Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 37 (10.9.1861)
- Date
- 1861-09-10
- Page
- Seite 536 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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päischen Westen. Der ^I^evsni" in seiner Nummer vom 31.; August Lheil? es - sammt der Auslastung der Deutschen Bukarester Zeitung Darüber mit, und verurtheilt es in gleicher Weise, wie wir es gethan. Jedenfalls wird man wohl aufhören, das östliche Europa der Türkei für Gerechtigkeit, .Duldsamkeit und. Nationalökonomie zum Muster aufzustellen.*) Correspon-enz. Frankfurt a. d. Oder, im August 1861. Noch ein Wort zur Schulinspectionsftage. .. - Wie zu unserm ersten Artikel Ätzer diesen Gegenstand (st No. 3 d. Z.), so sind wir auch zu dem Heutigen durch einen Bericht ausNackel veranlaßt. Besagter Bericht befindet sich' in der No. 30 dieser Zeitung (S. 430—31) und enthält kurz vor seinem Schlüsse einen harten Angriff auf uns, resp. aus das, was wir vor acht Monaten in Sachen der „ Schulinspectiönsfrage" geäußert haben. Der geehrte Nackeler Correspondent rückt, uns mit gefälltem Bayonnett auf den Leib und glaubt gewiß, uns dadurch „in die Enge zu treiben",—- eine Voraussetzung, worin er sich aber diesmal stark verrechnet hat. Er sagt, wir hätten das Bestreben, - die jüdisch-confessioneÜe Schule von der Jnspection der evangelischen Geistlichkeit zu befreien, „förmlich ironisirt". — Zugegeben auch, wir hätten dies wirklich gethan — wiewohl unsere leichte Ironie (in No. 3) doch nicht einmal auf das Nackeler Factum, als vielmehr nur auf die Nackeler Conseguenzen aus diesem Factum sich bezog, — so ist doch der iröniHe Sthl nichts weiter, als ein schriftliches Lachen, dM Lachen aber ein Ding, das sich schwerlich zurückdrangen läßt, so erst einmal der Gegenstand da ist, der es hervorruft. Und Mcfe causam ridiculi, — wir haben sie wahrlich nicht herbeigezaubert. — Der geehrte Corresp. sagt ferner, wenn man bisher unterlassen, unsere Änsich- " len zu widerlegen, so sollten wir. die Gründe dieses Schweigens ganz wo anders, als in einer eüvaigen Billigung suchen. Wir geben gern zu, auf eine Billigung von Nackel aus niemals gerechnet ^zu haben. Es ist uns aber diese Billigung von anderer — und zwar competente- *) Wir sind der Redaction des citirten Blattes für - die Art, wie sie unsere Auffassung der ungarischen Zustände bespricht, zu aufrichtigem Danke verpflichtet. Die Redaction. rer stelle her zu Th eil Leworden. .Wirchatzen^tzisher nicht weniger als dreizehn Briefe von geehrten Collegen (unter ■ denen auch drei Rübb ist er) ^aüstuweisen, die sammt und sonders sich mit unseren „Ansichten" völlig einverstanden erklären. Der Grund des Schweigens von Nackel aus ist unsererseits, wie gesagt,' niemals in einer etwaigen Billigung von dorthel gesucht'worden, wohl aber glauben wir. denselben , in Dem, was wir einmal in einem sehr geachteten Wiener-Blatte gelesen, gefunden, zu Habens In einem AiWcl'jenes Blattes wird nämlich von gewissen Scribentett gesagt, sie vermeinen sehr klug zu handeln, wenn sie über Reden, Zeitungscorrespondenzen, Theateraüfführungen rc., die sie angreifen zu müssen glauben, immer erst eine geraume Zeit verstreichen la ssen> ehe sie ihre giftigen, Geschosse auf das Ziel ihres verborgenen Ingrimms äbsenden, weil alle diese Dinge am Ende doch nichts weiter als Eintagsfliegen, von denen aber durchgängig ohne Bedenken anzunehmen, sie werden sicherlich nicht mehr frisch genug indem Gedächtnisse des Publikums'leben, um ihnen oder ihren Schöpfern nicht auch Das und Jenes, was gar nicht vorgekommen, in den Schuh schieben zu können.— Acht Monde sind seit dem Erscheinen unseres ersten Artikels über diesen Gegenstand verflossen,' und wie könnten' wir verlangen, unsere Herren Kollegen rc. sollten heute Noch genau und deutlich alles Dessen sich erinnern, was sie vor acht Monden von uns gelesen? Wir bitten Diejenigen, welche für die Sache ein wirkliches Interesse haben, die No. 3 d. Z. noch einmal zur Hand zu nehmen, resp. unfern dortigen Artikel noch einmal durchzugehen, — und sie werden sicherlich Das nicht finden, was uns der geehrte Nackeler Correspondent heute so gern aufbürden möchte, nämlich daß wir überhaupt -— und principiell — als „Verfechter der fremd geistlichen und Gegner der jüdisch-christlichen Schulinspection" aufgetreten wären.—- Unser Artikel in No. 3 ist durch und durch rein objektiv gehalten. Das Object unserer Besprechung war aber nichts Anderes, als Das? was wir aus der, den - quest.. Gegenstand behandelnden Nackeler Corresp ondLn'z^in No. 46 v. I. entnommen hatten. — Was nun vor Allem düs Factum selbst (nämlich Dr. Friedmanns Einsetzung zum Schulinspector) anlangt, so wünschen wir heute nicht minder warm, wie damals, , 0^33;"n in*»'■nar, d. h. daß wir recht bald die Zeit begrüßten, wo „alle unsere Rabbiner und" Prediger sich mit gleicher Liebe und Wärme (wie vr. Fr. in N.) des Jugendunterrichtes annähmen und dahin streb-