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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-03-19 · Heft 12 (19.3.1861) · p. Seite 163

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 12 (19.3.1861)
Date
1861-03-19
Page
Seite 163 (sequence 5)
Language
German
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LM/z«mrWrMach.e «Befl^.cn,; unter ihren Schutz ) nehmen-1 sie moch weiter privatim, unterrichten, sorgen, daßsiedie, b eson d E in-,;grö ßern 7Städten. besteh end en HKHern -Schulen; besuchen , Pie >Gemeindeglieder durch, Ertheilung von Kost-.-und Jogis rc. sie unterstützen, was;fast überall ein, sehr Leichtes; ist. Seit meiner Amtsthätigkeit habe ich im Verein mit - einigen meiner bessern Lehrer - schon mehrere solche - Jünglinge vorbereitet ,und haben die Gemeinden: sehr; gern denselben Kosttage gegeben und ste sonst auch unterstützt; Diese , Jünglinge isind jetzt fehr; tüchtige Lehxeti > Aber Hiermit, chürftn, wir uns nicht begnügen; wir müssen auchbestimmte: Vorbereitungsan staltenx, ins Leben rufen.. , -Diese; - müßten in -solche- Städte verlegt werdenwo.. tüchtigeRabbiner und Lehrer und höhere Schulenvorhandensind. 7;ZN; der Hauptstadt eines jeden, Regierungsbezirks; oder wenigstens emep - Provinz-, -in welchem viele-Israeliten-;sich;, beßnden^ -müßte; eine solche Anstalt sein. DirWittel, zur;,Bestreitung der Kosten - müßten , von denMraeliteu; des Bezirks vorerst durchfreiwillige Beiträge aufgebracht, -werben, was nicht -s0 schwer sein dürfte bei, yM; dringenden) Wunsche der Gemeinden, gute Lehrer zu, erhalten,, undwenn Rabbiner, Lehrer und andere intelligente Männer sich mit Eifer und Wärme dieser Sache annehmen. Mit der Zeit würden-sie auch aus Staatsmitteln unterstützt werden. In solchen Anstalten könnten und müßtenauchdie Zöglinge-zur Matern, Verrichtung des Porbeterdienstes vorbereitet werden,; da jetzt; ja t auch, in den meisten - größer» Gemeinden musikalisch gebildete.- und tüchtige Byrbeterangestellt sind. Die Befähigter« würden auch zur. Abhaltung-von religiösen Vorträgen siln-, leitung.erhalten können. . Ich halte die Gründung solcher Vorbereitungsanstalten für noch viel dringender und wichtiger, als , die der eigentlichen Schullehrerseminarien, .weil, 1) . ohne solche; den Jünglingen,: wenn sie in ihrem 14ten Jahre^ sie dierSchple,. verlassen,. auch Lust ^uhMhig^ feit zum-Lehrersache haben, IeineHelegenheit.gegeben, -ist, sich bis zu,,ihrem-IMen-Jäh^/fdas Alter der Aufnahme in, em, Seminar, vorzubereiten und ,daher einem .andern , Fache sich: widmen Müssen, wie mir schon viele, Fä.lle vorgekommen. sind.- 7. p?|,, ■ ■ 3-s r5.. ... r ,, 2s Auch selbst.dann, wenn solche Jünglinge die Lust nicht verlieren .und später , in ein Seminar ausgenommen, werden, ihre. Ausbildung, besonders in den speciest jüdi-, schen Kenntnissen,; sehr mangelhaft,.unh;,einseitig bleibt,. Wgs. ich apch auch eigener Erfahrung;wM.,- .(:v -f -Dstses möchten;hie Herren Eollegen^ Lehrer., und hör?. züglich.Sie, geehrter, Herr Redacteur, .reiflich erwägen und; diesen so,(wichtigen. Geg>mstand.lweiker-NeMchin und^'s örtern. Vielleicht gelingt es uns, mit vereinter Kraft durch- ' : Gottes Hülfe den allgemein gefühlten'großen; Mangel an Lehrern und. Vorbetern in. etwas -zu beseitigen^, -; >. -' - I., K a h n, Oberrabbiner. . Zeitungsnachrichten. Deutschland. 1 Aus ,Rheinhessen, Februar. (Privatmitth.) fEttd-- lich ist es , der.Religionsgemeinde Alzeygelungen,, in; Herrn.Pr.; Rothschild nus Aachen einen Mann für dew: seit Abgang- Herrn vr. Adlers —l also-jetzt Mr-volltz- Jahre -tvacantenRabbinatssttz izu-igewinnen, Mor--, ausgesetzt, -dass nicht-in letzterStundeiahermals Mnge-< . ahnte ZwifchenWe ustdMchw.ikrigkeiten stuftretm^Mft•; ■ den Landgemeinden, feie-;trt Hm Alzeyer RabbistatBspren^ j geh gehören, <WpOM-;asteMngH,tiyzelneilÖUer.eAsMichts ‘ zu vermeiden sein. / -Die.Stadtgemeinde fbehandeltsdieft - nur so,/ öbenhm> da; sienstgMch-mürbem ^SechschM? zum Gehalte.zahlen.-/ Die,Landgemeinden.gehestHage-s gen vor - daß, sie, für dieses. - Sechstheil eigentlich fauch - gar keinen, Genuß hätten,, da religiöse. Anftagem wievor Alters,, hiernur siltm'mehr,-vMommest, undfür. Schulvisitation und einzelne Predigten, dieMH etwasnur gleichsam sporadisch Austretendes an und für sich gar keinen Werth hätten, Ertrahonorare gezahlt werden müssen. Das ist freilich wahr. Aber ob hier wie dorchwirklich nurdas religiöse,InteresselgMahxtIob der zum, Vertreter der. Landgemeinden indieserAnge--- -legenheit Gewählte im.,Stande^ist, den Gedankm fest-- zuhalten, daß, anständige f,Besoldung, und; Honorirung , der Religionsbeamten fschon darum.nochigIst, weil; sonst. -für diese-AMter-keineMewerber-mehr:Ha stin. wAden,-; und erweislich^ .nur .äuMrst selten noch sich junge Män-; - ner, dem RGgiynslchramte, widmem das wird abzuwar- - ten - sein. Wir -glauben -- es-- nicht.- - Es ist - leider nur zu; ' wahr, daß hei allen solchenMgKgenheiten, gemeine/Jn-- Ieressen sich vordrängen. So.-lange-z<.B. eine Gemeinde deinen Religionslehrer hat, ist der Lamentation kein Ende. Sobald , sich mber;eine geeignete PersonliHeitinrelded, ist der Enthusiasmus ,verraucht; und.MEwahrt, angch-,.. Iich,dse .Interessen,-her. GeWinhe,-Indem;manchen Re-, jligionsbeamtem in chm:StMb;drückt,s;jUnd mm einige^ ■ Gstchen-Gehält mehr oder.;weniger tagelang feilscht.—, i - - In Worms, - wirkt) schost . seit. Monden Herb Pr.<Ro- -

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