Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 12 (19.3.1861)
- Date
- 1861-03-19
- Page
- Seite 162 (sequence 4)
- Language
- German
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1V2 Wen'MMrungen und zunächst' aus seiner Amtsverwallung besprechend wodurch eine gründlichere und allseitigere: Erörterung desselben erzielt werden wird.;v - l nSie^geehrtester Herr Redqcteür, thun dies in Beziehung auf wie 7gebildetern /kleinen'-'und -kleinern-Gemeinden, I die daher:-auch größere Ansprüche an den Lehrer stellen-.aber die^ MittelMiMchesttzen^' um-./solche Männer, welche diesen-Ansprüchen genügen, nur > irgend anständig zu erhalten^ 7 Ich«: aber .^wW dieftn 'sowichtigen'"Gegenstand hier' besprechen in;Beziehungdüf nbie 7 minder: gebildeten und vorzüglich? kleinen und'-kleineren L and g ent e i n d en, wie sich chiehe ^solcher in/mrknem und Anderer Collegm Rabbinatssprengel ' öörfinden,' die keine so großen Anforderungen /ach idielLehrer - stellen/' solche - auch diesen gemäß genü-: gend besolden können und auch bereitwillig wollen. .n/ Diese Gemeindem-begnügen sich zwar nicht: mehr/ wie Mherlmiti solchen '/„hergelaufenen"'.: Sübjecten - die--oh-ye. allk d Kenntnisse >und 'Erziehung 1? waren p Und auch nicht mehr . damit, /daß ihre^Töchter/nur hebräisch lesen, jüdisch-- deutsch.schreiben'und.ähre-Söhne -außerdem nur5noch:.et-- waÄi wmn Mnd den „Fropp" 'lernen/ Um die/ an ihrem: MLÄ'iu vorlesen und auch die n^vs^r -in der. Synagoge laut sagen zu können - 1—' vielmehr wünschensie allgemein einen gründlichen Bibel- und R.eligionsun-i terricht. Auch haben sie. keinen Gefallen mehr an dem frühern profanen:Singsang > der-Borsänger, - sondern wsin-/ scheu, / daßder Vorbeter einfach und?-anständig die G.e-- bete recitjre. , /'D.ie- Verrichtung -der - Schächterfunctionenerlassen viele Gemeinden schon dem Lehrer, um nur ihre Kinder gut unterrichtet zu erhalten und suchen sie sich hierin Ms anderewenn, nuth .beschwerlichere und kostspieligere Weise zu helfen. Und auch da/ wo der Lehrer diese' Functionen noch verrichtet,-perliert er hierdurch nichts an seinem Ansehen und. Mner!-Würde, da. .solche in- /diesen Gemeinden - noch aWeinewMgiKse und - dab.es ssehr-nützliche^betrachtet. w.ivd. Auch/ fügen rsichi die -Gemeinden sehr gern: in me.ineiVer» oxtznung,/daß .der!Lehrer -die' .festgesetzten Myterrichtssiun^ deyi: durch -das -Schächten nicht unterbrechen darf. - Der frühere/Begriff, - daß, der Lehrer ein - und somit vom-Jedem abhängig sei/ist: fast -ganz verschwunden, und werden die Lehrer allenthalben, wenn sie nur einigermaßen ,Uhre Pflichten' erfüllen, sehr.'gut und 'ehrenvoll behandelt' | und selten ' öcn; deni Gemeinden1 willkürlich ent« lasten. Ärößere^ als. die.'erwähnten Än^tilche,' werden in. dett., meisten Landgemeinden nicht die/LMer gestellt und' verlangen sie nur noch, daß solche-am Sabj bath und Feiertagen vor der Gemeinde in-einem/Pvi-, wathause einen. '-iV« lernen:können^ - jyyy, k;;: wy.i Aber , dennoch;und 5 obgleich die Besoldung/sehr/ gut ist, -/sind -viele Gemeinden oft lange ohne-Lehrer und ums-, sen manche andere, um ihre Kinder nicht ganz ohne allen - Unterricht - zu lassen -, 'mit/-fast ganz, -unfähigen Subjektensich -begnügen, die auch\ ich. aus dem angegebenen/ Grunde - /nolensvolens dulden..muß.-- Wie istnun diesem großen. 'Mangel-an Lehrern abzuhelfen? --y /./ / /. ' - i , Die-Lösung dieser - Frage muß alle Rabbiner ernstlichbeschäftigen. ,T Denn sind einmal,.befähigte Lehrer Vorhang den, so : werden sie gewiß -ihr gutes Auskommen, xrhal?- ' ten /, dg . die-- Gemeinden jetzt schon große Opfer für :den : Unterricht ihrer Kinder - bringen und solche gewiß -Hoch. , steigern.rwfrdeuyeun sie- Hierfür auch befähigte Lehrer- :er.halten können. /.. . y?;.,j. . r , . - •< //So., schwierigauchihie Lösung dieser -Frage,kist - zu-?-; mgl. bei -der^Abneigung/ der meisten /jungen Leute und,, l deren Eltern gegen den Lehrersiand .-wegen der srühern- . precären Verhältnisse derselben, so will , ich dennoch es ^'versuchen,.durch/folgende Bemerkungen etwas, hierzu bei?- -zutragen.;y;,r- _; v.< ,-:..y;r..[ Wir bedüxsen zweier Arten von Lehrern : 1) Elemen-, tar- und Religionslehrer und 2) bloße ReliZionslehrer. Beide müssen in der Regel auch das Vorbeteramt und . /zuweilen-, auch - die Schächtcrfunctionen .versehen, können. Zur,Ausbildung der erstern.fehlen uns hinreichende Se- -minarien und zu/ deren Vorbereitung für die Aufnah.ipe» -in /die vorhandenen Seminarien, so wie vorzüglich zur. ' Ausbildung der Religionslehrer jede Anstalt und Gele-- genheit/ Isnsere, Thätigkeit muß daher auf bas Jnsle- : benrufen solcher Seminarien.,und Anstalten gerichtet, sein, l FKr erstexe müssen wir so lange bis -unser Wunsch - reallsirt.ist, mit vereinter, Kraft bei der Staatsregierung - petitioniren^,/daß-,sie 1) an den vorhandenen christlichen z Senftnarien befähigte jüdische, Lehrer, anstellt und 2) die. svorhandenen jüdischen auch-nus Staatsmitteln unterstütze., l Pei.,.den jetzt eingetretenen bessern.Aussichten! in Preußen sfüp, unsere vollkommene. Gleichstellung,. nach dem Wort?; laute/ und. Sinne, der Verfassung , ist auch gegründete,, l Hoffnung vorhanden, daß . diese unsere.Bitte gewährt wer-! den - wird. - . ... . . i . - Zur Vorbereitung der Jüliglinge behufs ihrer Äuf- : nähme in ein .Seminar, so wie solcher, die blos Religionslehrer werdeww,ollen., können einzelne Rabbiner, Lehrer und Gemeinden sehr viel thun, wenn erstere solche Jünglinge,, die. die Schule verlassen und Fähigkeit und