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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-12-18 · Heft 51 (18.12.1860) · p. Seite 755

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 51 (18.12.1860)
Date
1860-12-18
Page
Seite 755 (sequence 11)
Language
German
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m müßte die politische Stadtgemeinde den Israeliten Stuttgarts^ eine Volksschule errichten und die Lehrer ,bezahlen. Mi -besuchen allerdings die 'Melittscheti, Mrder^meisteNshvhere BWungsänstalten^ wenn aber eine Völksschulewrrichtet würde) köflnte eist Ächtig^Lehret die istakf litischeN'Kinver. in den Ekeinentarfächem biszüm lOten Jührd unterrichten und' dMi ün HebräiDen einest tüchtigen Grund' legen)' und auch für' die ‘ älteren 'Schüler fottnic :ber ifebeiv.; Hert'Kitchenrath; Dkaier wird M' als' Prüfüngscommissar der) isiaetiÄsESchulesterfahren haben, daß, wasHwÜnterncht rm Hebräischen bettifft, aus wim)Lande,mK,als in WerMesidenz' gelastet' wird. Zwar wird entgegengehälten/ eine'CönfesstöNsschule'nähre den Sondergeiß und die -Amakgamation der 'israelitischen Schüler mit dm 'chiistlichen .Wirke auf das sociale Leben Wohsthütig) Das''ist aber unrichtig,'denn es gwösteinenHostderst eist/ der' gehegt werden muß, und der 1 ist das) speeifische religiöse Bewußtsein, und wird dieses nicht gepflegt , Entsteht,der iIm Jndifferentismns) iEdem uyfer^ZeiMey - imWgcnPinen krankt. Will anay/..den MuG-ider; religiösw. -Ueberzeugung; dem Kinder anerziehen, so muß -man auch das. confessionelle. Element, pflegen. -Mit den.Eoncesstonen an das sociale .Leben .hat das Judenthum; schonmanches Edlere seiner-.besserw Individualität verloren., Das:Judenthum kann: nur durch seine Schulen erhalten werden, die. prachtvollen Tempelallein, Predigt- .Orgel und Ehorgefang werden es, nichh; .gegen Wie Verflachung; .seiner relig lösen Idee schützen, —v; Herr Rabb. Ur.: G üld e n st ei n in Buchau hat. seine .Privatschule. zur...Vorbereitung für w.ie^ lateinische. Schule aufgegchen/sobschon er-vom Königlichen Studienrathe zur Fortfühmugwevselben ermuntert wurde-;« er hat, aber e.ingesehbN,L;dafl.sMlgeistlicher -Keruflseineganze-KxMM-rAnsPMch'-iNrmMt) und: nur wie Liebe zur Unterbrich tswiffenschaft-! hatte-ihn angetrieben, seini Lehr-- talent nutzbar; zn-machen.- Jeder: Rabbiner..hätte.voll-: auf zu-HM/wenn er.fein geistliches Hirten ^imdPre-) digtamt gewissenhast erfüllen -lvill'.und: dürfte - alle Re-3 henbeschäftigungen hei. Seite--liegen lassen ^-bespndevswenn er .auch feiner Fortbildung Genüge: leisten will/ Seesen, im November. (Privatmitth.)- So lange, noch. Werke der Barmherzigkeit unter, uns-geübt).-wer-- dm, - solWge Jsrach--seiner)Geschichte) eingedenk, ist,, also, jemr -geschichtlichen Mahnung njcht vergißd::„Ge-.: denke, )daß DmSMm gewesen^ bißrM-AchyptenchMnd^ ^verhärte Dein- Herz und verschließe Deine Hand nichts, und! - dem gemäß einerseits 'Gerechtigkeit und Humanität nd t) ■ irrnittnL überall, fördert, -aber auch - andrerseits in. geziemender Meise-die vollen Rechte ÄvHuma^ niM -lvE, allen - .Völkern,für . sich An Mspruch -nimmtfoi langti - dürfefl wir mit Recht; behaupten r) „daß«Israel nicht, vehwaist ist^,. So sehen wir denn auch, daß.überall,-wo. lein Hülferuf.-ertönt, unsere.Glaubensgenossen nicht die.Letztenfind, die gern mit Rath und That herbeieilen.. Hat zwar:die. Betheiligung: am öffentlichen llgiösen: Lebm: und - leider auch das: patriarchalisch' fromme Familienleben.in Zssraels-:MWMpflndlichi«bgenoM men, >so: ist doch: der MohlchLtigkeiWnwflchÄ viel stärker geworden. stnd was. eine Hauptsache ist,«.nicht-blos der MugenbüMchen, vorübergehenden Rothsuchte man zu.steuern,-:sondern man beachtet hierbeL-dewerhabeneri Sinn des. Psalmspruches:.„Heil wem Vernürtstigsorgerr^ den für. den Mmen>.-amtTage des Unheils/reitedHn Gott". Man. fragtnach Wen Quellen der Verlassenheit und.ArNrMh>, und: findet wann, bald die besten- Mittel zur.Lirrdemngimnd mögtichen AbMft. Atm^P-nber Jeder/ der: sich nicht: helfen kann ündHülfloß. steht^ zumal irr unsem Tagen:— besonderswer 'Mensch dH der. ohne: Erziehung und Unterricht-aufwächst. Darumrichtet.sich wer wohlthätige Blick jetzt besonders-auf Kram kenhäuser und Erziehungs- und Waisenanstaltdn.« So sind'in dem kurzen Zeiträume von noch nicht 10 Jahren nachbenaunte. Waisenhäuser entstanden: -: -;;;; 3 .1) die: Jacobsoflfche- Waisenanstalt - in Seeftn/W . arme. Waisenknaben^ - - - - - ,.2) was von-Dr,-Jost «in Frankfurt am Main'Michmc Waisenhaus)' für - Waiftnrnädchen-Z' - - l . -3)- wie!.Feitellsche Waisenanstaltin Easselfür Mädchen und Knaben; ::, - -; - «/ ■--•;; - j- - -was: israelitische - Waisenhaus in Stettin; - "* 5) eine Waisen-Erziehungsanftalt vdn Fräulein Rath an in Paderborn-^ - 3 - n 6) ein WmiftnhE iN.«DanW!'^> - " 7) das Simon'sche WaisenhaWMH'MtMwz - 8) eine:Zweiganstalt des Joft'schen Waisenhauses in - Heidelbergs - Auch-ist' wie ich höre, das Waisenhaus in Hamburg seit einigen Jahren durch meh- -... rere Legate: erweitert mordem*>';!J - In: der -hiesigen « Jacobson'fchM ,WttLMinstW^sr den:die.Zögllnge. nichtnur:bis-'-zM zMMWgM 1M- Lebensjahre;erzogew>ünd«füv. das BMföleM4otberei^' :tet, sondern sieuwerdenvon dem-woPthätigeniStistet : 51**

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