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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-01-01 · Heft 1 (1.1.1861) · p. Seite 8

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 1 (1.1.1861)
Date
1861-01-01
Page
Seite 8 (sequence 8)
Language
German
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8 /darum erlaubte^.- er > sich ffür/ das ursprüngliche: Ena•bs /‘■nin.rit&K -jb p«© -.an« bD;‘DlN.im fiiDN ,ib..yiNtt) '•)En iheie abn, das sinnlose “nirp' bb, als würden .diese Aussprüche sich nur . auf die Juden, und nicht allgemein auf alle Menschen und auch Christen beziehen, zu substituiren, obschon die allegirten Bibelstellen sogleich das Falsum und den.-Betrug erkennen-lassen. Welche Verän- .derungen erlaubtensich nicht, diese Herren mit den Worten > , the ,'ix ^EEa ,p3 die sie nach - Belieben verwechselten!- —. Auch.in dem uns vorliegenden ersten Baude, Berachoth 28 b., finden wir den alten von Zunz: Leben Raschi'sS. 371. gerügten Fehler und Unsinn wiederholt. Sensoren, sagt Zunz, haben ganze Stücke von Maschi's Commentar weggestrichen, bisweilen interpoliren lassen, oft zur Entstellung geschichtlicher.Treue. So heißt iy den Ausgaben zu Berachoth 28 d. unten: n^E N21E73. -j73T nnsb . m:pn statt des geraden Gegentheils: 7« .bur/ima.^nb-.nr-ip, (t>e Rosst Annal. p. 33.) u. s. w. Hat doch vor hundert Jahren Berlin (und wir müssen noch, hinzufügen Wien 18.60) noch juxla mentem CQjicilii Tridenlini erpurgiren lassen! . . Burtors, bexieon talmudieum. bol. 1201. 8. v. ■■pn citirt aber diese Stelle nach der Krakauer Edition v. I. 1602, wo beide Lesarten vereinigt sind: . iriiE^rib Ei->p nE-n?3 pat ^nab rpsnb -mb.w bar, und die richtige Lesart. Bedarf, daher noch einer.eingehenden Prüfung. Wir j hoffen, daß diese unsere Anregung bei dem Vereine ..Beachtung finden wird, da die/Gründe, .oder besser die. Aengstlichkeit und.Scheu, die den Verein im Anfänge des .Jahres.-1860 bestimmten,, von dem. alten -Schlendrian nicht abzuw.eichen, . gegenwärtig am Schluffe des. Jahres unter dem Ministerium Schmerling gewiß nicht, mehr cnn Platze sind. Es wäre ein gar nicht zu rechtfertigendes Unrecht,, ja?ein Berrath an dem Talmud, wenn? man aus Stupidität und Nachlässigkeit,/ ohne. .Censurzwang/ dennoch die Censur beibehalten möchte! . Der Druck des. zweiten Bandes, Sabbat, hat begonnen, und es. könnte der Fehler, noch/gut gemacht werden! Es ist einmal Zeit, daß ein besseres Beispiel conftatirt werde, da in Galizien, wo jetzt sehr viele ältere . Werke nachgedruckt werden, die Herausgeber sich nicht einmal die Mühe geben, eine Originalausgabe, /ihren Arbeiten zu Grunde zu legen, sondern meist! den censirten und caftrirten Ausgaben Nachdrucken!' So wurde in Lemberg das bekannte Sefer Ch a s s i d i m 1858 neu aufgelegt — und zwar sonderbar . genug, wörtlich nach der .russischen Ausgabe, Sidilkow 1832, die Zunz in seinem trefflichen Artikel: „Die Censur /hebräischer Werke, Hamaskir? 1-8 58//■, (S.r/42, als ein Curiosum. von/ Censorenwirthschaft ausgestellt' chat!! Ist es nicht höchst traurig!, daß die .jüdische Literatur der Fesseln nicht los werden kann? Mögen? nun die Herren Horowitz und Baruch ein Ercmpel. geben - und den Talmud von den alten Fesseln befreien, und.sie werden sich dadurch den? Dank aller Freunde der Literatur erwerben. Zeitungsnachrichten. Preußen. /. Glogau, 19. December. (Privatmitth.) ' Der l.7. October traf der, zum Gemeinderabbiner und Prediger einstimmig gewählte Herr Dr. Josephs Klein aus Stolp hier ein. Seine feierliche Einführung in's Anst fand im Beisein hoher königlicher und städtischer Behörden am 19. October in der Synagoge, statt. Als Herr Dr. Klein, durch eine Deputation geleitet, in'der Synagoge, welche herrlich decorirt war, anlangte, wurde die Feier durch erhebende, zu diesem Zwecke componirch Chorgesänge mit Instrumentalbegleitung'eröffnet. Nachdem der Vorstands-Vorsitzende Herr Buchhändler R'cisner mit angemessener' Ansprache die Bestallung dem 'Herrn Dr. Klein überreicht hattej hielt dieser seine Antrittsrede, welche Zeugniß seines Rednertälentes ablegte. Nach dem Schlüsse derselben ertönten don Neuem die harmonischen Klänge der Musik düH .die.' weiten Räume des Tempels, ündGesäng beschlöß. die' eindrucksvolle Feier. , . '. Herr Rabbiner vr..Klejn geht mit.Rührigkeit..aus Werk, die Pflichten seines Berufes, im ausgedehntesten Maße zu erfüllen.,' und arbeitet, insonders..mit Emsigkeit, an der von ihm in's .Leben gerufenen Äteligions- Schule. . . _; . . .; . .. . ..;4;. 7. ,; Am 18. ^v. M..fand w.iederum in.,.dem. hiesigen Tempel/ eine, jaußergewohnliche Feier statt^. ein/Trauergottesdienst - zu Ehren- /des , verstorbenen./Rabbiners Oettinger.zu /Berlin, .der., aus Glogau/! gebürtig-. Mle Jahre, in. dieser Stadt verlebt, chatte. .My/r/zahlreiches Publikum wohnte dieser. FM bei, unter ihm/ auch /die Schwestern und. mehrere Jugendfreunde des.-Perejvigten^ Ein freudiges Streben, das Judenthum zu fördemist, in die Gemüther aller, jüdischen Einwohner gedrungen, Ussd. verspricht die besten Erfolge... ui...

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