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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-01-08 · Heft 2 (8.1.1861) · p. Seite 21

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 2 (8.1.1861)
Date
1861-01-08
Page
Seite 21 (sequence 7)
Language
German
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wird,daPinan' (oder äuch >nw - derWerfasser? allein) .für : dasselbe/—wie wir aus No/ 4V.. dieser Zeitung^krfahchn / sogar-die //Empfehlung (oder Genehmigung)-zur-Ein- - führüng"- von Seiten der höchsten Schulbehörden ^beanspruchen W müssen geglaubt'hat. Wie ist aber-bas rBuch ' ves Herrn M in der That?'! Was bringt uns dasselbe' in Wirklichkeit? Zn wie weit übertrifft esschon'-Dagewesenes? / -In .wie weit rechtfertigt < es die ihm 'von - gewisser Seitew ir k l ich gewordenen Empfehlungen? -r- Uns hierüber auszulassen/ sind wir schon vor Monden von Mehrern College^/ und Freunden in Schlesien und im Posen- -scheN dringend angegängen worden, - und — gestehen wir d offenwir würden diesem Wunsche auch heute noch nicht--genügt haben, wären wir dazu nicht durch das in Ro. 40. d. Ztg. mitgetheilte — das M.'sche Buch speeiell betreffende Ministerial-Rescript und die dasselbe begleitende, so richtige Bemerkung des Herrn Redacteur ganz besonders angeregt worden. — ' Herr M. betitelt -sein Buch „Israelitische Glaubens-' und 'Pflichtenlehre in' Katechesen" und' will hiermit zugleich' Inhalt und F o rm desselben angeben. Sprechen wirs nun'' Werst von' det F o r m. - Das Buch ist allerdings in -,Fragen und Antworten" abgefäßN Ob aber hierdurch schön" dieTitelangabe Mn Katechesen^ vollkommen ge- - Mchtfertigt ist?- Wenn Herr M. jemals-Basedow- Din- -ter, Sa l zur ann rc^ gelesen/ so wird er zugeben, - daß: nicht-Mes, Mas-in /Magen luNdAntworien'^ vorgeführt J wird, den Namen der „Katechese" verdient.; - Die Kate chik^dieftl herrliche Mbschaft des griechischen Weisen - Sokrates, hat— wie jede andere Lehrmethode — ihre G eseh e und Regeln. Diese wollen'aber bei jeder Katechisatiott zuvörderst einen recht scharf in die Augen springenden Zusammenhang, sie wollen eine durch den Jnchaltchegründete/ logisch geordnete Aufeinanderfolge der-ein- - - zelnen Sähe in -;fc er Art, daß dieselben zusammen eine; K et tr Silben/ nicht-' anders - als wie -die Glieder einer Kette aneinanderschll sie wollen eine sichtbare rbir möchten beinahe sagen: greifb are — Entwickelüng, so daß durch jede-Antwort die neue Frage b e d in g t MM -üM "jede"nW Frage aus der ihr vorangehenden - ÄnüvöWUeichsam-chepv örw üchfe;^sie^ wollen- Einfachheit Md bündige Kür^e, und — wäs Hauptsache ist sie wollen ein Stehenbleiben Lei der Frage, d. h. daß .in^keiner Antwort.etwas Anderes oder mehr gesagt,; *) bekanntlich ’ ist dieser Schritt ein vergeblicher ge-j WeseÜ? . resp.; eMM) werde/ als wöwdär^FraW verlangt- -worden. Dieses Alles aber wird, wie jeder kundige Lehrer auf den ersten MiE fthen muß-, nn dem vorliegenden Buche nur zu Hark < vermißN -: Herr M. liebt es, „Sprünge zu machen";*) Herr -M. entwickelt nicht; er ist zwar in den Fr'agm/kurz und einfach, in den Antworten.aber zumeist nur allzübreit und ermüdend; er bleibt auch — was nur zuhäufig /.geschieht •->- bei der Frage - nicht. stehM— mit Einem Worte?! Herr M. fragt und antwortet^ über er katechisirt nicht. So viel über die Form. Was nun den Inhalt anlangt, so fragen wir: vor Allem, warum, der Verfasser nicht ehrlichgenug. zu- Werke gegangen, in dem „Vorwort", zu sagen, daß er Lei seiner Arbeit - H e rr h e imer's. Religionsbuch zur Grundlage benutzt habe? Alsdann würde, man! es ihm vielleicht eher verziehen haben , daß von ihm die H e rr hei m e r 'schen Sätze zum Theil wörtlich ab ge schrieben, zum Theil auch nur mehr oder weniger um sch rieben morden? Wesentlich unterscheidet sich das M.'sche Buch von dem H/'schen Buche nur darin, daß ersteres den Erklärungen diesen angepaßte „Fragen" vorangehen läßt. Aber auch in seinen „Fragen" ist Herr M? nicht immer ganz correct.! So fragt er z. :B/ Seite 7., von der Allmacht Gottes sprechend: „Wozu führt uns die Allmacht Gottes?" — was' doch nur heißen könnte: „Wozu führt uns die Erkenntniß von dev' Allmacht Gottes?" — Wie Herr M. in seinen -„Antworten" zu Werke geht, — - nämlich - daß diese nichts weniger -alskurz und einfach — haben - wir -oben schon -bemerkt. •— Ausdrücklich gegen das Bibelwort-- verstoßend ist eine Stelle auf S. 1-7., wo Herr M. sägt: „Die'Zehngebote/welche Moses auf 2 steinerne Tafeln schrieb rc.", während doch, — nach Erod. 34, 1. u. 28., so wie nach Deut. 10, 2? u. 4. — die zweiten Tafeln, zwar von Moses 'ausgehauen, von Gott selbst aber (gleich - den ersten) mit den 10 Geboten beschriebenworden. -'--Nicht minder auffallend ist eine Stelle S.- 20„ wo der Versi, das 3? Gebot behandelnd, die Frage, was durch-dasselbe, v erb oten werde, mit den Worten -erklärt:' „Wirsollen - im Namen Gottes nicht u n n ö th i tz - sch w ö r e n / nicht fluchen u. s. w." Und wo^ bleibt der /„falsche Schwur beim Namen Gottes", der doch durch Las/dritte Gebot h auptsä ch l ich verboten wird? Und hat Herr M. - das *) Man verzeihe uns diesen Ausdruck, da .derselbe in bem die '„Katechetik"! behandelnden'Theitz der Pädagogik --ein ganz üblicher ist. .. — : -.Corr. J

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