Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 8 (19.2.1861)
- Date
- 1861-02-19
- Page
- Seite 105 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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jkM sie-müssen■ aus MMgW aN Nahrung zuletzt uberstüwrnen. nWirHalten uns fest überzeugt-' daß Herr vr! FraO kkl aüchnnicht das Gangster verloren -Hütte-'? -'weü'N'-'s'Me Schüler- und Freunde das Jeschürunhest so' ruhig -als Macnlatur hätten hinfahreN und der Verwandlung iw anderes lLümpenpapier überlassen hätten - wie wir es gethan und thun. ‘ >Di'e Sache hat aber auch eme innere Sette.' Hatten-die Gegner des vr.i - F. emetuhige undernste Discusstön begonnen, so würde die Streitfrage'allerdings für Di*, eine gewichtige sein. Herr Di*. %. hat sich niemals klär ausgesprochen; man bleibt über seine-Ansichten im- Mer"im Schwankenweil er sie selbst schwankend läßt.- In der Theologie die Kritik-üben, die Kritik fordern, dann aber-ihr wieder die Spitze abbrechen und ihr willkürlich ein' Halt zurufen wollen-- ist eine mißliche Sache. -Die Theologie zu-einer Wissenschaft machen, deren 'Resultate aber nach-Gefühl und Rücksichten aufstellen wollen, wird immer -'zu einem Widerspruch mit sich selbst führen. Erinnern wir- Uns des Hamburger Tempelstreites, wo Frankel^ das Hamburger Gebetbuch an sich nicht verwarf, dennochaber aus „ Gesinnungstüchtigkeit" die geschehenen Veränderungen mißbilligte; erinnern wir uns der-Frankfurter RabbinerÄersammlung, wo Frankel mit so großem Eclat aus schieb, nicht etwa, daß die dort Versammelten das Hebräische als Gebetssprache' verworfen hätten, sondern -weil sie der Muttersprache einigen Eingang in den Mischen Gottesdienst gewähren wolltenblicken wir' in Mancherlei Schriften Fränkel's, deren Tüchtigkeit wir sicherlich nicht bestreiten, die aber entgegengesetzte Tendenzen in sich vereinigen wollen und' wir werden das Obengesagte bestätigt sindeN. ' So ist es auch UM die vorliegende Streitfrage, die allerdings ' von großer Wichtigkeit' ist. Hält Frankel den Theil der -Tradition, - den man als Wborttöbb M2bN bezeichnet, nicht blos für uralt, -sondern für wirkliche g ö t t l ich e Offen'bärüng? oder nicht? 'Diese Frage wäre klar Und - einfach zu beantworten gewesen. Eine Entschuldigu ng--'man sei mißverstünden wörden, ist bei solchen Dingenkeine "Rechtfertig üng. Denn ln einer Hodegetik der Mischnahmüßte diese Frage in bestimmtester, unzweideutigster Weise d'lsc'Utirt' werden- — Aus diesen Gründen mag es denn auch geschehen,: daß Herr Dr. F. von zweien äußersten Seiten zugleich angegriffen wird, wie es vor Kurzem in dem stibnn geschehen ist - 'v':- '=■ ' Wir wiederholen, -was - wir - schon einmal gesagt: Es ist'rm widerwärtiges Schauspiel/ daß die-Discufsiön der Mische theologischen--Fragen' jetzt ' fast nM ln Me' Hände frecher Schreier gerathen ist-- die/wie M' bekannter Staats^ mann 'vön der reactiönärenPartei gesägt,- gegenwärtig alle SchaMberlorenchabcndas tollste und gehässigste Zeug ösi sentlich--vorzubringen. ' Das Heilmittel liegt nur darin; Kümmert Euch nicht'uM siej a'röntet*Md--schaffet "rüstig weiter - und wie schnell ^wlrd man Jener bergessen! ' ' Merarischer Wochenbericht. Pariser Briefe. III. Wie Sie bereits Erwähnt haben, hat sich Hep' S. Cahen von der Redaction ber Archives zurückgezogen/' er Hat sich in der That um das JudenthuM, ln Frankreich wenigstens - verdient gemacht. Herr Cahen hat länge Zeitfast ganz -ohne -Interesse , bör Jahren die jüdische Schule hier 1 geleitet', sodann' - lst - seine Bibelübersetzung nicht zu vergessen,- da diese bis jetzt die erste und einzige jüdische in Frankreich' ist; ferner hat erklänge Zeit durch 'die Journalistik dem JudenthuMviel -geleistet. Das Gouvernement Hai feine Verdienste anerkännt-uNb denselben - mit dem - Ehrenlegiönorden decörirt;' sein Göllege, Redakteur des vniv'ersiZl-sel./ -wird - wahrscheiMch oft seufzen MTrt:• vNdr'iTk'- Band, wodurch der Orden -befestigt ist'/ ist bekanntlich roth). .!'W> \'t- Herr Isidore Cahender auf dem Gebiete der Journalistik ganz zu Hause ist," -wird- -fetzt M' 'Ärchives giren , und^wir können daher Mt Gewißheit fügen/'der Söhn wird seines-Vaters' würdig seiü.' - Wir Ledäüern nur , daß Letzterer - wenig - Hebräisch * versteht/ was' doch für einen Redacteür eines jüdischen "Blattes ein cönditio sine quanön -ift. Man kann wohl eine F a m i - l i e'nb lh e l ohne hebräische Kenntnisse herausgebech aber doch kein jüdisches Blatt^ leiten. Indessen ist dies bei einem Blatte,- wie die Archives, die keine Partei >vertreten , 'Nachzusehen - und lch fürchte,' wenn ich zu' seht auf Vas Hebräische pochen würde, so würde mir geantwortetwerden wbi-ian bänb'- ftbbfy das Hebräische wird in den hohern Kreisen nicht gern gesehen, ' bA das Unpunktirte - zu schwer zu lesen 'ist, und' zu punktiren und Uebersetzungen zu Allem zügeben, würde zu viel Raum wegnehmen, und auch etwas' Unkosten 'Machen/ Leider will man keine Allisnöis isräälite durch die heil. Sprache bilden, und vergißt, daß nicht nur in« 'ti genügt, sondern - auch i»vf'chM''gehM. Die''Äüminiß der