birübüwmmüs'ist jüdischer

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