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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-07-30 · Heft 31 (30.7.1861) · p. Seite 447

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 31 (30.7.1861)
Date
1861-07-30
Page
Seite 447 (sequence 9)
Language
German
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seines edlen Wirkens. Die - Gemeinde fühlt sich tief vemaif't. : 1 : ■ ■■ ■ - München, im Julü (Privatmitth.) Zum Prediger und Religionslehrer der hiesigen Gemeinde ist Herr Dr. Herrmann Engelbert, bis jetzt Prediger in Elberfeld; erwählt worden.; Aus der Pfalz, 15. Juli. (Privatmitth.) Auf welche Weise die Hyperorthodorie ihr System durchzuführen gewillt ist, davon zeugen die größten Jntriguen, die sie überall spielen lassen, namentlich um für ihre Organe Leser oder vielmehr Abonnenten zu ergattern. Sie gehen dabei geradezu wie die Missionäre zu Werke, und übertreffen diese noch an Zudringlichkeit.; ' E.s wird dieser Partei aber nicht gelingen, mit ihrer :Hierarchie. hier ducchzud ringen, denn in der ganzen Pfalz findet sich kein Leser des Mainzer „Israelit^ Und ich glaube auch nicht zu irren> wenn ich behaupte, daß die Pfälzer Israeliten einem solchen Schand- und Schmähblatt keinen Vorschub leisten wollen, denn mit solcher Speise nimmt kein Pfälzer Israelit vorlieb; das Mainzer Blatt kann sich nur Abonnenten seines Gelichters suchen ,' in der Pfalz macht es Fiasko. Die Welt läßt sich nicht mehr zurücksühren und sichnicht mehr vorspiegeln, daß mit der Abschaffung eines oder nv-iD2 - Schlagens die Religion in Gefahr sei. Nein! Ihr Jeschuruns - und Mainzer Israeliten-Genossen, bannt die Welt nicht mehr mit euerm Zauberstabe. 5tdV:i 12b rva 'n Tifcia Die Welt schreitet voran im Lichte des Ewigen und wenn auch einzelne Finsterlinge, die das Licht scheuen, ihr Koboldwesen noch eine Zeit lang forttrieben, der Helle Tag ist da und sie werden verschwinden wie Gespenster der Nacht. - Ehrlich, Lehrer. ■ Preußen. Berlin, 18. Juli. (Privatmitth.) Der Bau der neuen 'Synagoge, welche nach einem großartigen Plan angelegt ist, und wohl eine halbe Million Thaler kosten dürfte, schreitet rüstig vor; gestern hat bereits das Richtfest derselben stattgesunden. Auf Einladung der'Bau-Commission waren die Mitglieder des Vorstandes und der Repräsentanten, quasi als Bauherr, dabei erschienen. In Abwesenheit,des Bauraths Knoblauch gab der Baumeister Hähnel einen Bericht über das bisher Geschehene/ wies auf die Bedeutung so großartiger Bauten' für Stadt und Bewohner, besonders einer Synagoge hin, und lud den Gemeinde- Vorstand ein, das Richtfest zu eröffnen. Der Vorsitzende desselben Commerzienrath Carl Heymann folgte der Einladung, und betrat das Gerüst mit den Worten: „Dank und Preis dem Ewigen in der Höh', der uns bis hierher hat geholfen!" Demnächst sprach er in gewandter Rede Namens der Gemeinde den Dank aus der Bau-Commission, die das große Werk bisher geleitet und überwacht, und den Bauleuten, die mit «-geschickter Hand es ausgeführt. „Möge der Segen des Herrn dasselbe begleiten, wie bisher, damit gefördert und vollendet werde das Haus zum Ruhme Gottes und zur Zierde der Stadt, möge es noch nach Jahrhunderten Zeugniß davon geben, daß der Sinn für Gottes Verehrung und Andacht in Israel nicht erstirbt; möge es sein ein Tempel geweiht und geheiligt dem Herrn der Welt und des Lebens, würdig dessen, dem er geweiht; mögen die Gebete, welche darin zum Lenker aller Dinge emporsteigen, inbrünstig und aufrichtig sein, und Erholung finden , wenn diese zum Wohl der Betenden, mögen sie aber auch zeitgemäß sein in Form und Inhalt! Von der Kanzel vernehme man keine andern Worte, als Worte der Liebe, Worte des Friedens, der Eintracht und der Versöhnung, Worte, die vom Herzen kommen und zum Herzen gehen. Mögen Alle, die Trost suchen, in dem Hause des Herrn ihn finden und dasselbe' getröstet, gestärkt und gekräftigt verlassen! Oester aber noch kommen Andächtige hierher, um den Dank auszusprechen für die göttliche Gnade, für das Glück und die Wohlfahrt, die der Schöpfer seinen Kindern täglich angedeihen läßt, und wir, m. H., wir können dieses. Fest nicht schöner feiern, als wenn wir damit beginnen, dem König aller Könige Dank, innigen Dank zu sagen, für die Gnadedie er unserm Landesherrn erwiesen, für den Schirm und. Schutz, den er ihm hat zu Theil werden lassen in der Stunde, der Gefahr, daß er zittern gemacht die mörderische Hand des Verbrechers, daß er gnädig abgewendet die Folgen der - fluchwürdigen That, und erhalten hat den König von Preußen, der nur das Rechte und Gute will, und dem das Wohl seines Volkes am Herzen liegt, unsern König Wiln

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