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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-05-07 · Heft 19 (7.5.1861) · p. Seite 267

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 19 (7.5.1861)
Date
1861-05-07
Page
Seite 267 (sequence 9)
Language
German
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26? itUd-iG bitinW bavoss üMzeüKt-- daß keinev meiner Collegen, iwdi-ftnr Hause, > det sich; dahin verfugen * wollte, einem Juden mit: dem Wundmale der Beschimpfung dort fäE - Noch' eine andere Anstalt ist vorhanden^ worin Sie keinen Juden finden — die ArmenhMser. Wie ihr (der Juden) gutes Betragen , ihr moralisches Wesen und ihre -Gewohnheitihren Geschäften getreulich zu obliegeneueren Gefängnissen sie entzieht, so auch ihr Fleiß, ihre Gewandtheit und ihre Sparsamkeit — eueren Armenhäusern. •— Als England noch eine Wildniß war, wie New-Güinea, Paris — ein Sumpf, und dieses mächtige Land Niemanden außer Gott bekannt, als die Athener die Buchstabenschrift noch nicht kannten und noch keine einzige Hütte stand auf einem der sieben Hügel Roms, besäst mein.Volk schon befestigte Städte und Cedernpaläste, seine Schulen und seine Theologie, seine Flotten,! seine großen Staatsmänner und Kriegshelden, seine Philosophen, Geschichtsschreiber und Poetem Und dieses Volk Hütte auch seinen Händel und ein System des Geschäftsverkehrs/wovon unsere modernen Solone viel Weisheit lernen können^ Ja, es ist eine von Madrson bezeugte Thatsache, daß ein patriotischer Jude, Namens Solomon, durch Talent und-Emsigkeit zu großen Retchthümern gelangt, während des FrerheitskampfeS und noch nach errungener Selbstständigkeit mehreren Eongreßmitgliedern ihre Unkosten zahlte, wobei Madison ausdrücklich bemerkt: er wisse nicht, wie der Eongreß ohne das Geld und den Credit des Juden Solomon in Sitzung, hätte bleiben können. Er förderte die Sache der Freiheit daheim und auswärts und verdient als Finanzmann der Revolutionszeit Robert Morris an die Seite gestellt und von jedem freien Amerikaner in liebendem Andenken gehalten zu werden. Kein persönlicher Vortheil, keine wucherische Absicht lag seinem Unternehmen zu Grunde -^ niin! er gab sein Geld für eine heilige Sache, ohne eitie andere Belohnung dafür anzusprechen, als welche jeder Patriot schon in der Unterstützung des Vaterlandes findet. Der Staatsschatz besaß damals keinen! Dollar, und hauptsächlich ein Jude trug dazu bei, die Verwaltungsmaschine in Bewegung zu erhalten. Und so könnte meines Wissens auch bei der gegenwärtigen Beschaffenheit des Schatzes in diesem Staate nichts Besseres gethan werden, als die Gewandtheit und bas Capital der Brüder Josephs zu Hülfe zu rufen, der den königlichen Schatz mit Geld und die' Vorrathskammern iüit Getreide füllte. Es giebt Geist unter den Stammesgenoffen des Jesaias und Energie unter den Nachkommen der Makkabäer." 7 Auf LUe herrlicher Rede, -die-«Kt häufigem Applaus,. begrüßt wurde, ließ sich ein Herr Moore in folgenden Worten vernehmen: „Die Bemerkungen des Vorredners sind alle sehr - wahr. Während ■ er dieselben vorbrachteging: meine Seeleweit zurück in die dunkle Vergangenheit und vergegenwärtigte sich jene finstere und stürmische Nacht, in welcher Christus von den Juden gekreuzigt worden. Sia waren das auserwählte Volk, und die Weisheit ihrer - Propheten ' hatte die Ankunft des Erlösers zur Sühne der Sünder der Welt vorausverkündet. Als er nun aber kam, hielten es gewisse Leute, tapfer genug, eine solche Handlung zu vollführen, für noth wendig, Christus zu hängen und sein immerwährendes (everlasting) un kostbares Blut zuchergießen, und diese-Leuie waren — die Juden; sie wurden soxtgep eitsch t vom Tempel (86vui-getl froiii the Tempie]^, vertrieben nach allen vier Himmelsgegenden und bieten nur noch Trümmer dar. Doch' -muß ich bekennen, daß mir ihr Millenium zu dämmern scheint, da sie im Begriffe stehen, sich am Busen Abrahams zu sammeln — gleich meinem hier anwesenden Freunde (Herrn Friede), der für A b r a h am Lincoln st i m m t e. (Gelächter und Beifall.) Ich zweifle.■ Ar nicht daran, daß wenn mein Freund und noch Einige aus dem Hause Israel die Zügel der Finanzverwaltung ergreifen dürfen, sie uns in den Hafen der Sicherheit derart führen würden, daß Jedermann gar bald ein kleines Bündel' von fertigen Kleidern auf seinem Buckel und einige Schachteln mit „brass, Peter Funk jewelry“ aufzuweisen hätte." (Gelächter und Beifall.) ' < ■) JA) . Jeder denkende Leser wird in diesen gemeinen/.von uns in treuer Uebersetzung wiedergegebenen Autzdrä'ckLtt, die nur Geistesbeschranktheit und Engherzigkeit athcken, um so mehr ein bedenkliches Symptom unserer jetzigen Zustände erkennen, als sie einem Manne von offenbar wett überlegener Bildung gegenüber gebraucht wurden. In Europa würde sich heutigen Tages selbst der ärgste Judenfeind schämen, im Hause der Gesetzgebung eine solche Sprache zu führen, während sie in dem Amerika von heute mit. Beifall gekrönt wird. Und von welcher Seite her -kommen solche schmachvolle Angriffe? Von dort her, wo die Wahl Lincoltt's alsein Verbrechen angesehen; wird! ’ Wozu hat nun der üwin wilp des Herrn Raphaellgenutzt.? Erhat weder das Land beruhigen, noch die Jüden-.vvn dem spöttischen Vörwurfe, daß sie sich im Schösse-AbrahaM sanrmeln, befreien können. Laßt die Secession erst eintvöllendete Thatsache geworden und das Prineip der Unabhängigkeitserklärung über Bord geworfen! stin/'sö dürste m<ur 19

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