Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 33 (13.8.1861)
- Date
- 1861-08-13
- Page
- Seite 479 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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m ge füg i ges Werkzeug des frühern Systems g ew esen und daß die frühem Jahrgänge des „Ben Chananja" voll sind von den Belobungen der Herren vvr. Haas, August und anderer sogenannten böhmischen Beamten,'die daselbst treulich abgedruckt stehen!! Die ungarische Presse möge sich aus den altem Jahrgängen des Ben Ehananja von dem Gesagten überzeugen!! D. Oppenheim, Rabbiner. ' Frankreich. Paris, 5. Mgust. So eben kommt uns der Rechenschaftsbericht berAlliance israelite universelle über ihre Jahresversammlung am 30. Mai c. zu. Wir haben allerdings aus ihm, was die Thaten und Erfolge der Gesellschaft betrifft, Nichts hervorzuheben, da sich dieselben, in Facten noch nicht darstellen, ohne daß wir ihr daraus einen Vorwurf machen, da die Zeit ihres Bestandes noch kurz und ihr eigentliches Ziel und Streben nochwenig consolidirt ist.Sie zählt jetzt 815 Mitglieder, von denen 245 auf Paris,' 347. auf das übrige Frankreich, 99 auf Algerien, 99 auf Italien, 8 aus die Schweiz,IV auf England, 5 auf Nordamerika, 5 aus Baden, 4 auf die deutschen freien Städte, 3 auf Rußland, und auf ändere Länder je 2 oder 1 kommen. Aus der Debatte entnehmen wir, daß die Alliance einen Dank an Bayern für die jüngst erfolgte Aufhebung einiger Beschränkungen richten will. Wir wünschten, sie unterließe dies. Denn nützen kann es gar nichts, wohl aber unfern zahlreichen Gegnern eine Handhabe geben, als ob wir Juden in Paris eine französische Propaganda sitzen hätten. Bedeutsamer ist, daß die Gesellschaft zwei Preisfragen ausgeschrieben. Die erste, auf deren beste Beantwortung eine goldene Medaille von 1900 Franken (2662/a Thal er) ausgesetzt ist, lautet: „Nachzuweisen, welche Elemente "hinsichtlich der religiösen und moralischen Dogmen das Judenthum den Religionen übergeben hat /' die ihm' nachfolgten z zu beweisen, daß die Moral, welche aus der Gesammtheit der religiösen Docümente des Judenthums ersließt, den Vergleich mit der eines anderen Volkes oder einer anderen Religion nicht zu fürchten hat." Die zweite Preisaufgabe, deren Lösung eine goldene Medaille von! 500 Fr. (4Ä9 Thlr.) erhalten soll,- betrifft den Gegenstand: „Die gegenwärtige Statistik der jüdischen Bevölkerung in allen Ländern'des Erdballs aufzustellen, ihren moralischen und und materiellen Zustand, ihre; Gewerbe und ihren LchevserweBizu/prüfen, vor Allem den Einstuß zu zeichnen, welchen auf ihre Lage die mehr oder weniger große Summe von Freiheiten geübt hat, deren sie in den verschiedenen Landern tssellhastig sind." Die bezüglichen Abhandlungen können in hebräischer, lateinischer, französischer, -italienischer, spanischer, deutscher oder englischer Sprache abgefaßtssein/ sind müssen über die erste Preisaufgabe bis zum i sten März 1862, über die zweite bis zürn isten März 1863 an das Secretariat der Gesellschaft eingesandt werden, und zwar dergestalt, daß der Name des Verfassers m einem versiegelten Billet steht, das mit einer Aufschrift versehen ist, die sich gleichfalls -äusder Abhandlung befindet. A n z e r g o rr. Ein jüd. Religionslchrcr,, welcher zugleich Schöchet und Vorbeter ist, womöglich unverheirathet, uns zu Mitte Octoberd. I. zu engagiren gesucht'. . .Verhalt Thlr. 200. p. a. Bewerber wollen ihre Zeugnisse franco richten an den Vorstand der Synagogen - Gemeinde, , r L. Frohnhausen. Ellrich, Neg.-Bez. Erfurt, Juli 1861. Gesucht; ein - musikalisch gebildeter. . Vorbeter und Schächter in S chweri n (Mecklenburg),-zu Michaelis d. I. — Fester Jahresgehalt 250 Thlr. Pr. Cour. , daneben Sporteln. Portofreie Anmeldungen nimmt entgegen der dortige Vorstand. Die Stelle eines Cantors und Schächters in hiesiger Gemeinde ist durch den Tod des Vorsängers vacant und wird hiermit zur Wiederbesetzung ausgeschriebeNi " Die Bewerber um diese Stelle haben sich unter Einsendung ihrer Zeugnisse über ihre musikalische Bildung u,w ihxxn Weng religiösen Lebenswandel bis zum 3Isten August d. I. bei der Unterzeichneten Vorsteherschaft zu melven. Gewünscht wird noch, daß der Bewerber nrto sei. Dagegen wird dem anzustellenden Vorsänger und, Schächter eine angemessene Besoldung zügefichert. Cndingen, in der Schweiz, den 29. Juli 1861. ' Namens ver Gemeinde: Der erste Vorsteher: Moses Sat. Dreifuß, Der Gemeiydeschreiber: Sall Wyler. Än.n o n e e. . Es Wird.eine neue, oder noch wenig gebrauchte gute N-iin -wv anzukaufen gesucht. Frankirte Offerten wolle matz chardW..ay;J. A.Meumark Söhne Ln W.ittmund in Ostfriesland, Königreich Hannover, dichten, 33 * *