Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 14 (2.4.1861)
- Date
- 1861-04-02
- Page
- Seite 195 (sequence 7)
- Language
- German
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richtete- Dankschrift fürdie erfolgte allerhöchste Bestätigung der neuen Stznagogenordnung." . Sie schließt dann mit folgendem Wunsche :. „Möchten die Gesinnungen-, welche die vorstehende Dankschrist in so schönen.-Worten ausspricht, sich erhalten und. mehren in diesem -Königreichedann wird jedem Sturme das feste Band trotzen, das den König mit allen seinen Unterthanen verbindet, -mögen sie Gott anbeten im Tempel der Juden oder der Christel." Doch wir glauben, daß , wenn irgend wann, auch hier das bekannte Wort timeo Vauavs et dona ierentes an seinemPlatze ist, . Indem wir,: um das Süum: cüiquc auch hier nicht außer Acht zu lassen, noch schließlich mittheilen,, daß, wie unsaus glaubenswürdiger ^Quelle versichert wird, Herr Landrabbiner Landsberg in Hildes- Heim ■ der Autor dieses. ausgezeichneten Elaborats ist, versichern wir, daß die Herren Landrahbiner durch diese Adresse bei; gesinnungstüchtigen Männern an Achtung' wahrlich nicht gewonnen haben.*) - Pariser Driefe. IV. Während Sie jenseit des Rheins in Streitigkeiten verwickelt sind, ob Alles *o*<de nur?-,!? nabn ist oder nicht, finden wir uns sehr behaglich hier, und begnügen uns mit Dem, was im dtn >">n sich findet. Wir leben wie G ott in F r a n k r e i ch und wiegen uns mit dem dolce far niente auf dem Gebiete der Literatur ein. Wir bedauern mit bein „Univers israelite“, daß im Innern des Judenthüms für eine Phrase so viel gekämpft wird,' denn es ist doch am Ende nicht orab npnbnä. — den Streitigkeiten Ein Ziel zu setzen, würde es am besten sein zu sagen, Dr. Frankel wolle nicht verstanden sein, und Hirsch und Eonsörten verstehen nichts; es ist dies ihnen nicht zur Last zu legen; dies ist schon rrnBEnari "pa er*/ schaffen worden. — Ein Proceß vor dem Tribunal in Douai zieht die ganze Aufmerksamkeit Frankreichs auf sich; es ist eine geheime Mortarageschichte zum Quadrat erhoben.— Obzwar ich sicher bin, daß die unparteiische Augsburgerin, vielleicht auch die gerechte Kreuzzeitung, Alles getreu mitgetheilt haben werden, und ihre Strenge den Schuldigen zuwenden werden, so will, ich es doch riskiren, etwas schon Gelesenes wieder auf-, zutischen. — Ein gewisser Herr Jacob Blut ans Saar- *) 2ß)iv selbst werden auf diese Adresse zurückkommen- - ' ' -- , Redaktion. -! louis in Prmffen; wo;: er Jahre läng 5 M Lehtet^ftML girte, -und der zugleich, .der. Sohn eines Rabbiners ist) fiel vor einigen- Jahren.indie HändeZeines Ju d e:n^ Ab bä Ratisbonne>5 und --würde von ihm mit dem G l ü ckseligckeisstemp elbelegt,- nachdem-schon zwei--Töchter früher durch seine Vermittelung-Klösierw übergeben worden.Die Mutter^ mit: zwei Söhnen 'und einör iTochteb blieben lder Religion ihrer Väter getreu; und -sie ging nach London, um das Mädchen-;in einer ansehnlichen dischen Familiewo man! es: adoptiren wollte-zu placiren. Mittlerweile kehrte die Mutter zu ihrem - Manns zurück nach Cambrai,:; w oj er als deutscher - Lehrerangestellt -war,-und das kleine Mädchen wurdedem elterlichen Hause entführt durch Herrn Rätisbonne -mitü Beihülfe eines Kanonicus- -Namens! Mallet-üder so freundlich war,-die Mädchen eine nach der andernaus pü^ j rer christlicher Liebe -beisich zu behalten; und^diMiebe j so - weit -trieb , um die : Mädchens zur-Unzucht :zuu verleb! ten; eswäre ch wä-rstriä u-b e n-d einzelne-Stellen i aus dem!Verhöre-wörtlich zu gebend es genüg'e zw wift - sen, daß Mallet zu 6 Jahren Reclüsion - (Zuchthaus)' voN . der Jury verurtheilt wurde wegen Verleitung^ e.in-eS! Minderjäh rigen- (detournement;dtzs^mineursst!--Das jüngste Kind ist runter - fremdem -Namen in - verschiedene ' Klöster; -nachdem devs-VÄter-i'-dVs wi ed^e-p!zür-Reli» j gion seiner Väter zurückkehrte,: ös gerichtlich ver^ . langtein- Frankreich und Belgienrjverschickt;'wördtzst/- und!? bis heute ist es der Justiz nicht gelungen-- das Kind aus-' findig zu machen. - Dieser Proceß: machte um so-mehr Auf-!! sehen, da der getaufte,Zude'rRatLsbonüe.;..(oin"»'Züder'Mw j einem ^an, : wie;;die Polen - esl ' zu Uennew-pflegen)- als-! Zeugevorgeladen wurde, u-und wo er durchaus-seinen Col-! legen und Eomplicen Malletk^echtftrtigen ^wollte-Es - bemerkenswerth, wie 'er von den-Juden spricht, die sich beeilen, in -. den- - Schoß! des - Christenthums: -sich ' zu -werfen,' ' und; daß -er kaum-den fünften sich ihm in | die - Arme - werfen wollen, .aufüehme/ denn, meint er, die. Juden treiben W Ü ch sr^Mi^t^der Religion-' '-Es . wäre unnütz, hier eine-solche Absurdität zu widerlegen-r da doch Jeder weiß, daß besonders! in Frankreich-der M-: ligionswechsel gar keinen Einfluß übt; undbei uns; in Deutschland noch zu keiner Beit so wenig Fälle eines; Religionswechsels vorgekommen wie jetzt:- Man fängt; an: - zu begreifen, daß mandurchaus zeigen mußdaß- Talenfi . ein G e sch e# G otzt-es- und -durchaus uichtdurch! ni g e Tröpfen wie Medikamente, eingeflößtl werden!! kann. Wenn Richard Wagner behauptet)-!däß! dst?Äuden: