Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 52 (25.12.1860)
- Date
- 1860-12-25
- Page
- Seite 767 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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- Minsk 1× ep/1000754
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gMbW BAcchänalieii daselbst "Theil 'zu -nehüE 1 Es' '•* gehört wahrlicheine eigM vcrdümpftstde Wtltänschaüüng dazu/ üin diesen Pstanzschülest 'des verdummenden EhasstdisMüs das Mort zu' red'M^Mne-'gründlichere Sondirüng dieser Häuser'ist den westlichemGouvernements' würde ein' anderes Urtheil herbörrüfen.“- : rt Ist Mr 'jüngstestZeit' chat-auch noch eine andere Frage sehv - Viel1 Senfatiöst Lei1 uns gemacht , und in hesagtem Bläfte^die v^WedeMtttzMÄnficht^'Mvoitzerufenr Ich lMW dki^'MdAntrstÄgk? - Einem llkkaft'zufolge sollen nämlich'Ne -Rabbin erstellen stur mit' den Zöglingen' der beitu' hiestgiim Landes -bestehenden' Räbbisterschülen in Zi- Jttfmuv und-Miln a besetzt werdenda sie bisher von dm unwürdigsten- Änd ividüen bekleidet waren. *)' Die Regicrüng ^hat - älso M eüe' Wählen ang eördnet, und bei jeder M'ähk Geistigejunge^ Leute/ die den Cursus' durchgemacht Hättenzw Cändidaten worsteschlägen:' In allen größeren Städten -hästen^ diese Mahlen - die hartnäckigsten 'Kämpfe herä'üsbeschworen. ''Einerseits haben die Stabilen mit aller Macht' sich der-Wähl Vieset -jungen' Leute-entgegengestemmtwährend 'von -der' Seite Derjenigen-1 dir dem Fortschritte hüldilgen/ -Alles aüfg'eboten wurdedieselben an wie Spitze det' Gemeinde-zu bringen. - Dörtwö die Behörden unbestechlich' üNdi freig'esinNt waren-' blieb auch der Sieg auf der Seite wer Ldtzterest,-wie es in Minsk der Fall war, Wo destwäsige Gouverneur durchsein energisches und humanes''Auftreten viele Kämpfe unterdrückte'und derguten SÄchö''dev^Ckvilisätioüzum Siege verhalf.' Ebenstö zeich^ stMsichder -Gouverneur^ vöst Zitomir i durch feind waht^- hast^edle Humanität-aüs/-indemer dem dastgen Rabbi- M" jedw^edtst SchM angedeihen läßt. -Dagegen wußten sich äW-änderst Städte - fern von' allen Zwistigkeiten zu halten, indem es Wort gärkeine freisinnige Partei giebt, und alle einstimmig ihre Larenrm-Rabbinen behalten woltert^— Wie gesagt, hat diese Frage im besagten JourlVet-MsLande zieht es-zwel Arten von Rabhinyl..., ..Der einen, siegen alle, geistlichen und seelsorgeri- Hen'^unMnen öh,' als'da ist: Gutachten in rettgiöser Beziehung' abzugeben', Ttauüngen zu vollziehen,^ das Volk MMlehren'ünd wästststnd-wann zwischen Mein und Dein zrv entscheiden.- Derandern Obliegenheit -ist es: -die Sterbe- MdGeburtslist^zu fuhren,-Schwüxe abzunehmen, dftAus- Mb,.über die Chedarim. und andere.Functionen auszuüben, wo, me Gemeinde fn'Äeruhrrmg 'mit'her Regietung kommt; hahet'‘ wWest KtzMe^dÄbbiM'Kazeriy, b:J h. Kröüsrab- * MiMgenllnM HietWst statürlich von deMlchtevstdieMedei näle'Wiech^terogensten Ansichten und einen Fedcrkrleg-her-i vörgeruftn: i -Währcnd von der einen Seite hervörgvhoben würde, daß den jungen Zöglingen alle Kenntniß wer tälä mudischen Gelehrsamkeit, wie auch jene höhen-Lugenden/ die stets das Erbtheil unserer Rabbiner gewesen-/ allzusehr mangelten, als daß die Gemeinden Zutrauen zu ihnenfassen und -sich - ihrer geistlichen Leitung unterziehen! könntenwürde von wer andern die Förderung gestellt, daß die'-Rdgierung sichgar nicht um - die Einstimmung der - GemeML den bekümmern/ sondern eigenmächtig ihnen We -Seelsorger -und -geistlichen Leiter aufdringcn sollte, da - sie -von 'einer' Autonomieder Gemeinden - und selbstständigen EM Wickelung gar - nichts wissen wollen, weil das obscuriöse Element des - Chassidismusallzu -tiefe Wurzeln - in ihNen geschlagen, als - daß jemals von innen heraus -irgend eine Besserung erhofft werden könnte. In der jüngsten Zeit -ergriff nun der wackere Herr Redacteur der Raßwiett das -Wort über diesen Gegenstand- - und ich kann mich nicht enthalten, Was Resumö hierwiederzugeben. --Auf solche Weise kommen wir -zur folgenden^ Schlußfolgerung", sagt derselbe/- „die Rabbiner, - -als die- Muster - und Leiter ihrer Gemeinden, müssen alle höhen sittlichen Eigenschaften besitzen, Lbte diesem Stande geziemest; daher'wäre -es--sehr wünschenswerthdaß die Wählen vorzüglich Wust Diejenigen-fielen, die mit frischenenergischen Kräftenausgerüstet, eine allseitige europäische Bildung-im Allgemeinen/ wie auch eine specifisch jüdische im Befondern erhalten haben; aber das Recht der Rabbinerwahl muß den Gemeint den überlassen werden, die solche Rabbiner überall finden könntest,- ohne'sich einzig und allein - auf diejenigen! zu beschränken-,' wie diesen Cürsüs in den Mäbbinerschülest gemachthaben. Umaber diesen scheinbaren Widerspruch zu heben,' müßte man diese Wahlen in ein anderes System bringen, und dann würde die Sache ihren natürlichest Gang - gehen. - Zum Beispiel/ wir hätten - 'gewünscht,- ‘ daß das Wahlrecht eines jeden Juden- - der zu irgend einer Gemeinde zählt, eben so , wie in allen gebildeten Staaten/ durch einen gewissen Census bedingt werde. - Diese Wäh- *) Bekanntlich hat diese letzte,Forderung,'nämlich btt Eultüsbeamten der Autonomie wer Gemeinden zu entziehen und unter die unmittelbare Aufsicht der Regierung zu stellen, hervorgerufen durch die bekannte'Petition des S. Löw'iim Hause der Abgeordneten in Preußen im.Jahre 1847/ eine-öffeniliche Verhandlung verursacht: Glücklicher Weise hat Vas'Mtztrre -zu- Gunsten-bist -'SÄMästdigkeit det Gemeinden entschieden. (Siehe Jahrbuch der-Institute 18bH Seite I2st/)-' -- -- -- ,Jr:> ^-- -'-l-iHi“1