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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-04-23 · Heft 17 (23.4.1861) · p. Seite 236

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 17 (23.4.1861)
Date
1861-04-23
Page
Seite 236 (sequence 6)
Language
German
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b$f LhhM chGi^kt.^.;Jn yHoWrd ein,-Jude Justiz^ minister; -und..doch, klagten die jüdischen Schriftsteller über Ms,. Land..;,..WrzW-> wäre.in-.Amsterdam ein Jude wiegen- AbfgllS. von. dev-Orthodoxie beinahe öffentlich Mn,.-seinen GlarzbenSgenoffen gesteinigt wordxn^.'so-^Mf, könne in Berlin doch nicht Vorkommen. Me - Juden, hatten;iit, Preußen immer Vorrechte gehabt: a-lsgemeine- WechsMhigkeit,. welche-die, Christen - nicht hatten, .Großjährigkeit mit 20 Jahren; -Friedrich der Uroße^hätteisihnM gestattet/ - 7 pCt. Zinsen, zu nehmen.---Der Redner spricht dann über -die —- noch dazu istempelfteimBörsengeschäfte der Juden, die.zahlr^chW^jühMG-.Bgnquiersz -sie...kämm. arm i.nS Land und würden.reich zÄcherbau. trieben sie nicht, - die TageSMffe, fei in ihren Hanhen, sie lästerten, die Autoritäten, depravirten daß. -Volk-; wenn in der Presse ^etwas-gegen hie Juden stände,i sofort komme der Staatsanwalt M seiner Mage, aber die Juden, griffen ungestraft die;-edelsten Männer-an. Die Juden zahlten wenig Steuer Jniden Freiheitskriegen sollten 6000 Juden todt, geschossen-sein, aber nach genauen Ermittlungen; im- Wegsministerium, hätten damals nur 343 Ju-i den;, in derHrrnee gedient und. 600,0 sollen todtgeschossen sein.. (Heiterkeit.)^. Treue Juden arbeiteten nicht am Sonyabend/ wer am Sonnabend Schulzendienste thue, sei .ein -lMtsinniger-Jude.--Präsident (zu einer Gruppe?-vWMitgliederrt; bic, sich laut unterhalten): Die ,Herren, die dasprechen,stören den Redner; ich bitte um Ruhe. Im -Verfolg seiner Rede führt Hr. v. Senfft eine Reihe - „überraschenderThatsachen" an, unter Anderm aus - einem. Buche,, Namens Machsor, welches -hebräisch und deutsch bei Dr. Veit in Berlin erschienen.sei und ,schon. vierAuflagen, erlebt habe; in diesem Buche sei der Wunsch-der Juden enthalten, nach Palästina, zurückzukehren. — Einen zum Christenthume Uebergetretenen nennten die Juden einen Meschummad, eLyen^MertzlAtssMz. erst..kürzlich-, habe er einen Fall erlebtdaß eine Frau,-die mit ihrem Manne, einem,Rabbiner/^zum>! Christenthume übergegangen sei, von ihrer alten ZMtter verwünscht und verflucht worden sei, und wenn solches Mglich sti,' so wolle des Minister durch. Rescript hie Juden zu Schulzen machen? Der Redner citirt noch einen Ausspruch aus - dem Talmud, „der größten Autoritätder.Juden", die in Mischnah und Geniahrah zerfalle;', er weist auf die möglichen schrecklHtN Holgen hin / dZo Ln den. Doffern durch jüdische Schulzen entstehen könnten; die Bauern seien an Schul- ' zen gewöhnt, die .als Kinder auf dev Dorfstraße gespielt; die.Juden -sprächenweder, plattnoch hochdeutsch;; in der Kirche werde für die Obrigkeit gebetet;.-:draußen stehe der.Jude; man schlage den Machsor nach, man werde nicht solche- Humanitätslehren finden, wie „vergieb uns unsre Schuld" rc.; . die Einigkeit in Haupt und Gliedern bitte er bei her jetzigen Beschlußfassung zu beachten. — Der Kriegsminister v. Roon ist inzwischen eingetreten. — Dr. v. 3ander will nur constatiren, daß in der vorliegenden Frage das Staatsministerium in sich nicht einig sei; eine legislative Regelung wäre somit - eine Kothwendigkeit. Er bittet um Annahme des Commisstonsantrags. — Graf v. Itzenp l i tz: Ein - Jude könne kein Amt bekleiden, in dessen Ausübung er die Oberaufsicht über christliche Schulen habe. Er? sehe nicht ein, warum die Christen sich von den Juden regieren lassen sollen; das werde aber eintreten, wenn die-jetzige Interpretation der Regierung in Kraft . bleibe. Folge das aus der Verfassung, .so müsse die Verfassung, geändert werden. (Lebhaftes Bravo.) — Hr. v. Waldaw - Steinhöfel recapitulirt den Thatbestand, welcher der Petition zum Grunde liegt; er befürwortet den Antrag der Commission. — Minister des Innern: Er wolle nicht auf die Erörterung der der zwischen der Regierung und der Majorität dieses Hauses bestehenden Meinungödifferenz nochmals eingehen; dieselbe sei schon oft genug durchgesprochen worden. Solche Beschäftigung sei für die Regierung nicht minder unangenehm, als für Hrn. v. Senfft, und sie fürchte dieselbe durch ewige Wiederholungen noch unangenehmer zu machen. Den alten Gründen sei nichts Neues hinzugefügt worden. Die Frage, ob die Paragraphen der Verfassung, nach welchen zwischen Christen und Juden kein Unterschied in der Ausübung der staatsbürgerlichen Rechte stattfinden solle, aktuelles Recht in Preußen machen, oder ob ein besonderes Gesetz nothwendig sei, habe die Regierung, alternativ entschieden. In Bezug auf die vorliegende Frage müsse die Regierung bei ihrer Ansicht, daß Juden von der Ausübungdes Schulzenamtes nicht ausgeschlossen werden dürfen, beharren; sie habe die Frage mehrfach erwogen und gefunden, daß die grammatische, logische und historische Interpretation auf ihrer Seite sei. Sie halte daran, fest, auf die Gefahr hin, von Herrn v. Daniels Rabulist gescholten zu. werden. Auf das 'von Herrn v. Senfft Vorgebrachte wolle er nicht weiter eingehen und nur des Umstandes Erwähnung thun, der von den Geg-

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