Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 31 (30.7.1861)
- Date
- 1861-07-30
- Page
- Seite 448 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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448 Helm! Möge Das astsehende. Auge.W Höchsten ferner ■jÜxx chn wachen, n lebemoM lange! .Stimmen sie' ejvs, mit uns ruft Ls das -ganze deutsche Vaterland, er Ufo hoch! Amen! Amen!" Ein feierlicher Choral folgte Liesen Worten, die einen lauten Wiederhall fanden. Unter Trompetenschall begann das Fest in üblicher Weise, die bekränzte Krone ward empor gezogen, die Giebelsprüche von Jubelruf begleitet erschallten, die zahlreichen beim Bau beschäftigten Techniker und Arbeiter wuchen reich beschenkt, und überließen sich der Heiterkeit bis zum Sonnenuntergang. Das herrlichste Wetter begünstigte das frohe Ereigmß! * Oesterreichischer Kaiserstaat. Pesth, 27. Juni. An die Erlauer Comitats-Commisston kam aus der Stadt Maklar die Anfrage, ob die Juden nach dem ungarische konstitutionellen Gesetz Urbarialgründe kaufen dürfen, denn es liege ein Fall vor, wo. ein solcher Kauf beabsichtigt wird. Nach einer längeren Debatte pro und contra wurde beschlossen, dem betreffenden Stuhlrichter Auftrag zu geben, daß er nach dem Wortlaut des Gesetzes verfahre, welches — die Juden hiervon ausschließt. Krakau , im Juni. Am 11. d. M. wurde in hiesiger Stadt der Grundstein zu einem neuen jüdischen Krankenhause gelegt. Auch denkt man jetzt ernstlich daran, hier ein Rabbiner-Seminar zu errichten.*) ' , (Ha-Magid.) Frankreich. ■ Paris, im Juli. In der letzten Zeit ist sowohl in Algier als in Lyon eine Frage wieder aufgetaucht und beginnt vielfach ventilirt zu werden, nämlich: ob die jüdischen und protestantischen Soldaten gezwungen werden können, dem katholischen Gottesdienste, wenn ihre resp. Compagnien zur Anwesenheit cömmandirt sind, beizuwohnen und auf das Coinmando ihres Officiers die Kniebeugung zu vollziehen. Es ist dies ein Fall, der von jedem Grundsatz der Gewissensfreiheit aufs Entschiedenste beantwortet wird. Aber die französischen Militär-Reglements enthalten darüber noch nichts. Das Consistorium von Nancy hat sich des¬ *) Unter der Direktion des jetzigen Rabbinen würde das was Schönes werden! Die Redaction. halb W das-MM-NoriNm gewendet. Das uoueste Hrft des bien ä'Israel enthält darüber Ausführliches. Rußland. Warschau, 16. Juli. Die erste vom Generaladjutanten v. Suchosanet als. Statthalter unterschriebene und publicirte Verordnung des Administrationsraths vom 12. d. M. betrifft die: Ertheilung des Rechts zur Wahl der Madträthe (Stadtverordneten) für die Stadt Warschau und sechzehn^ der größten Städte Polens, als : Lodz mit 30,000 Einwöhnerü, Kälisch und Plock mit je 13,000, Lublin mit 18M0, Luwatki, Petrikau und Zgierz mit je 12,500, Radom und Czenstochau mit je 10,000, Siedlce, Wloclawek und Lomza mit je 7500, Pultusk, Sandomir, Kranostaw und Kielce mit je 4000—4800 Einwohnern. Es sind dies alles Regierungsstädte und Kielce ist die einzige Stadt Polens, in welcher keine Juden wohnen dürfen; in den andern genannten sind dieselben sehr zahlreich. In all' - diesen Städten werden also die Juden, wenn sie gewählt werden, in den Stadträthen Platz nehmen. Schaulen, 30. Juni. (Privatmitth.) Die Angelegenheit zu Schauten will eine abominable Wendung nehmen. Zwar hat der Kr. Gouverneur die Sache der Wahrheit gemäß mit aller Strenge und Aufrichtigkeit verfolgen lassen, die Leute haben sich aber an eine höhere Instanz gewendet,- an den Justizminister, und dort scheint die Sache, anders betrachtet zu werden, Man ist bei uns noch nicht überzeugt, von der Nichtigkeit. dieser Anklage trotz der vielen Promemorias, die dagegen geschrieben und eingereicht worden sind. Unlängst Hat Professor Chwolson einen sehr weitläufigen Artikel über einige Anklagen gegen die. Juden im Mittelalter und besonders über die Blutbeschuldigung in russischer Sprache abdrucken lassen. Der Redacteur. des Bäzswet, §en Rabinowitsch, welcher eher zu den E ich en als zu den R o h r e n gehört, ist, wie cs scheint, durch persönliche Ursachen gezwungen ,- die Ausgabe gänzlich einzustellen. Vom 1 ften Juli an wird das Organ -unter dem Namen Zion von den Herren vr. med. Em. Saloweitschik und vr. Pinsker (Sohn des. bekannten Verfassers des Likute Kadmonioth) fortgesetzt, „ G ord om