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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-12-18 · Heft 51 (18.12.1860) · p. Seite 751

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 51 (18.12.1860)
Date
1860-12-18
Page
Seite 751 (sequence 7)
Language
German
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D.ggegM,ffäüdon/sich7 schon Mittel, die Aufseher zeigten M?>nicht:-unzm g äm glich, nnd -wir blieben .inunserem Treiben - unangefochten. rr* Das: Fuhrhandwerk im Winter-Dtrieben, /warft;weit: mehr Profit. ab/ als der Landhau, zim, .Siommer- -entchrach.-auch-, mehr.'unserem an BeweglichM gewöhnten 'Naturell'; E fuhren.' also fort, auch ftryer-unsexe/Mecker meistentheils durch? fremde Hände zu bestellen,; während wir. uns mit unserer neuen Quelle des Erwerbs; befaßten.). Dierjedesmaligen Visitatoren/ wußten Mir--, schon- /Miheschwichtige'n; i jo ginges-, bis jetzt;, nun aber,- -da jdie Frist der Steuerfreiheit. verstrichen, auch die Schrecken.-der Recrutirung geschwunden sind, sind wir endlich ,müde,u uns die . Milde- und. Nachsicht unserer Aufseher mit unserem Gelde .zu erkaufen, und sind in der jüngsten Zeit. an diehochlöbliche Regierung mit einer Bittschrift urn-Aufhebung aller unserer- Privilegien und Aufnahme in' den. Städteverb and eingekommen, damit wir nicht fürder zum Betriebe der Landwirtschaft angehalten werden, auch nicht der Willkür..besonders zu unserer Überwachung angestellter Beamten ausgesetzt seien". - Nach dieser Auseinandersetzung war ich wie vom Himgefallen,.'und: diese- Täuschung betrübte mich tief.7^. v:Wenn, wir nach der näheren Motivirung dieses s0. eben geschilderten Uebelstandes forschen wollten, würde sich folgend er-Umstand' Herausstellen.. Wenn im Auslände unsere Glaubeysgenoffen die Landwirthschaftzu ihrem Lebensberufe) ergreifen-, so. geschieht es nie. ohne vorher erworbene theoretische/?und) praktische Kenntnisse von derselben mit allemjhrem Huhehör,/. als-da-ist: Boden- und Pflanzenkunde,; Thierzucht-Wiesen- und Ackerbau u.fw..; da werden -Vereine7. gestiftet.. zur Erziehung junger, kräftiger Landwirthe, .die,..so. zu/sagen -von der?Pike lauft dienend, dieses Fach liebgewinnen u und sichin diese,Lebensweise hineinlehem: Bef ihrer erfolgten. Selbstständigkeit, finden die jungen Leute, immer, kräftige.-/Unterstützung - von- Seiten -des. Vereins. - und dienen dafür den Zwecken desselben mitder'Heranziehung neuer Jünger der Atzricultur. Auch: finden sich. Hort fach- und sachverständige Reiche, die mit ihren großem Mitteln)auf eigenem Fuß, den Ackberbau betreiben; während 7 bei - uns; nicht der eigene Antrieb und die;,bessere-Einsicht, sonderndie Verzweiflung; der Schreck die Triebfedern, waren, die zu-diesem Betriebe veranlaßt. —7- Da, ist wohl, an.einem. Aufkommen und Aufblühendür; züW'Mktbn Male' der Uebergabe^ ünd' Auslieferung an Me Befferüngs- Arrestantenrotte bürgerlicher Gerichts-' -Mit'- aujf/t.0 .V >-;w dieses Faches kein Gedanke.- - Auch' bei-uns müßten solche Vereine ins Leben gerufen) Institute geschaffen werden, an Mitteln fehlt es wahrlichmicht,: wohl aber an Gemeinsinn und -besserer?!Einsicht/- -was.eigentlichRöth Hütt-;? Dubno und Krzemienetz, die ich besuchte/ bewähren auch "jetzt ihren alten Ruf, die einzigen Städte in -Volhymen zu.stein) wo Bildung und Geistescultur gepflegt werden.) Erstere Stadt besitzt' außer der Elementarschule für Knaben.auch eine Pension für -Mädchen- und von dem guten Willen: ihrer Bewohnerzeugt auch der Umstand, daß sie in neuester Zeit um die Eröffnung einer höheren Knabenschule eingekommen. Dagegen vermißt Krzemieniec eine Mädchenschule. Ein trauriger Zufall, der sich hier neulich ereignet, sollte dm Eltern die Nöthwendigkeit einer solchen Anstalt recht anschaulich machen.. Ein vierzehnjähriges Mädchen, von mütterlicher Seite eine Waise und von achtbarer Familie, wurde wie so viele andere jüdische Mädchen dieser Stadt, einer christlichen Dame zur Erziehung übergeben; diese verstand sich auf ihr Handwerk so gut, daß sie dem Kinde den Entschluß einflößte, die Bande, die Religion und. Familie geknüpft,' zu zerreißen. Als der Vater auf die Nachricht hiervon aus Warschau: herbeieilte und sich dem Kinde näherte, wankte es in seinem Entschlusses man wüßte es aber so gut zu bearbeiten, daß es: endlich beim Austritte beharrte. Alle Appellationen des Vaters an die höchsten Staatsbehörden blieben fruchtlos, da die katholische Geistlichkeit- und die triumphirende polnische Aristokratie in ihrem Rechte blie-- ben) indem sie sich, auf den fteiwilligen Austritt des Kindes stützten. — ' * ■ . (Schluß folgt.) ' ' Die israelitische Dbet/-Anstatt. Spenden zur Herstellung und Verbreitung wohlfci- : ler hebräischer und hebräisch - deutscher Bibeln : Vorstand-' : der Gemeinde in Falkenberg (Schlesien): von der Syn-! agogen - Gemeinde F al k e nbe r g 2 Thlr., vom Cantör Aron 10 Ngr^, von den Schulkindern -?^Mgr:, zsm.- ) 2 Thlr. --17 y* Egr/; Ber ndö rster in S'tu hl w e i - -ßenburg gef von Jakob Herzog-, Istcm Eultusv'orfter her-- 4 --Fl.' öi-W.,-Avton^D e u tss ch j Fl), Hermann j Gr ü n seld 2 Fl./ Signr. T a Ü ß i g 1- Fl.) Sam. Kr e i s -' ller-1' Fll, Jaques-Schwarz--1- Fl.-' Sam)'Fel-ner'!-)• Ft.---' Salomon - Straus-/ Lehrer', '50 Kr., 3g. Oblat r 1- Fll /'Mlx La nd es man/ClavieMeister) 1 - Fl./' David'-

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