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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-12-03 · Heft 49 (3.12.1861) · p. Seite 704

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 49 (3.12.1861)
Date
1861-12-03
Page
Seite 704 (sequence 6)
Language
German
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Aeitüngsnüchrichten. Preußen. ^- - Königsberg,.8. November. .Die^,-DanzigerLtg." schreibt von hier:- Ich erlaube mir, Ihnen folgende, meines. Wissens..noch nirgends bekannt gewordene Notiz nachträglich mitzutheilen. -Man schreibt uns aus Berlines - habe daselbst große Verwunderung. erregt,, daß die Synagoge als solche bei der. Krönung .zu Königsberg gar. nicht vertreten war,- daß ihre Cultusbeamten weder .beim Empfange, moch-bei der. Krönungsfeier selbst erschienen sind ,: daß - Consistorium und. Oberprästdium sie. .ganz, ignorirt haben, während.beim Einzuge des Königspaares. in Berlin auch ihre Geistlichen mit den übrigen in Amtstracht zugegen waren. *) Wir antworten hierauf, .daßder - Grund dieser Zurücksetzung. lediglich uns. unsere. Local- und Provinzialbehörden zurückzuführen ssek und -dieselbe durchaus nicht im Sinne-Sr. Majestät gelegen haben-kann, dessen-Gnade, bei-seiner jüngsten Anwesenheit in Königsberg allen Confessionen auf gleiche Weise zu Theil wurde. Der König hat,bekanntlich einem Vorstandsmitgliede der Königsberger Synagogengemeinde,. Herrn G.-W. Wiener, der sich namentlich.um. das Provinzial-Blinden-Institut vielfache Verdienste erworben, den rochen Adlerorden 4ter Classe verliehen, und ein Mitglied der Repräsentantenversammlung derselben Gemeinde, .den durch seine große,Mohlthatigkeit ausgezeichneten Banguier Moritz Simon, -zum Commerzienrath ernannt. Königsberg steht in mancher Beziehung, hinter. Berlin weit zurück. Peckelsheim,.Kreis. Marburg,.. 20. Povember. (PrivatMtth.). - Ntgestcigm Da.Wnchefxrtm hier das gewiß -seltene.Resultat, daß unter 6 sämmtlichliberalen Mahlma.nMll hx,unserer -Glgubensgenossen.gewählt wurden... Ha^ ,feste Zusammenhalten.der-Urwähler WsererKmeirche > zufolge. einer, am Samstag vorher stattgefundmen Versamml.ung: -derselben, trug wesentlich dazu, bei, ,dep liberalen.Partei,. trMder plumpenAgitation der katholischen Geistlichkeit in,ähren Sonntags? pMgten, .den, Sieg zu perschaffem; Hex,-letzteren gelang es ^diesmahrricht,selbst, in he^ engern Dahl-,auch nur eines ihrer Mitglieder, deren sonst mehrere gewählt wor- *) Dasselbe war in Breslau bei dem Empfange des Königs der Fall. 7M' den waren, durchzusetzen. — Vor Kurzem-wurde dahier die mit --einem "Kostenaufwand von circa- 4000 Thlrn. erbaute neue Schule, über deren - Grundsteinlegung- -seiner Zeit in dieser Zeitung berichtet worden ist, feierlichst eingeweiht. E. B. Aus dem Posenschen, 22. November. (Privatmitth.) An den Wahlen vom 19. d. M. haben sich unsere Glaubensgenossen überall - stark betheiligt. Namentlich ist dies in der - Hauptstadt unserer Provinz der Fall gewesen. Hier sind in manchem Wahlbezirke (unter -6 zu wählenden-Wahlmännern) 5 Juden gewählt worden. JmGanzen hatte die Stadt Posen mit dem Militär 174 undohne dasselbe 150 Wahlmänner zu wählen, r Jüdische Wahlmänner sind 48, also fast, ein Drittel der Civil- Wahlmännerschaft, wasein um so günstigeres Berhältniß darbietet, als die Juden Posens nur etwas überein Fü n ft el der gesammten städtischen Civilbevölkerung ausmachen. — Zum Lehrerpersonal der städtisch-jüdischen Schule gehört nunmehr auch Herr Lehrer A. H o ff st ädt, welcher durch seine tüchtigen pädagogischen- Leistungen schon von Schwersenz her gut bekannt ist. — Ein Rabbiner im Posener Departement hat bei der Regierung zu Posen darauf angetragen, ihm die Jnspection über die Elementarschule seiner Gemeinde zu. verleihen, ist indeß — obschon er auf die Entscheidung der Bromberger Regierung in der bekannten Nackeler Schulangelegenheit sich berief — nichts desto weniger ablehnend beschieden worden. — üä vooem N a ck e l können wir nicht unerwähnt lassen, daß allda - die Erbauung eines Gemeinde-Schulhaus e s, in welchem auch die Herren Lehrer Wohnung erhalten sollen, beschlossen ist. Daselbst wurden unter -16 Wahlmännern 8 Juden gewählt. Naugard, 19. November. (Privatmitth.) Nachdem ich seit Ostern d. I. provisorisch an der hiesigen Strafanstalt wirke, ist mir auf Verwendung des Directoriums mittelst Ministerial-VerfügÜng vom 29sten Oetober o. die religiöse Pflege derhiesigen jüdischen Sträflinge - gegen eine Remuneration von dreißig Thalern p. 3. destnitiv übertragen worden.- Dieses Factum verdientschon -deshalb in diesen geschätzten Blättern registrirt zu werden, weil es - den schönsten Beweis liefert, wie sehr-die: hiesige Anstaltsbehörde bemüht istdaß -auch dem-Misch - religiösen Bedürfnisse - Genüge

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