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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-09-10 · Heft 37 (10.9.1861) · p. Seite 537

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 37 (10.9.1861)
Date
1861-09-10
Page
Seite 537 (sequence 11)
Language
German
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M7 ten/' auf die Schülanstalten ihrer Gemeinden' denjenigen Einfluß zu erlangen, der diesen Instituten wirklich zu wahrem Heil und wahreiü Frotnmen gereichen könnte." Doch' wie bei'diesem aufrichtigen Wünsche/ so bleiben wir auch bei der Behauptung 'stehen, daß Rabbiner und Prediger, ohne gerade amtlich bestellte Schulinspectoren zu sein, dennoch viel, ja sehr viel für die Zugend r und die Schulen ihrer Gemeinden thun könnten, wenn sie namentlich (wie dies z. B. in Schneidemühl, Krotoschin st. schon' längst der Fall ist) es sich angelegen fein ließen, den religiösen und hebräischen »Unterricht zu bewachen und diesen überall, so viel in'ihren ^Kräften steht/ zu heben und zu fördern. Der point ä'bonneur muß hierbei ganz in den Hinter-, die Liebe 'für die Sache dagegen ganzinden Vordergrund treten, und wir müssen es wiederholen : „Es kommt hierbei lediglich darauf an, wie sie (nämlich die Rabbiner und Prediger) zu den Lehrern sich , gestellt haben , und wie weit das Interesse geht, das sie für die Jugend und deren Erziehung re. wirklich hegen." Sich aber der heiligen Sache * des Jugendunterrichts annehmen wollen, um in der Schule recht bald die Hegemonie erlangen,, hier über den Lehr er sich stellen, diesen bevormunden und ihn später, bei.paffender.Gelegenheit, auch einmal zu seinem Werkzeuge benutzen zu können, — das, meinen wir, würde nur zu bald einen hierarchischen D ruck herbeiführen, der auf unserer' Schule mit einer Schwere lastete, welchem deren etwaige Keime und Blüthen gewiß erliegen müßten. — Exemplä ,sunt odiosa; denn sonst wären wir um Beispiele sicherlich nicht verlegen, llstir wissen, wahrlich! was wir wollen. — Hinsichtlich der Nackeler LeanäsloZa (wir meinen Nitzschkes Gebühren re.) behaupten wir nach wie vor: : 1) daß dieselben „einzig in ihrer Art" dastehen und von ihnen durchaus keinerlei Conseqü enzen für die,andern Gemeinden und Schulen des Großherzogthums — diese hatten und diese haben wir auch heute nur im Auge — gezogen werden können; 2) daß im ganzen Großherzogthume auch nicht ein einziger Fall vorliege, der da bewiese, daß ein " - fremdgeistlicher Schulinspector seine amtliche Stellung innerhalb der jüdischen Schule zu B e k e h - rungsversuchen u. dgl. mißbraucht hätte, resp. dastlbst als Missionär ausgetreten wäre; 3) eüMch^-daß'auch der Religions- und hebr. Unterricht in der jüdischen Schule von Setten ' des christlichen Jnspectors' noch "" es direct odstr indirect ^-Irgendwie beeinträchtig worden.' — -,t ***.*■ **'■ Was ergiebt sich aber schließlich aüs diesem Älleck? — Wahrlich! nichts Anderes, als'daß der Mbe MÄler gegen Gespenster und wesenlose PHäntöms ficht, daß er einen Feind wittert, wo die Luft r e i n, ''ststd schwarze Wolken sieht, wo der Himmel hell und heiter. ~ Sein Wunsch in Bezug auf ändere G em rinden (nämlich, daß diese bas Beispiel Nackels nachsthmten), wäre ein gerechter, ein vollkommen gerechter, wenn dessen Realisirustg ein'Ä ir k l i ch'es V edür fstiß, oder wenn sie — ganz abgesehen hiervon — wenigstens nur möglich wäre/ Sie ist über (wie wir dies in 'Rh.' 3 klar genüg nachgewiesen' zu haben glaubest) fstines'v öst beiden. Denn da der Status guo kein „schädlicher^, kein „factisch nachthMige?^ so sehen wir durchaus nicht ein, wo"da die dringende Ro thwestdigkeit tit$, ihm abzuhelfen, um einen neuen — und wer'weiß, Hb bessern —- herbeizufühsten. — Und was nun vollends die Möglichkeit der Abhülfe anlangt, so fragen wir ernstlich, wo dieselbe zu suchen'? wo zu sinden? — Däs ganze Großherzogthum — dessen gehobenen Cult'urzustanb Herr vr. Fr. schon in seiner Denkschrift von 18 53 s o fe h t herausgestrichen, hat bis auf den heutigen Tag noch kein vollständig' von „zeitgemäß gebildeten" Seelsorgern, d. 'h. von' svlchest'RabbiMn Knd'Picedigern^'aüfzA weisen, denen in der Thai das Ämt der Jnspection einer Volksschule, die da Eleüieütärünb Religionsschule zü-- gleich ist (von letzterer aNein ist hier nicht die Rede) anvertraüt werden könnte; die Zahl feiner Gemeistven'aber beträgt 143, und die seiner offenilichen Schulen'nicht' stiel darunter. — Herr Vr. Fr. will in der eben. etwähWn Denkschrift' zwar auch jüdische'Aerzte, Buchhändler )c. zü Schüllnspecioren ernannt wissen, wird aber"wohl ist best Zeit' von 1853 Äs jetzt, wo er gerade ganz besonders Gelegenheit hatte, das jüdische Schulwesen,' im Hosenfchen ustd namentlich einige ganz güte' Schulanstättcn, wie die zü Samoczyn, Nackel, Erin' rc., aus eigener Anschauung kennen' zu lernen, —' die'U'eberz eUgün g gewönnest haben, wie wenig die von ihm vorgeschlagenen Kategorien (zu denen wir noch die der „jüdischem Juristen" hinzugesetzt hatten) zu dem Amte in Rede sich qualificiren.— Doch kehren wir nun wieder zu-;dep neuesten (in- No. 3V zu lesenden) Nackeler Correspond enz zurück. Bei dem man meinest, er werde ütts stoial'zu Bobest sthtneüeriff und 37**

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