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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-05-14 · Heft 20 (14.5.1861) · p. Seite 290

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 20 (14.5.1861)
Date
1861-05-14
Page
Seite 290 (sequence 16)
Language
German
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selben beibringt. Sapienti sat! itrtb für beit wohllöbl. Vorstand zitv Beherzigung schließlich die Worte des weisen ben Sira (28, 26r) : ,bp^ vbsn “tji? Dein Silber und Dein Gold wägst Du auf der Wage; wie viel mehr solltest Du abwägen die^.Worte Deines Mundes. Nicht Lehrer Weinberg, sondern (da Namen nichts zur Sache thun!) nur k. ö. Nachruf. Unser hochgeehrter Rabbi Löbel Blafchke starb A eines leichten und sanften Todes, in dem seltenen Alter von 81 Jahren. Mit ihm hat unsere Gemeinde ihr Oberhaupt, ihre Krone, und wir unser thcures Mitglied und unfern Lehrer verloren, indem er für Verbreitung der Thora stets wirkte, und nichts lag ihm so sehr am Herzen, als iTVin ^73ib zu stützen; selbst irpsv Tonnh. rnä “»bm», daß sein größtes,Vergnügen, seine größte Freude war, viele Bochrim um" sich zu haben, mit ihnen die Thora zu pflegen — D'mwbn ■nwi-n Hb">^ war immer sein Bestreben — und es ist ihm mit Gottes Beistand gelungen, daß mehrere Hundert n'mbbn aus dem Born seiner großen Gelehrsamkeit getrunken, und sehr Viele jetzt als Rabbiner in großen Gemeinden fungiren. Noch vor Kurzem hatte er den Wunsch ausgesprochen, da ünserm ton^iTDt-r nm der Einsturz droht, ein neues zu bauen und versprochen,-uns mit allen seinen Kräften zu stützen. Leider aber hat das Schicksal es gewollt, daß es ihm nicht vergönnt wardden Grundstein zu legen, es ‘pfi» zu sein und darin zu lehren, zu wirken. Ein harter Schlag für uns, wir fühlen den Schmerz, wir rufen laut: 2N pan imsr! Aber der Allgütige, der Schmerz und Trost wunderbar verschwistert und die Wunde, die er schlägt, auch ihren Balsam in sich trägt, wird unsere Wunde vernarben. Denn der größte Theil unserer Gemeinde verlangt einen ähnlichen Nachfolger, damit der Name der Stadt gekrönt und unser Hb nicht öde bleibe. Auch wirwerden mit Hülfe Gottes den Wunsch unseres seligen Rabbi ausführen — ü^pb mit» n»lrt — Und soll zum ewigen Andenken das Hb den Nanten smm npi führen, damit in Erfüllung gehe der Ausspruch unseres snim ^: pbap» n^iiri “'-an pN — 77- Im Namen aller nrnn i*w>b der Vorstand des Hb, I. S. Cohn. M. Fränkel. N t f « o l o g. ... Frau Maria Adele ft'iti a~r) Kodak geborene Marcus erlag am 3ten Mai 1861 in der Blüthe ihrer Jugend den Nachwehen einer schweren Entbindung. Der allgemein gefühlte herbe Schmerz that sich bei deren heute den 5ten Mai 1861 stattgefundenem Leichenbegängnisse am besten kund, da trotz der rauhesten Witterung die ganze Hiesige Bevölkerung, MngAAdMli-MebreWche Greise, zarte Fxauen und Kinder in unabsehbarer Menge in Sturm und Regenschauer die tiefbetrauerte Schwester zu ihrer ewigen Ruhestätte begleiteten. Kein Auge blieb trocken, kein Herz theilnahmlos, wenn der Blick von der Leiche. Mus, den trauernden ,, zerknirschten Gatten, ünseru vielgeliebten Prediger Herrn Rabb. Dr.; I. Kodak hinüberschweifte. — Groß waren die Tugenden der früh Dahingeschiedenen sowohl als streng, orthodore Jüdin , als auch als treue Gattin. — ■ s;; Herr Prediger Dr. Frankfurter aus Bielitz eilte in Her uneigennützigsten Weise, aus die Kunde dieser Trauerbotschaft hierher, und.iw*. Hastxn.Meflegeyheit,^düsm. außerordentlich begabten Redner zum ersten Mal zu hören, seine herrliche Rede, der Situation und her Individualität so genau angepaßt, entlockte nicht nur ThräUenströme der ganzen Versammlung, sondern riß, uns auch zur, Bewunderung dieses ercellenten, leider noch seiner Bescheidenheit wegen zu wenig celebrirten Talentes hin, und konntechieser Eindruck selbst dann nicht verwischt werden/ als nach ihm unser leidtragende Herr Dr. Kobak das Wort ergriff, und seine Schm erzensrufe, sein H erumwühlen in der eigenen offenen Wunde uns zu Boden schmetterten. .. Im Namen der hiesigen Cultusgemeinde rufen wir der edlen entschlafenen Schwester noch ein Mal zu: .Ruhe sanft und in Frieden! ppb ni73^ni Andrichau in Galizien, im Mai 1861. , Die israelitische Cultusgemeinde. Bemerkung. Herr A. E. S .. r. v. R—g. hat 1 Thlr. an uns zu zahlen. Die Redaetion. Die Buchhandlung Epstein & Brandeis in Brünn (Eckhaus, Krapfengasse und Brandstätte) hat eine Agentur übernommen.' Das Institut zur Förderung der Israel. Literatur. Herr Oberrabbiner vr. L. Landsberg in Maastricht (Holland) hat die Ägentur in seinem Ressort (Herzogthum Limburg) übernommen. Das Institut zur Förderung der israek Literatur. JMsches VolMlatt No >19 Hebräisch - archäologische Handzeichnungen. — Berichte und Urtheile der Griechen und Römer über die Juden. — Curiosum. NB. Durch alle Buchhandlungen und Postämter zu beziehen. Jährlich 1 Thlr. Vierteljährig '/«Thlr. Verlag von Baumgärtners Buchhandlung in Leipzig. — Druck von I. B. Hirschfeld. Verantwortlicher Redacteur: K. Nkäbe/ (Hierzu eine Beilage.)

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