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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-12-18 · Heft 51 (18.12.1860) · p. Seite 749

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 51 (18.12.1860)
Date
1860-12-18
Page
Seite 749 (sequence 5)
Language
German
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lenkörürett, /daß man -selbst zu dieser Fastenmahlzeit Mt Stiefkinder) vom Tische entfernt hält, während die „A. A.^ZL"r /sich nicht - entblödete, sie darüber noch mit''Hohn zu-mberschütt'en/ . :f :•/ /;:"/!-■'/;-:i - H Wir lesenM:/,Wanderers No. 270.: -/Auch die Arader/israelitischef Cultusgemeinde wird wie die Pestherdie ungarische: Spracheuin Sh nag 0 g e, Schule und V er- Lehv^einsühM))/ Und: '„Unter den Pesther Israeliten ist der: im -Vormärz bestandene Verein wieder ins Leben getreten-zür.'Verbreitung der Kenntniß der ungarischen Sprache. Am.' '13> Movember; wurde näuilich int Saale der Pesther israelitischen. ^Cultusgemeinde eine Sitzung abgehalten, - in! welcheruntev Worsitz des vr. Rezday und des Gemeindesecretärs ein Ausschuß - v on - .4 3 M itgliedern und eine aus, 7. Mitgliedern: bestehende Commission zur Abfassung der Statuten ernannt! wurde. Am 19. November wurde eine große. Sitzungabgehalten/ in. welcher die Statuten verlesen wurden.^.!/>': ' . .'.•■■.v;.- - Eun -ist's schon längst als eine Nothwendigkeit anerkannt worden,: .daß. die Juden überall an den -Orten, wo sie wohnen/: sich die Kenntniß -der respectiven Landessprache aneignen müssen,, und-darüber waltetauch nicht die mindest^. Controverft/ Aber daß die magyarische Sprache in Schule und-Synagoge die. alleinherrschende werde, möchte doch: zu weit gegangen sein.. Wie,? will man — um nur Eines geltend zu machen , - den schwächen Faden-, mittelst' dessen die ungarischen Juden an. deutscher Bildung —- wenn auch noch schwach, hängen—vollends abschneiden? Ein Anderes ist' das) löbliche Bemühen des wackern Rabinowitz (ini.llA88>v6t), die russische Sprache für die-russischen Juden zur Verkehrssprache. zu machen, um dadurch den deutschjüdischen Jargon möglichst zu verbannen. „Zur Judenfrage" wird man nicht ohne einige -Ueberraschung wiederum folgende, zur Charakteristik dortiger Zustände dienende 'alte) Geschichte , aus Galizien, lesen „Wanderer" > No. ,27.5)-,,Äm . IstenMventsonntage alsam 2. December soll in denrömisch-katholischen-Kirchen der vielgenannte Hirtenbrief über.-das "Halten christlicher Dienstboten in jüdischen Häusern abermals verkündet und das bezügliche Verbot dann unweigerlich in Kraft, treten. Begreiflicher Weise ist die Judenheit in großer Spannung und sieht bekümmert in die Zukunft." *); M. S. a. 0. *.) Äan sieht, gewisse'Leute , vergessen nichts und lernen nichts....Nun,, das ist gut — so vergißt die Welt niemals,/wessen , sie sich von .ihnen zu. versehen hat! , . .. Redaction. .. Stimmet aus Rußland, msonders Vothynielr.) ...: -.....-(Fvvtfetzungt),,/....^ xi Wenn man >svnl Ostrog nach - Dubno reist, 24 Werst von der letzter« Stadt gelegen,/steht der Reisende auf beiden Seiten! der Landstraße zwei Reihen von Häusern-sich hinziehen', deren Aeußeres von demjenigen: der hierländischen Bauernhäuser verschieden ist Ich . fragte, ob dies ein Dorf-öder ein Flecken sei? und erhielt zur Antwort, daß hier vor mehr als 15 Jahren eine Colonie von- Landbau betreibenden Juden gegründet worden sei/die jetzt noch blühe. Ich hatte wohl gehört, daß in Wolhynien mehrere solche! Eolönten eristirten, hatte aber nie Gelegenheit gehabt ,' dieselben ' selbst in Augenschein zu nehmen/ Nun sagte) ich zu mir: Endlich in dieser Wüste des Krämergeistes und des Trödelhandels eine Oase, wo' das Auge und Gemüth des Freundes feines Volkesnach den traurigen Eindrückendie ganze Reihen von elenden Kram eir¬ und - Budendie" fahlen/rvösti Elende abgehärmten Gesichter auf ihn gemacht, - ausruhest können werden! — Endlich, dachte ich / doch ein! Punkt / wo Einem anstatt dev zerlumpten, verkümmerten Gestalten, in -deren Augen sich ein zehrender' Gram spiegelt, kräftige Männer, blühende Frauen entgcgentreten werden! Ich beschloß/ hier auf ein Paar Stunden Halt zu machen, um mich von dem Zustande der Eolonie zu unterrichten. Daes hier kein eigentliches Einkehrh aus " giebt, führte - mich der Fuhrmann zu einem ihnt! bekannten' 'jüdischen Landwirthe. Wohl-' thuend wäv der Eindruck, den das Haus! auf mich machte bald Lei meinem Eintritte in dasselbe: Ordnung - und 'Reinlichkeit herrschte in jedem Winkelchen, der Boden in dev Hausflur und in der reinen,' geräumigen Stube mit-gebrannten Ziegeln: gepflastert, die Wände blendend weiß übertüncht, Tische'und die rings um die Wände herumlaufenden Bänke-'rein gescheuert. ' An der rechten Seite des Eingangs war ein kleines Kamin, auf dessen Gesimse Theegeschirr stand. Ich hatte schon oft Gelegenheit, in den Hausern der in hiesiger Gegend sich befindlichen deutschen Colonistenzu fein, und muß zur Steuer der Wahrheit gestehen, daßdieses 'Haus vor jenen an Reinlichkeit und Ordnung sich vortheilhaft hervorthät> Ich ließ mir die in-hiesiger Gegend! - gebräuchliche - Theemaschine gebensie:, wav sowie das Geschirr' recht sauber.und blank) gescheuert/:! Alle-! welche diese Provinz bereisten, können sich noch wohl/erinnern/" welchen ekelhaftest" Eindruck-solches! Geschirr in den hiertättdischen Gasthäuferst auf sie geniacht.- An-der Wand: hing eine Tafel,-' Ms welcher inrussischer

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