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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-07-30 · Heft 31 (30.7.1861) · p. Seite 440

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 31 (30.7.1861)
Date
1861-07-30
Page
Seite 440 (sequence 2)
Language
German
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komannen in der Stadt Marbod's niederließen, find sicher Juden; bte .ui die früheste^ Zeiten hinausrnE^nden Gold-«? bitzdr^Aen^wKhl zuerK ^HetHeL^AtztKoxArAD> Mßch, Tacirus Germanien besuchte, fingen die alten Deutschen^gerade an, dem Verkehr mit dem beweglichen Eigenthum einigen Spielraum zu gewähren: „Die tiefer tm Lande an- %> Tj | ] I?? .£tili}!">?!!;£ M den kaiserlichen Namen rundlaufend und in der Mitte das ^Monogramm -des Namens, auf^dertz anderMSette aber^derWMmen desKVraAeZrtetz Knit^eOern^Kreuze m derU.«agm « J J > „Unter den Frarirer^ bildeten jedoch damals die "rn Handels- und Geldgeschäften thätigen Juden eine besondere zahlreiche Claffe der städtischen Bevölkerung; selbst gesiedelten Völkerschaften < bMeneuWch^ dabei fteilichnpch , des natürlichen'und einfachen Waärenäustausches.^ Derselbe ging nämlich dergestalt vor sich, daß zwei Hühner gegen eine Gans, zwei Gänse gegen ein Schwein, Pres Lämmer gegen ein Schaf, drei Kälber gegen eine Kuh/ ein gewisses Maß von Hafer gegen Gerste, von Gerste gegen Roggen und von Roggen gegen Weizen?gegeben.wurden. „Und wie.es HWn^unbMnnhkst,. aus.Zinsen zw leihen - und Wucher zu treiben, so kümmert sie auch der Gebrauch von Gold und Silber wenig, indem bei ihnen silberne, ihren Gesandten und Heerführern zum Geschenk gereichte Gefäße nicht höher als die irdenen geachtet werden. Nur die den Römernnäher, wohnenden Stämme" — die Ubier am rechten Rheinufer bis zur Mündung des Main standen schon zu Cäsars Zeit mit den Galliern-in Verkehr — „namentlich diejenigen, welche am Ufer des Rheins Wein zu kaufen, pflegen,' wissen des Handels halber bereits Gold und Silber zu schätzen und kennen auch das Gepräge des römischen Geldes.. Die alten und längst bekannten Serraten und Bigaten sind ihnen die liebste Münze; denn sie ziehen Silber dem Golde vor,- weil die Scheidemünze ihnen kleinere Einkäufe möglich macht." In den Uebergangszeiten/ wo noch wenig Geld in Deutschland umlief, während doch schondie? Gesetze die.Münzen zur Basis nahmen/ .war B. bei den Sachsen „unter einem Solidus ein jähriger Ochse zu verstehen, wie er gewöhnlich im Herbste beschaffen ist, wenn er von der. Weide - in den Stall gebracht wird. -Bei den Botrensen waren 20 Scheffel Roggen oder 1 '/r Sckeln Honig einem Solidus gesetzlich gleichgestellt." . Einige Jahrhunderte später dagegen sind die Franken mit dem römischen Geldsysteme schon völlig.vertraut. Sie trafen in Gallien das römische Gold- und Silberpfund an, welche, unter einander im Werthverhältniß von 12 :1, in zwölf Unzen oder vierundzwanzig Loth abgetheilt waren. Pipin verordnete 756 , daß statt 24 Schillinge fortan nur 22 aus der Libra geschlagen werden sollten, von denen ein Schilling dem Münzmeister, als Schlagschatz gegeben werden mußte; und Karl der Große führte den Zwanzig- Schillingfuß ein, wobei der Denar auf der einen Seite - dle Königs pflegten Mchs derselben fthren Zwecken zu bedienen. So hielt sich Chupench emen Hebräer, Namens. Priscus, um den Einkauf von Specereien zu be- .. sorgen.^. In Spanien, wohin sich die Juden vor den römischen VersÄgüngen ü'n^er Hadrian in großer Menge flüchteten, scheinen sie ebenfalls schon lange vorher ihre Verkehrsfäden, angeknüpst zu haben; und wenn später das . westgothjsche Gesetzvon„,überseeischenKaufleuten" spricht, welche in uralter Jnnungssorm unter eigenen Richtern den Einheimischen „Gold, Silber, Kleider und sonstige Zierrathen verkaufen" , so mögen darunter auch wohl „syrische" Geschäftsleute zu verstehen sein.' In Frankreich hielten die Juden/ vermischt mit den Resten der römischen Handelswelt, z.-B. in Marseille, während des fünften und sechsten Jahrhunderts so ziemlich die ganze Südküste besetzt; Papier, Oel, S'eidenwaaren und Specereien sind die' Hauptgegenstände ihrer ' Einfuhr. Sie konnten, aber damals wohl ' um so leichter den Verkehr mit den asiatischen Gütern betreiben, als sie gleichzeitig in Indien, von den eingebornen Fürsten die Stadt Cranganore zum Geschenk erhielten, ferner im Innern von Arabien, nicht weit vom heutigen Aden, das Reich Homerien gründeten,^ unpMlbst in China^ ansässig waren. Welche Achtung dabei ihr Handelsleben in Europa genoß, erhellt aus der Thatsache,' daß ein syrischer Kaufmann, der. das Christenthum angenommen Hatte,, sich 591 sogar das Bisthum von Paris verschaffte. Am Hofe des Königs Guntram von Burgund galt der Wein von Gaza in Palästina als das köstlichste Getränk; der Goldschmied des Königs Dagobert, der heilige Eloi, „kleidete sich in. Seide und ägyptische Leinwand, in seinem Gürtel Dunkelten die köstlichen Gesteine dis Morgenlandes"— nur jüdische Vermittlung' vermochte damals in den)' weiten Binnenreichen, denen noch jeder. Ansatz zu einem nationalen Handelsstande fehlte, solche orientalische Maaren zu beschaffen. >■"' ' „Wie die europäische Welt eine Menge aus Asien herübergeholter Fäden in ihre Cultur verwebt hat, ' welche noch in der Gegenwart eigenthümliche Gebilde Hervorrufen, so ist unserm Ertdtheil in den Juden' auch ein öko-

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