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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-01-08 · Heft 2 (8.1.1861) · p. Seite 20

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 2 (8.1.1861)
Date
1861-01-08
Page
Seite 20 (sequence 6)
Language
German
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rtzdtt' ist,- sondern 'in' eist'litthäuer Beth-HämidraM^Od üochUlÄver Alles in der größten Unordnüng^ verblieben E K^dieftm' Beth-Hämiöräsch) wo am -Sabbath 'CHW nuka lruch noch ein MaubLrtt'get''Chäsan'in^eister utaltäü Pelzmütze (Sfteimel) das Gebet' verrichtete, 'soll stüst eine' dent'sch e Predigt''gehalten werbend' Der neugierige Pöbest strömte schon am Sabbath des Morgens 'dahin, umstrÄHer ' den deutschest Rabbinen, der nicht wie die übrigen 'Magidim das' uralte jüdische'Costüm, "sondern einen'kurzen Rock und hohen Hut trägt, mit unverwandten' Äugen recht wohl zu betrachten; das Volk' drängte sich aber nachher in das Beth-H amidrasch so stark,'daß kei st Durchgang mehr zu finden war- und Viele nur aus den"Bänken stehend, oder hei den darrikadirten Ständen ihren Platz gedrängt fandest Nach dem' Mußaph- Gebet begab sich der Rabbiner Mnür 'auf die Kanzel neben dem Oran hükodesch - unter mancherlei Aechzen und WüfDda außer den gewöhnlichen Darschanim kein Pstediger/noch däzu in Jewichsten Stieftlnauf der Kanzel erscheinen dürfte. Der Rabbiner fing an : Liebe Brü- - der", aber das Geräusch des Pöbels war sst stark, daß die Worte der Predigt wie in einem brausenden Meere verloren gingen, und Niemand nur eiste Sylbe 'zu vernehmen im Stande war. ' Es wurde^ also zum Stillschweigen "geklopft, der gewöhnliche Mische „Schah!" und „Schir!" tönte überall, der Schammes in der Synagoge schrie aus allen Kräften seiner Lunge, bewegte hin Und her die Hände, um nur' ein Weilchen Stille zu erhalten — vergebens, man hörte Nichts. Der 'Rabbiner fand es nörhig, die Kanzel zu verlassen, bis der Pöbel sich etwas zerstreut hatte, und fetzte nachher auf Vieler Verlangen seine Predigt fort.' Er symbolisirte unter Anderst die Stelle im Talmud: ' daß Nämlich der Krug stit"reinem Oel, welcher damals im Tempel hei den Priestern sich vorfand, nicht blos'zum'Astzünden der Chanukalich'ter bestimmt war,' sonderst auch als Zeichen, um den r'estn dn' und wahrest Glauben d'er Hebräer Unter den Nationen) bei denen allen das Oel -der Religion dstrch die Götzendiener verunreinigst war, zu verbreiten re.', und daß 'auch wir) nachdem wir" mit'unserer alten Religion die altpersische, griechischerömische und Arabische ^Civilisatiön durchgearbeitetauch'noch die europäische uns zu eigen machen , Unst endlich 'durch dste? Humanität der' Zeit, ohne unfern Glaubest aufzugeben, ist ein geregeltes bürgerliches Verhältniß etntretcn müßten ic. Die Rede hat bei Vielen Änklästg gesundest da? übrigens hiev manche GetnÜther reif sind) und Wsi Mer l M .... den O'rthödösten' weh't^eist Geist/ver verwandt isi'mit dem Geiste"der'BE - Literarischer Wochenbericht. Frankfurt'«: d. Over/ im Oktober- ^sirstelit i sch e G l a u b e ns - u n d P sli ch t e n l e h r-e in 1K a tfö chesen, bearbeitet - von Emänuel Mandus-(Breslau 1860). Kein Zweig der' israel. Schülliteratur hast ist neuerer und neuester Zeit wohl mehr Federn'ist Thätigkeit gesetzt"^— wohl mchr Bücher- und Autorkn geschaffen — als die sogenannte Re li g i ost ö lehre. Wir sagen „die so g enänute ReligioUslehre^ uüd verstehest hierunter nichts Anderes als dasjenige Lehrverfähren in'der Religion Israels, welches — nach derselben S ch ä b l ostewie die meisten andern Lehrobjecteinunserst Schulen behandelt werden, — auch das.Wenige, wäS unsere- Kinder von'd«^i nwv rist erfahren sollen, stn gewisse Formest zwängt, in eist dem Stoffe angepaßteshöchst modernes und sehr eng änsitzendes, — doch' leider! sti ch t a l l A Bloße n d eck e n d e s — Gewand kleidete Wir meinest d i e Methode, welcher die Ordnung, d. h. die Ueber-> Unter- und Nebenordnung, welcher die Absonderung, Abstufung, Gruppirung und'Eintheilung, welcher das Sy st erst über Alles gehst Wir meinen — mit einem Worte — > den bereits so stark verbreiteten ustd' noch immer mehr Platz greifenden „sy st e m at i sch e st Religi on sunL^estricht"?*) — Auf diesen nun häv man seit etwMrei-D^ cennien die Volks - und ZüMdlehrertn-Zsrael'-züMist'Pch) werfen fthen, und) — wie' von einem innern Drange Ie- ' trieben , — Dasjenige, was' ihnest in i h^r erst (größern öder' kleinern) WirküngsMift' als chräktisch sich erwiesist hatte) durch den Drück'vervielfältigen'und in die-Welt hinaustreten' Jü-1 lassest-- damit' äs auch von- Astdern erkannt mid benutzt, Vämit es Gemeistgsttwerde: Und wir sehen nun')'-äÜch^'Hirr- 'Lehrer-Emästst'e'l'MAm'dm s' in Kemste n' (Prost'Posen) W diesem ädlest Herzensdraüge nicht widerstehest körntest und uns daher mit einem Büche beglückt,'welches'ist gewissen Kreisest (oder vielleicht Auch nur vom Verfasser selbst)' für so v ortrefflich gehalten '■- *) Daß' dieser in der Mischest Schulenicht der",stei'- g en tli ch e R e li g.i-o n s un t e rri ch-tz" sein-kann, - und zu ^letzterm ganz andere Dinge noch Als-GlDbenssätze,, Wchßerklarungen, einzelne Bibelverse^st deutschersDprache stc.' gehören, bräuchest 'wlr 'wtchl'dem'^i^^T^eM'ilnsträr 'EösiWst^^nichtd zu Wen^"'

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