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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-10-01 · Heft 40 (1.10.1861) · p. Seite 580

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 40 (1.10.1861)
Date
1861-10-01
Page
Seite 580 (sequence 10)
Language
German
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580 Quelle als DlugoSz, der es auchzum Zweck seiner phayf tastischen Combinationen erfunden zu haben scheint, und Alle, die diesem bisher nur von Roepell richtig gewürdigten Chronisten nachgebetet haben, können natürlich keine Bedeutung in diesem Punkte für . sich in Anspruch nehmen, und das nennt der Autor „Urquellen"! Von dem innern Leben der Juden in Polen — kein Wort, keine Andeutung .' Schließlich nur noch eine Bemerkung! Der Vers, ist der Ansicht, daß die nach Polen colportirten „deutschen Elemente" das „Gepräge der Rohheit" getragen hätten. Ein entschiedeneres Verdammungöurtheil über Heu Einfluß der Juden auf Polen konnte nicht ansgesprochen werden. Die Juden — fast ausschließlich die Juden, haben die „deutschen Elemente" nach Polen eingeführt, die Juden haben deutsche Sprache und deutsche Gewohnheiten bis an die Ufer der Wolga verpflanzt; während das Christenthum den Slawen Wälschthum und Romanisches imputirte, haben die Juden, getreu ihrer cultivirenden Mission, im Mittelalter Germanisches nach den Weichselgegenden und zum Dniepr hinab verpflanzt. Also haben die Juden die Rohheit in das gvldreine, sittlich paradiesische Polen, wo Gefühl für Menschenrechte und Gesetzlichkeit seit Adams Zeiten blühte, getragen. O, wie werden sich die polnischen College« des Herrn Blankenburg, Herrn v. Weißenhorst u. A. bei unserm Autor für diese Notiz bedanken! , Bis jetzt war es nur Styl, den Juden die politisch-ökonomische Verkümmerung Polens in den letzten Jahrhunderten zuzuschreiben (Weißenhorst, Studien I.), jetzt werden sie den Staat in seinem ersten ^eimen vergiftet haben! Herr Sternberg huldigt nur dem jetzt in Polen (besonders bei den Juden) Mode gewordenen Deutschenhaß. Aber warum schreibt dann Herr Sternberg in deutscher Sprache? warum kauft er sich nicht in eine polnische Unsterblichkeitsversicherung ein.? vr. F. Caro. Zeitungsnachrichten. Preußen. Posen, im August. An der Realschule zu Posen ist neuerdings ein jüdischer Lehrer für Sprachen und Naturwissenschaften definitiv, angestellt, auch, die. Einrichtung getroffen worden, daß die jüdischen Schüler einen eigenen Religionslehrer ihres Glaubens erhalten haben, und zwar ist derselbe gleichfalls in das Lehrer- Collegium ausgenommen worden. Potsdam , 14. September. An demselben Tage, an welchem auf das theuerste Leben Sr. Majestät unseres allverehrten Königs der fluchwürdige Angriff in Baden-Baden unternommen wurde, übersandte der Königliche Geheime Cömmerzienrath und Banquier Herr Abraham O ppenheim aus Köln mittelst Schreiben 6s dato Frankfurt am Main, den 14. Juli d. I., dem Präsidenten des Curatoriums des National- Danks für Veteranen die Summe von 5000 Thlrn. in rheinischen Eisenbahn-Pnoritäts-Obligationen nebst 4*/2 o/o Zins-Coupons vom 1. Juli 1861 an laufend mit der Bestimmung, damit eine Special-Stiftung für alte Krieger zu begründen und aus den Zinsen des Capitals alljährlich am 14. Juli 22 Veteranen den Betrag von 10 Thlrn. für Jeden zu zahlen. Der Herr Geheime Cömmerzienrath Oppenheim brachte diese reiche Gabe als Ausdruck seiner herzlichsten Freude und des inbrünstigen Dankes zu Gott für die wunderbare und gnadenvolle Beschützung und Erhaltung Sr. Majestät dar, und hat die.betreffende Schenkungs- und Stiftungs-Urkunde unterm 17. August ausgestellt und vollzogen, welche von dem Curatorio des National- Danks für Veteranen unterm 30. August o. genehmigt und von Sr. Königlichen Hoheit dem Kronprinzen im Namen Sr. Majestät des Königs, des Allerdurchlauchtigsten Protectors des National-Danks, unterm 1. September d. I. bestätigt worden, ist. Die nach dem Gesetz vom 13. Mai 1833 erforderliche landesherrliche Genehmigung zur Annahme dieses Geschenks ist mittelst Allerhöchster Cabinets-Ordre vom 26. August 1861 ertheilt worden. An den Herrn rc. Oppenheim haben Se. Königliche Hoheit der Kronprinz den nachstehenden Erlaß zu richten geruht: „Mit freudig bewegtem Herzen habe Ich aus einem Berichte des Curatoriums des National-Danks für Veteranen ersehen, daß Sie Ihren Gefühlen der Freude und des Dankes zu Gott für die wunderbare und gnadenvolle Beschützung und Erhaltung Seiner Majestät des Königs, Meines Allerdurchlauchtigsten Herrn Vaters, bei dem am 14. Juli d. J.^ aufAllerhöchstdessen geheiligte Person unternommenen frevelhaften Angriff durch Gründung einer Special - Stiftung für, hülfsbedürftige Veteranen und Dotirung derselben mit einem Capital von 5000 Thlrn. Ausdruck gegeben haben. Ich habe die Mir vorgelegte Urkunde über diese Special- Stiftung in Meiner Eigenschaft als stellvertretender Protektor des National-Danks für Veteranen mit Mei-

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