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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-04-16 · Heft 16 (16.4.1861) · p. Seite 221

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 16 (16.4.1861)
Date
1861-04-16
Page
Seite 221 (sequence 5)
Language
German
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341 zweifelhafter?Nntuv ist^'jaXdaß' keftr- Staat, dMeinem Mzigen MAgKöuSbekeüntttisse''>dn'g'ehöpt,-'- einer'. höheren i EntwickelunK; theilhastig-wtrd^ Die allen Menschen offenen Gosiado Englands werden trotz den in diesem Lande stattgvftrNdeNen religiösen -Kämpfen stetseinen höheren Werth haben), als /die Küsten. Norwegens, an denen bis vor wenigen - Jahren kein Katholik -und kein Jude!nur landen durfte;, und wer wollte einen Staatwie Preußen mit seinen mehrfachen kirchlichen Wirren einem Staate, wie Spanien trotz der -Uniformität feiner Kirche nicht vorziehen? — — - Als Böckh auf die Freiheit der. Wissenschaft zu sprechen kommt, äußert er :- „Auch den'geschichtlichen Studien hat sich daS religiöse Bekenntniß als maßgebend aufdrängen wollenobgleich die geschichtliche Wahrheit nur eine sein und es eben so wenig eine protestantische und -katholische. Geschichte, als eine protestantische und katholische Philosophiej geben kann; vollends bie Studien des Alterthums, die in der Zeit dev Reformation nicht blos zur Läuterung-des -Geschmackes, sondern auch zur Erhebung des Geistes,-ja sogar zur Verbesserung der kirchlichen Lehre zudienen'schienen,^ sind, von religiöser Seite verdächtigt wurden/^ - ) Wir" adoptiren das Urtheil desherehrungswürdigen Weises,-der-nach einem so arbeits- und erftchrüngs-- reichen Leben so-Vieles undso schön auszujprechsn woiß, mit-ganzer- Seelen "Wenn die geschichtliche Wahrheit nur eine sein kann, so giebt es auch, wie keine protestantische und katholische, so auch keine christliche und jüdische Weltgeschichte. Möchten dies maßgebende Männer, die unter den Zuhörern des berühmten Redners waren, wohl berücksichtigen, und jüdischen Aspiranten, wenn sie sich sonst qualificiren, nicht! das-Lchramt-verweigern, weil sie die Wissenschaften nicht etwa blos zur Magd der Theologie, sondern zu dem Holze machen wollen, aus welchem die Theo-' logie schnitzen kann was sie will. Möchte es dem Rednerstuhke der- Berliner Aula noch oft vergönnt sein, von diesem Manne betreten zu werden. Aeitiurgsnachpichte«. /;; (';; Deutschland. . ' Hannover, 31. März. (Privatmitth.) Amjüngsten Mittwoch fand hier das Leichenbegängniß des Herrn I.' M. FrentzdorH, Jyspectprs der Meyer Michel David'schen Freischule, statt. Die Verdienste desftlbendie/ lftit /AHer' Kit -seines Obhüt ämverträut lgüvestzmlAnfiM Ptt httvoMhebktt/ kössnm wir uin ft-liePr^ÄMeMffen^ als tvir erst'-vor-Kurzem'iss diesenBlätterw bei der Schilderung des von dein ttuitmehr -Verbkrchenen begangenen 25jährigen Jübiläums als Jnfpector den seltenen Pflichteifer urrd die 'hingebende Berüfstreue, die er selbst unter unsäglichen körperlichen Leiden zü bekunden niemalsunterließ / rühmend anzuerkennen Veranlassung nahmen. Auch' -in seinem!Privatleben war er durchaus makelloss er chär liebevoll als Vater und Verwandter, aufrichtig als Freund undstreng gewissenhaft irr her- Beobachtung der religiösen Satzungenjedoch fern von Fanatismus und Verfolgungssucht. Alle Muße, die ihm sein Beruf gönnte, verwandte er auf das Studium des Talmuds und anderer rabbinischer Schriften, und er galt mit Recht als eine Cäpäcität in der talmudischen Wissenschaft. Die Verehrung,' welche er überall in der hiesigen Gemeinde genoß-, gab sich auch bei stimm Leichenbegängnisse kund; fast sämmtliche GemeindeMtglieder folgten seiner -Bahre, und dev Zug war so imposant, ' wiewir ihn hier noch niemals gesehen.' ' Auch Christenl schloffen sich -demselben an und erwiesen dem' geschätzte^' Manne dieletzte Ehre. ' Zlüf'deM' BeMbnißplatze - sptach - Herr Ländrabbiner' vr. - Meyer!' des Festeswegen nur wenige - Worte/ in dkneü Hr den' Tugenden des Dahingeschiedenen die wohlverdiente Anerkennung zollte. Möge er sanft ruhen--wie^r 'gelebt! Zu seinem Nachfolger als Jnfpector - der -genannten Freischule würde- Herr vr. S: Kayserltng-' ein geborener Hannoveraner, ehemaliger Zögling der Schule und Bruder des tüchtigen vr. M. Kayserling in Berlin, ernannt. Mögees ihm vergönnt sein, der Anstalt'recht lange in segensreicher Wirksamkeit, gleich seinem Vorgänger vorzustehen. : Das von unserer Regierung kürzlich gegebene rühmenswerthe Beispiel, zur Förderung jüdischer Schulzwecke eine namhafte Summe zu bewilligen, hat bereits Nachahmung gefunden, indem von Seiten des Magistrats und des-Bürgervor-steher-Collegiums zu Hildesheim der dortigen Synagogengemeirlde, welche ein neues Schullocal gekauft hätte, zum Ausbau desselben eine Beihülfe von 500 Thl'rn. einstimmig -gewährtwochen ist: - Herr Ländrabbiner Ländsberg daselbst hatder städtischen Behörde für Mses Hochherzige Benehmen' in einer : Adresse seinen Dank'gesatzti 'wAche^ mit vielbrssÄeill M-äüfgenommen wurde. - ' Sch oss d ar^ Jahren Hätte der Mtige Magistrat - stine vörüttHllsskeie O'isinnüng' dadürch-än dtss Laggelßgk^daß'' et'Her Wmemdt den

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