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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-06-18 · Heft 25 (18.6.1861) · p. Seite 351

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 25 (18.6.1861)
Date
1861-06-18
Page
Seite 351 (sequence 3)
Language
German
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cm , unk Mt i-hn vom--religiösen Unterricht der Jugend zurück:!): 7.: „In feinen-Kommunikationen mit Aemtern und Behörden steht der zweite Rabbiner unter der Controle des Borstandes. Schriftliche Berichte,- Gutachten und Zeugnisse darf, erohne dessen Genehmigung' nicht ertheilen und müssen dieselben mit dessen- Visa versehen seini Bei. sonstigen Eingaben und Anträgen darf der Vorstand.nicht umgangen werden." (Somit ist der Rabbiner nmr eine Gliederpuppe, die vom Drahte des- Vorstandes geleitet oder vielmehr gegängelt wird!-)- §. 9.: „Der,.zweite Rabbinerist nicht befugt, Vorschriften und Verbote in Religions- und Ccremonialsachen oder überhaupt Publicationen irgend einer Art ohne vorgängige Genehmigung des Vorstandes und Ausschusses der Gemeinden zu. erlassen, noch auch den Bann oder sonstige Strafen anzudrohen oder auszusprochen.^ (Der-erste Passtch.verbietet. eigentlich jede Antwort auf irgend eine Anfrage, und unter „Publicationen" könnte man jede literarische Arbeit verstehen. Dabet glaubte man nochdem Rabbiner den „Bann" verbieten zu müssen!) & 10.: „Die. .Ausübung seiner Amtsfunctionen darf der' zweite Rabbiner: dem. Einzelnen gegenüber wegendessen - persönlichen Verhältnisse oder wegen Nichtbeachtungvon Religions- und Ceremonialgesetzen nicht verweigern, noch an Bedingungen knüpfen, vielmehrhat.cr die-religiöse Handlungsweise eines Jedenseinem Gewissen zu überlassen." (Welche Stellung? für einen Rabbinen! Ist er hierdurch nicht, z.. B. gezwungen, - ein Paar zu trauen, das nach jüdischem? Ehegesetza unerlaubt! ist?)- Im§1 11. heißt es untev Anderm auch: „Jede andere Erwerbsthatigkeit ist mit seinem Amte unvereinbar."-Wer diese Instruction durchlieft, wird mit uns dieselbe für eine Schmach der Gemeinde erklären, welche eine solche ihrem- Rabbinen auftrlegt. . Warum -stellt. Ihr Euch einen Rabbinenan? Blos' daß er dann und wann eine schönklingende Predigt halte, .der Ihr nicht einmal beiwohnet-?- Also das sind die Männer-, die auf völlige Gleichberechtigung, die auf bürgerliche Freiheit Anspruch machendann aber-einen Druck ausübeneinen Geistesdruck, der dem pfäfstschesten Regiments Ehre machen würde;- die sich einen' geistlichen Führer.- wählen, ihn dannaberan Händen und Füßen binden/- daß er . ihnen nicht etwa v o-ran schreiten, sondern nicht einmal: n a.ch folgen? kann!? Wenn ein Rabbinervom- Religionsunterrichte ausgeschlossen; von der Jugend abgeschlossen, inder Predigt beengt, in-jeden: Gutachten, jeder schriftlichen Arbeite jeder Beantwortung? einer 'An-- frage;-jeder Uebung. einer ANttsfunction deck Cmsür und' Controls - eines- Gemeindevorstand etf, der * stoch Mzu' aüs Männern ohsts theologisches Wissen besteht, üttketwotfest ist— dann fürwahr! ist der Tagelöhner beneidensw'erth, der -seiue bestimmtemechanische--Arbeit verrichtet und dann freier-Herr ist. -- ' Gereichtdiese'Instruction der Gemeinde zur Schande; so ist es nicht minder ein Bergehkn Seitens Messest der sie-unterschrieben. Meineinsolches Machwerk hätte Stein sich in seinen: Gewissen als Rabbiner und' freier Mann niemals bewogen fühlen dürfen zN unttrschreiben; dieses Siegel der Knechtschaft hätte" er ftiNdm' ÄNtte und seiner Würde niemals aufprägen müssen!' Davon hätte ihn die Achtung vor der -Lehre,-die' er vertritt, vor' dem Amte, das er bekleidet, undvor sich selbst, 'vor den schönen 'Talenten, die er besitzt; vor VrK Wissen, düs er sich erworben, zurückhalten müssen.' Eies' war eine Saat, aus welcher nur ein langer Kampf ersprießen könnte) der beiden Theilen zun: größten Nächthetl'e gereichte. ' (Schluß folgt.)' ' ' Ans Ungarn.' . IN Voriger- Nnmtner wurde bereits berichtet) daß die Stimmung in Un g ärn zu Gunsten der bürgerlichen Gleichstellung auf dem Pesther Landtage' sich sehr' energisch ausspreche; Die folgende' CorrestöNdenz aus 'Szeged i-w giebt uns darüber ausführlichen Bericht: Mft welcher Bdftiedigung wir dies auch unsrerseits' zur öffentlichen Kündebringen/- brauchen wir wohl nicht erst/ aus- . zufprechtn. Läugnrn' wird aber Niemand, daß ' eine geraume Zeit in Ungar::' die entgegengesetzte Stimmünst M allzu sehr kund that, und daß gerade durch' die energssche Weise, in welcher nicht wir allein, sondern die ganze europäische- Presse dagegen auftrat, zu dieser 'Ilmstlmmung wesentlich beigetragen. Erttärten w ir doch'söforb die miss- . liebigo Cönferenz 6ei Karolyi als' günstig 'für uns) indem - wir sie füt einenfögenaNÄen' -MHler'"' ÄÜrten) derben Herren- - aber M UNangerneffenheit' und' Unwürdigkeit ihrer Verschlänge'zum Bewußtsein bringen werde. ' Doch,hin? weg mit allen' Erinnerungen! Freuenwirüns des'Guten; woes'zu Tagetritt,'"ohne''der''-Vöstn-Dwgängenh'eit zugedenken.^ . " Aus H n-g a'r n', iin Juni. Dör größte Theib der : Berichterstatteraus Ungar:: 'hat sich' bemüht', 'der/Mg.; Zette dl- IM Mes) ja - Wst die'geringfügigsten Mstnig- - Men zu ' VeüchMi/'' stas '-'als' Zeichen W'ÜnduÄ^mE

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