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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-10-29 · Heft 44 (29.10.1861) · p. Seite 637

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 44 (29.10.1861)
Date
1861-10-29
Page
Seite 637 (sequence 11)
Language
German
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r 7 Herr Hirsch KA M dem WchriMest MMh>.on-s denz aus Amsterdam) die Theorie auf, daß.. der Rab-: bin er Vermittler zw isch en Gott und der G emeinde ist. -Wenn das ein sogenannter „Geistlicher" gesagt hätte, würde man über ihn den Bann, gesprochen haben, denn es heißt.ja ibpv aon rirbiab .an«, -pn aber Herrn Hirsch ist. eben. Alles gestattet. *) > Italien. ... Aus OberiLalim, 30. September..(Privatmitth.) Diesmal beginne ich mit dem Berichte einer innern Lebensäußerung, welche der Gemeinde unserer Haupt-, . stadt (Turin) zur Ehre , gereicht. Die Errichtung eines anständigen, der Gesammtheit ungehörigen Gotteshauses > ist daselbst ein bereits seit lange gefühltes Bedürfniß-^und die Bemühungen des vor ein Paar Jahren verewigten dortigen Oberrabbiners, des geachteten Can- . toni, waren stets auf die Erreichung dieses bedeutungsvollen Zieles gerichtet. Ich sage bedeutungsvoll, denn einerseits ist das Benehmen jener Gemeinde als der zahlreichsten und einer der wohlhabendsten unseres Landes ton-und maßgebend andererseits ist die Ausführung desselben nicht ohne die Verschmelzung der daselbst noch vorhandenen drei Haupt-Minhagim,. des^ italieni- - schen, deutschen und spanischen Ritus nicht denkbar, da zur Herstellung eines neuen, der jetzigen Gemeinde entsprechenden Tempels eine nicht unbedeutende Summe erforderlich ist,. zu der also nothwendigcr Weise aste,Gemeindeg lieber nach Kräften werden beisteuern müssen. Und dem Einffuffe des jetzigen würdigen Oberrabbiners, des wackern S. S. Olper aus Venedig, und der Thatkraft desdiesjährigen Gemeindevorstandes ist es gelungen, das Zustandebringen dieses wichtigen Unternehmens in baldige Aussicht zu stellen. Die zum Bau des Tempels erforderliche Summe wurde vorläufig auf dreihunderttausend Francs veranschlagt, von denen fünfzigtausend als bereits vorhanden angerechnet werden. -Zur Aufbringung der noch fehlenden. 250,000 Francs wurde von der Gemeinde-Administration ein Anlehen eröffnet, wozu im Juni l, I. die wohlhabenden Gerneittdeglieder in einem eigens ^veröffentlichten Programm zur . *) Alles gestattet? Ja, bei seiner kleinen Schaar blinder Anhänger — aber bei allen wahrhaften Juden Nichts! Denn etwas.Unjüdischeres und aus größerer Unwissenheit Hervorgehendes giebt es nicht, als die. obige Lehre. - Die Redaction. M Theilnahme, i aufgefordert., wurden. Jeder Theilnehmer übernimmt eine 5 % Zinsen tragende Actie pro 1000 Francs, deren 250 ausgegeben werden. Bei jährlichem Zuschüsse von, 15,000 bis 19,000 Francs zum gewöhnlichen Gemeindebudget sollen sämmtliche Obligationen mittelst Verloosung im Zeittaume von 25 Jahren eingelvft werden. Vor dem Beginn der jüngst verstrichenen heiligen Festtage, waren sämmtliche Unterschriften durch fteundliches Entgegenkommen der Gemeindeglieder gedeckt. Der Bauplatz ist in einem schönen Stadtviertel aus einem der königlichen Civilliste angehörigen Grund und Boden, in Anbetracht des würdigen Zweckes unter begünstigenden Bedingungen bereits angekauft, und es steht zu erwarten, daß mit Gottes Zulassung nun rüstig die Hand ans Werk werde gelegt werden. Nun ist die Reihe an den andern Gemeinden, dieses schöne Beispiel nachzuahmen. — Nach einem neulich versendeten Eircular zählte das CoJlegio nazionale von Saluzzo beim Ablaufe des vergangenen Schuljahres in, seinem Convict 31 jüdische Zöglinge. — Unter den durchs Loos zum Austritt bezeichnen« sechs Gemeinderäthen von Casale befanden sich zwei israelitischen Glaubens. Beider Neuwahl wurden Beide wieder ernannt; auch in Foffano wurde ein Israelit wieder gewählt. Herr Israel de Benedetti aus Casale erhielt eine Anstellung beim Ministerium der Marine. — Dem Sections-Chef beim Ministerium der Finanzen, Herrn Epaminonda Segre, der seine Carriöre im Jahre 1859 in Modena begonnen, wurde zur Anerkennung seiner Verdienste der Sct. Mauritius- und Lazarus-Orden ertheilt. — Aus Oberitalien, 10. October. (Privatmitth.) Jüngst erhielt ich ein Schreiben aus Neapel, dessen Inhalt von einigem Interesse ich Ihnen nicht vorenthalten will. Es ist ein Ministerialbeamter, der mir von dorther schreibt: „Ungewöhnliche Beschäftigungen verhinderten mich in vergangenen Tagen, Ihnen mein Wort zu halten, und eine Beschreibung, der im Hause Rothschild jüngst abgehaltenen hohen Festtage einzusenden. Es fehlte mir nicht an gutem Willen; daß ich , es jetzt thue, wo eS mir gegönnt ist, sei Ihnen ein Beweis davon. Der Rothschild'sche Palast, schön,, wie es sich einem so reil; chen Herrn geziemt, liegt an der riviera äi 44**

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