Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 36 (3.9.1861)
- Date
- 1861-09-03
- Page
- Seite 518 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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518 2); H. fragt ferner, „daß ja für ^8721122 822 2do die Ansicht des Rambam über ibiv ^^iv b2iv 272 872t: 2"">2 ohne Folge ist", hat, aber nicht begriffen, daß R. sich auf Jebam. 71. .^bezieht, wo es von 9112512p nos heißt 2122122 orrnöb iw. Wenn sie nun nach R. ir572ir) 2292 1201273, also nach Rambam cp&wü waren, so konnten sie es wohl 2873U22 bringen; aber wie stimmte das zu 222t32 12^202 w? Nach Rabed allerdings, der einem lbb'h 221273 2irp das nos zu bringen erlaubt, wäre dies 22202 zu nennen. 3) H. findet „lächerlich", daß R. sagt v: 22173 .ih'b'h Eniaw oinusb 2211 21122, ü'bb'Hh, „als ob dies nicht Pflicht wäre, und als ob man gar erst nach iz)72U5 2292 die Schechitah und Serikah vornehmen könnte"; hat aber R. gar nicht verstanden. Es heißt ja: 2112 es ist besser, daß die wenigen Reinen Schechitah und Serikah für die Unreinen vornehmen, als daß diese es '8731122 bringen, obgleich dieses bei Oi873t2 22 gestattet ist. 4) «§. meint, daß man unter den Umständen gerade den wenigen Di2i2t3. möglichst viel Zeit gönnen müßte; was aber R. gar nicht in Abrede stellt, aber doch so, daß die andern Verrichtungen erst nach ib'292 und zwar von den 0*^92 selbst 21222 vorgenommen werden können. 5) H. findet es „lächerlich", zu sagen 21L72 22^211 22912273 2m'' 222O2, weil 15118 12212 “Pm 2872112 121D 20£>b, „da ja der 873t2 21N1 es 1112822 nicht darbringen kann." Darin liegt ja aber eben der Beweis. Die Schrift ließ lieber den 820 2^ es 1:122 also 8biü 22SD2 aber 22202 bringen, als 129122 aber 2872102, weil 212912272 221"> 22202 2lit72 22"»2N. Hier heißt es bbt2 T’21732 b9 ->2ä£22! 6) Das „Lächerlichste aller Lächerlichkeiten" ist Herrn. H., daß die untergeordneten Beschäftigungen, wie 211212221 u. dgl., den Ausschlag geben sollen, daß auf sie sich 2227272 2112227 bezöge. Aber Herr H. vergißt, daß ja Tossaphot erklären, es beziehe sich das 210221 2227272 in Jos. nicht, wie im Pentat., aus die 201212, sondern auf die 2ib°>28, die Abends, also am 15ten geschah, daher 2227272 der 16te ist; und um diesen vom Pentat. abweichenden Gebrauch zu erklären, nimmt Rap. an, daß bei i"d die Zubereitungen selbst zum Theil des Abends geschahen, mithin die Abweichungen vom pentateuchischen Gebrauch, 2227272 auf die 2b">28 zu beziehen, um so begründeter ist, als ja die Zubereitung ohnehin nicht am Tage abgethan, und in 2bi38 -J72T noch eingeschlossen war. 7) Die einzige erhebliche Einwendung des Herrn H. ist: wie n2üp2 am Abend geschehen könne, „da">2bn o"'2 V>22p V’8 bin?" Das gilt aber nur nach R. Akiba, nach R. Jischmael ist es erlaubt; aber auch nach R. Akiba ist es erlaubt, wenn 22122 2V2ib n"vb2, und wir können das von '12121 20O mit demselben Rechte supponiren, wie Talm. Pesach. 59 b den Vers ^bi 8b erklärt 221252 2T’2b bni!5 2"">2. 8) Endlich „beruht ja das Ganze", meint H., „auf einem durchaus falschen Verständnisse.der Talmudftelle, indem nach der Annahme '«721 b2p72 b29 ja die ni8T2 längst vor dem lOten geschehen sein konnten." Aber ist denn das R. entgangen, da es ja Raschi zur Stelle mit ganz deutlichen Worten auseinandersetzt? — Allein R. nimmt an, daß die 28T2 erst am lOten geschah — was sogar nicht unwahrscheinlich ist, da bei Manchen, die unmittelbar vor dem Aufbruche aus der Wüste noch einen Todten bestatteten, erst der lOte 12872112b £ du n?ar — um eben das 2227272 als den 16ten Nißan damit zu erklären. — Wollen. wir nun auch nicht für die Erklärung R.'s einstehen, so müssen wir doch gestehen, daß dieses vielfältige „Lächerlich", selbst „abgesehen" von der Schicklichkeit (da Herr H. so vielmal „abgesehen" hat), sich sehr sonderbar in dem Munde eines Kritikers ausnimmt, der den Autor so wenig begriffen. — Hervorzuheben ist, was der verehrte Vers. S. 6 über Ethrog ansübrt, wie nicht minder seine Bemerkung (S. 8) über das bei Maim. Korban Pessach 2. angeführte 1^01:8, statt des im Talmud befindlichen y2-'T72. Sehr beachtenswerth ist der aufgestellte Grundsatz, daß Onkelos da, wo die Beobachtung einer Tradition dem Volke obliegt, konsequent derselben in seiner Uebersetzung Rechnung trägt, minder aber, wo diese das kundige Beth-Din betrifft, wo kein Jrrthum zu befürchten, wie bei y>9 '22 yy; nicht minder interessant ist die damit erklärte Piutstclle in 2128 2b232 (S. 11). — Dagegen scheint uns die Behauptung, daß "'272282 pi22i Deut. 25, 9. durchaus uneigentlich zu fassen sei, nicht stichhaltig. Es ist klar, daß 0">2O im Hebräischen, also auch 01:02 eben so gut uneigentlich, wie eigentlich gefaßt werden kann, gerade wie im Deutschen: Angesicht. Wir sagen: ins Angesicht sagen (uneigentlich), und: ins Angesicht speien (eigentlich). Da wir nun 71:22 2!p2'n ganz sprachgemäß mit: „vor ihm" übersetzen können, so wäre es willkürlich, es mit: „ins Angesicht" zu übersetzen *). Aber daß v»:d2 nie im eigent- *) Gerade das Gegentheil. Willkürlich ist es, '202 p2*> einmal „ins Angesicht speien", ein .ander Mal