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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-08-13 · Heft 33 (13.8.1861) · p. Seite 478

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 33 (13.8.1861)
Date
1861-08-13
Page
Seite 478 (sequence 10)
Language
German
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478 Usherigm. Tendenz treu bleiben, j vorMögesM. daß es iy^der,-Folge noch nöthig sein <Ollte> MDunsten der Ewaneipatiyy/ zv-: plaidüen. ^Mm^nMmftyev-Gcriöler -hat vor, einigen Wochen.die- Leser eines auskändsis ch en, dem „Ben Ehananja" aus; begreiflichen Gründen; nicht gewogenen *) Blattes - mit Schmähungen gegen,, mich.regalirt.; Ich brauche diesen Schmähung en gegenüber nur auf die Organe der ungarischen Presse.,zu verweisen. Uebrigens haben sich, ausländj sch.eHesechrtq^die .keine ungarischen Blätter lesen, von^jeneyfSchmähungen,feigeNHnonymität nicht, irre ma^en -, lassen. Ihre Beiträge zieren, nach wie., vor diese Matter) den bisherigem.gelehrten Mitarbeitern in Deutschlandhat sich vor,Kurzem herrühmlichst bekannte Geschichtsschreiber No. Wren er in Hannover re. 2c. angeschloffen." Welche feine Polemikvon. dem großen Organisator der religiösen Angelegenheiten, von dem Begründer des projectirten Culturvereins in Ungarn?!**).. Herr, Low ist in,Bezug auf die EMncipationsfrage, zu deren Gunsten zu plaidiren er vor, Kurzem es nicht wehr für nöthig hielt, obschon die Organisation und der. CulturWein nicht.voraus erfolgten, sich7treugeblichen!-.;No^29 faselt, derselbe wiederum, so viel von Cultür u. dgl. und stellt als conditio sine qua, non der,Emancipation der Juden eine derselben vorhergehende Organisation der religiösen Angelegenheiten ciuf!/i--7 Wu hat aber ein unberufener Scribtcr in einem-ausländischen Blatte, oder, offen gesagt, in dieser Zeitung Herrn Löw mit Schmähungen regalirt? Sind die kleinen Rügen gegen, dessen Betragen bei der berüchtigten Conferenz und dessen darauf erfolgte „Erklärung^ etwa Schmähungen zu nennen? Herr Löw hat,-.noch die Stirn, sein Benehmen bei, dieser^traurigen Affaire,Vas er lieber klüglich ignoriren.solltezu wertheidigen?! Es ist wahrlich unter allen. Begriffen der, Ehrei und des Anstandes- Herrn Löw in seine Po- ,. lemif; zu.folgen,, darum scheiden wir lieber von dieser unangenehmen- Angelegenheit und wenden uns zu der *)- Wir fordern Herrn Löw aus, nachzuweisen, wo er auch nup,einWort gegensein Blatt in dieser Zeitung gefunden.,, > c :,,Die Redaction. **) Nach dem Protokoll der Pesther Gemeinde hätte Herr, Löw vdn einem Cultus-Verein gesprochen, wohingegen in dessen „Erklärung", nur von einem Culturverein die Rede war. -Die Pesther illustr. Iudenzeitung rügt diesen Widerspruch und Herr Löw ist die, Aufklärung schuldig, gebliebenC o r r e sp. Thätrgkekt. des -iLr^sfita magyareWtet „ - der- mehrere Druckwerke vorbeveiwt.' Der, genannte.Vereinegeht damit. um, „die an den israelitischen Schulen, gebräuchlichen Lehrbücher durch bessereden Ansprüchen des Judenthums entsprechendere, vom vat er l andü sch e n Geiste getragene zu ersetzen." Ein an die Gemeinden versandtes Circular kündigt, das bevorstehende Erscheinen eines „ersten hebr, Ungar, deutschen Lautir- und Elementar-Lesebuches" an und fordert zugleich auf, die Zahl der. abzunehmenden- Eremplare anzugeben. Wie man hört, haben viele Gemeinden, das Circular, ad acta gelegt, weil der Preis (50 Rkr.) für eine Fibel viel zu hoch ist. . Indessen verdient, das Unternehmen thatkräftige U nt.e-r stü tz un.g,, da, M davon - in Zukunft günstige Erfolge erwarten lassen. Es hat wohl die österreichische Regierung unter; dem Cultusminister Thun die Fibel und das. erste Sprach- und Lesebuch rc..in ungarischer Sprache und zwar von Hrn. Rabbiner L ow für die jüdischen Volksschulen in Ungarn bearbeiten lassen-, und.diese .Volksbücher sind in den jüdischen, SchulennAngarns zahlreich verbreitet. Allein die von Herrn Löw, bearbeiteten Bücher,- Mel und Sprachbuch, sind bekanntlich bei den Lehrern noch weniger.beliebt, als die deutschen, die ebenfalls einer strengen Sichtung und Ausscheidung christlicher Elemente bedürfen. .Wir machen daher den genannten Verein aufmerksam, bei der Auswahl der Lesestücke sehr kritisch zu Werke zu gehen. In der ungarischen Fibel des Herrn Löw heißt es S. 33: A serlöst meghizlaljak, es beiöle Imst es szalonät kapunk! d. h-. Die S chw e in eh alten wir, d a m i t wir davon bekommen Speck und Schinken! Schreiber Dieses.war Augenzeuge, mit welchem Befremden und Staunen die' kleinen, sechs - j a h r i g e n.Schüler die Uebersetzuug dieser Leseübung vom Lehrer, anhörten! In der beutfchm Fibel für - israelitische Schulen, welche Herr Grünhut in Prag bearbeitete, fehlt diese^Passus, und Herr Löw hat dies aus, b*et Ungar. Fibel für die katholischen Schufen stehm;lassen^ Indessen, giebt es, wie, mir ein praktjscher Lehrer - sagten dergleichen Schnitzer ,in dem A-B-E-Büchlein garwiele! Möglich, daß diesauch, zu der religiösen Organisation und, der socialen Verschmelzung der Christen und Juden gehört (Herr Kärolyi. machte ja das „aus .einer Schüssel essen" zur Bedingung),; und wir überlassen eS Hrn. Löw, in einem historischen Artikel weitläufig seine organisatorischen Ideen zu entwickeln. Nur das Einzige wollen wir uns ad notam nehmen: daß Hm Löw stets ein

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