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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-09-10 · Heft 37 (10.9.1861) · p. Seite 529

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 37 (10.9.1861)
Date
1861-09-10
Page
Seite 529 (sequence 3)
Language
German
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für die Kleinigkeit zu Gefallen thun, sich taufen zu lassen!... Nun, das müssen recht dumme Fliegen sein, die sich von solchem Leim fangen lassen; dieser. Weihrauch riecht doch .so abständig, daß keine feine Nasen dazu gehören, um sich davon abzuwenden. : Wir wollen hierfür doch einige Thatsachen anführen. Literarischer Wochenbericht. Magde b ü r g, im August. Von - dem im ersten. Jahre des Instituts zur Förderung der israelitischen Literatur.von diesem herausgegcbenen dritten Bande der Geschichte der Juden von vr. Grätz erscheint fetzt in einer-Leipziger Buchhandlung eine zweite Auflage. ' Es ist gewiß eines der schönsten Erfolge des Instituts, aus di? Belebung der jüdischen Literatur so nachhaltig zu wirken und dieser immer mehr ein ausgedehntes. Publikum zu schaffen. *) —. Die >,Köln. Ztg." schreibt.aus Köln vom 28sten: „Morgen — Donnerstag rrri wird btc; feierliche Einweihung der Hierselbst neu erbauten Synagoge stattsinden. Zur Erinnerung an diese Feier,, die zwar zunächst für die Hiesige israelitische Gemeinde von hoher Bedeutung ist, jedoch mit Rücksicht darauf, daß *) Wie muß sich Herr Steinschneider in Berlin über solche Erfolge ärgern! Es ist daher erklärlich, daß er neuerdings wieder Gift und Galle von sich gegeben hat, ohne daß die Autoren des Instituts anders als darüber lächeln, das Publikum aber irgend eine Notiz davon nimmt. Wir h aben früh er wirklich geglaubt, daß die täglich e Noch das Gemüth dieses Mannes vergiftet habe, und fänden darin eine Entschuldigung; jetzt aber, da er die Beschwörung der Juden in Berlin zu einem reichlichen Erwerbe erhalten hatwas treibt ihn nun zu diesem unsittlichen.Gebühren, in welchem er z. B. vr. Grätz einen „Dieb", nennt! Merkwürdig bleibt es, daß zu aller Zeit die Schartekenkrämer "'und.die Büchertitelwürmer die größten Schrei- und Schimpfhälse gewesen sind. Für sie steht Niemand aus der Höhe der Wissenschaft — o, mißbrauchtes Wort! der irgend einmal eine falsche Jahreszahl einer alten vergessenen-.Schrulle sich hat entschlüpfen lassen! Wir verfahren anders, -Wir wissen bei einem Bauwerke die Arbeit selbst des Kärrners, der den Bauschutt wegschafft, zu achten, denn auch e r ist nothwendig : nur muß er sich nicht unter die Baumeister und Maurerpolier, unter die Werkführer und Gesellen zählen wollen — da bleibe er weg, denn das ist seines Werkes nicht! Will sich übrigens Herr Steinschneider dafür, daß ihm vor Kurzem seine vielen Schnitzer und Lücken in der Zeitschrift der „Deutsch-morgenländischen Gesellschaft" nachgeiviHen worden , an -uns rächen immerhin ,'wir achten aber auch.nicht:/-v; die neue Synagoge in der Reihe-prächtiger monumentaler Bauwerke, ivelche unserer Stadt zur Zierde gereichen, eine sehr namhafte Stelle - einnimmt, auch-mit vollem Recht die Theilnahme der gesammten Einwohnerschaft in Anspruch nimmt, hat der in seinem Fache rühmlichst ausgezeichnete Künstler, Herr I:. Wiener zu Brüssel, eine meisterhaft ausgeführte- Denkmünze .geschnitten, die auf der Vorderseite das Aeußere: des Tempels, ausder Rückseite das Innere desselben darstellt. Diese Medaille, etwa 2*/2 Zoll im Durchmesser Haltend; die wir schon wegen ihres künstlerischen Werth es der Beachtung empfehlen dürfen, ist der Buchhandlung von A. Bädeker hierselbft zum Debit übergeben." Das „Deutsche Museum" von Prutz enthielt neulichst folgende schöne Recension des jüngsten Werkes von vr. Kayserling. - -■ „Von Dr. M. Kayserling, einem Berliner Gelehrten, welchem die: Geschichte der Juden und der jüdischen Literatur bereits verschiedene werthvolle Beiträgeverdankt, liegt ein neues Werk verwandten Inhalts vor: „Die 'Juden in Navarra, den Baskenländern und auf dev Balearen"- (Berlin, Springer). ‘Dasselbe bildet gleichzeitig den ersten Theil einer „Geschichte der Juden in Spanien und.PortugäV* also eines Unternehmens, - das, wie der Verfasser sehr richtig bemerktzu umfangreich und mit zu vielen und verschiedenartigen Schwierigkeiten verknüpft ist , um auf einmal fertig vor -die > Oeffentlichkeit zu treten. Das gegenwärtige Buch, das sich auf gewisse ,-besonders' interessante Länderstrecken der pyrenäischen Halbinsel erstrecktist daher gewissermaßen -als Vorläufer und Probe - des vollständigen Werks zu betrachten. Und zwar ist-es-eine Probe, welche die -glänzendsten Erwartungen - rechtfertigt; der Verfasser -bekundet darin ebenso viel Fleiß sin Erforschung der größtentheils sehr weit zerstreuten Und schwer zugänglichen Quellenwie -sichern historischen- Blick sin Anordnung und - Entwickelung des Stoffs. Die chyrenäische Halbinsel ist bekanntlich derjenige Fleck der Erde außerhalb ihres alten- Stammlandes, wo die Hudenden meisten Einfluß;- das meiste Ansehen und die größte eulturgeschichtliche Bedeutung erlangt haben; nicht unähnlich den spanischen Mauren, mit-denen sie denn auch von Zeit zu Zeit: dasselbetragische Schicksal theilen, bilden sie! eins der wichtigsten Fermente nicht nur in der ältern Geschichte Spaniens, sondern auch in - der kulturgeschichtlichen Entwickelung des Mittelalters überhaupt Auch aus den Gruppen, dieuns in dem Kayferling'schen Werke vorgeführt werden, tritt uns eine Menge interessanter nnd

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