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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-07-30 · Heft 31 (30.7.1861) · p. Seite 445

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 31 (30.7.1861)
Date
1861-07-30
Page
Seite 445 (sequence 7)
Language
German
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445 hams Handlungsweise' wird hier der Jugend als eine wahrhaft-tadelnswerthe dargestellt, während, sie nach 1 M. 47, 19. u. 21., so wie 21,' 11. '5 tjb N^ipr— eine vollkommen gerechtfertigte war. — Die Erfüllung des göttlichen Gebots der Beschneidung von Seiten Abrahams wird mit folgenden Worten Vargethan:.,, Zum Zeichen seiner Verbindung mit Gott unterwarf er sich mit allen seinen Söhnen und männlichen Sklaven der Beschneidung, wodurch seine Familie ein geschlossenes Ganzes bildete und sich auch .äußerlich von den abgöttischen Völkern unterschied." — Wie aber ist diese Darstellung mit 1 M. 17, 10—14 .in Einklang zu bringen? — Indessen, was ist dem Rationalisten an solchem Einklänge gelegen! — - Bei aller der bündigen Kürze, deren sich Herr E. befleißigt, — und die er so weit treibt, daß er nicht selten sehr wesentliche Momente gänzlich verschweigt, — hat'er doch immer noch Raum und Zeit genug, wo es darauf ankommt, der oder jener biblischen Persönlichkeit einen Seitenhieb-zu versetzen. Einen solchen muß sich denn auch? Unsere fromme Erzmutter Rebekkah gefallen lassen, von welcher Verfasser — außerdem, daß sie Isaaks Weib geworden, — nichts weiter zu erzählen hat, als daß es eben „ihre List" gewesen, durch die Jakob den Segen des Erstgeborenen erhalten (§. 3). Joseph wird, wie sich von selbst versteht, der „Zwischenträgerci" und des „Uebermuths". b'ezüchtigt, während seine Brüder dagegen — ungeachtet ihrer so offen ausgesprochenen mörderischen. Absichten (ab inmnn *ob) — völlig frei ausgehen. Was Reubens und was Jchudas bessere Gesinnung documentirt vn bdr und — wird geflissentlich ganz ignorirt. Die glückliche Wendung, welche Josephs Geschick in Mizraim, genommen, — jene wunderbare „göttliche Fügung", aus welcher unsere Kinder so Vieles lernen könnten und sollten , — wird. Seitens des Verfassers, mit einem' einzigen und zwar folgendem dürren Sätzlein abgefertigt: „Hier (in Mizraim) schwang sich Joseph. durch Traumdeuterei zur Würde eines Groß-Veziers empor." Und von dem Charakter Josephs, — der ihm dem-Pharao gegenüber die Worte in den Mund legte nsna b'Cibs /H^bä,. so wie auch ndr-in nwV-p-'Nbrrr'i, und der ihn spater'seine Brüder trösten und belehren ließ ti'k annbrä vrirr rrb v^nbrrn n:n und auch bi -ob v^nbrr nnnn — hat Herr E. dev Jugend Nichts, gar Nichts zu erzählen? — Verlangen wir nun auch nicht, und können wir auch nicht verlangen, daß in einem kurzen Leitfaden dies Alles speciell gegeben würde, so sind wir doch nichts desto weniger der Meinung, daß ein Mann, der so dachte und sprach, daß ein Charakter, wie Joseph, der israelitischen Jugend — und sei es auch in noch so gedrängter Kürze, -— mit ganz andern Worten, als es bei Herrn E. der Fall ist, vorgeführt werden müßte (§. 4). Das Schriftwort nrnn ^bfc Dp*n (2 M. 1, 8.) wird als das Emporkommen einer „neuen Dynastie" ausgelegt, die Pharaonische Auslassung!-!73nb?3 n:tnpn ■’S'rrm auf die drohende Gefahr eines „Einfalls der vertriebenen Hyksos" hingedeutet, und endlich die Knechtung der Nachkommen Jakobs in Aegypten, — die doch nur die Erfüllung war Dessen, was Gott schon längst mit den Worten bi :nn yv (1 M. 15, 13.) dem Abraham angekündigt hatte, — für nichts Anderes, denn eine ganz natürliche Folge der „starken Vermehrung" (Herr E. sagt: von 70 auf 2,500,000 Seelen) und der durch diese erregten „ernstlichen Besorgnisse" angesehen und behandelt. Ueberrascht, und zwar angenehm überrascht wurden wir durch die von Moses verübte Tödtung des Aegypters (2 M. 2, 11. u. 12.) nicht, — wie bei Andern, z. B. auch bei Emanuel Hecht — zur Jnschattenstellung und Verunglimpfung des großen Gottesmannes ausgebeutet, sondern vielmehr als „eine That, zu welcher Moses von Gerechtigkeitsliebe und warmem Eifer für fein niedergedrücktes Volk sich hingerissen fühlte", bezeichnet zu sehen. Am Berge Gottes, am Chorcb, läßt Herr E. — obschon die Schrift ausdrücklich sagt um rrjorr (2 M. 3, 2.) —- den Moses nur „einen Feuerglanz, der das Gebüsch erleuchtete", erblicken, und was von Moses selbst mrn brrtfi nrr-wn genannt wird (15, 3.), will Herr E. für nichts Anderes denn eine wunderbar: (also doch wunderbare!) „Naturerscheinung" angesehen wissen. ' Daß die Unterdrückung der K. I. in Aegypten eine allgemeine gewesen, halt Herr E. für',,nicht wahrscheinlich" und beruft sich hierbei auf 1 Chron. 7, 21. — eine Stelle, die aber (wir bitten nachzuschlagen!) zu dem in Rede stehenden Factum auch nicht in der entferntesten Beziehung steht. — Das Pharaonische Gebot der Kindertödtung (2 M. 1, 22.) will Verf. nur auf die Gegenden „in der Nähe der Bauten" beschränkt wissen (§. 6). Für das große und ewig denkwürdige Wunder von Ü

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