Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 51 (18.12.1860)
- Date
- 1860-12-18
- Page
- Seite 748 (sequence 4)
- Language
- German
- Belongs to
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•¥& Jsraelften.:,/Das De^bourbonische Gesetz verfügte. nänMG daß außer her kathoftsichm keine anders Religion.gepuldet werde,, und, so viel wir wissen^ .Mistirt im ganzen. Königreichekeine jüdische -Gemeinde.. Selbst. die-Rothschildssche Familie in Neapel war auf - einen, im Innernverrichteten Gottesdienst angewiesen." Es war sich übrigens von einem-Garibaldi nichts. Anderes, zu versehen, er, der unlängst^ eine ^Schenkungsurkunde für.. einen. Platz/ zur Erbauung einer protestantischen Kirche für die Engländer, ein-- fach damst.Motiv.irte:,,„Da sie denselben Gott mit den Italienern anbeten^.. Und während solche/Beispiele hon religiöser Toleranz von einem.,-,Flibustiers an den Tag gelegt. werden, bedurfte es in. einem angrenzenden Staate des. ganzen, gewichtigen Einstusses von Lamorieidre, um den, jungen Mortaraz einer.schmählichen körperlichen Bev? stümmelung (Castration) zu entziehen,, welcher ihn. Jene unterwerftn wollten, die sich Mnes/Seelenheiles-anzunehmen.vorgebM; --w.- .-** Kr? ... So vertritt per „Nordst in einer Beleuchtnng .des/neuesten russischen Paßreglements (in No. .309.) mit.einerlobenswerthen..Freimüthigkeit das Interesse der Juden, ^hie ich mir. das Vergnügen mache, Ihnen hierherzusetzen, was ich um so mehr thue, als ich aus eigener Erfahrung das Mißliche jener Maßregel zu beurtheilen in der Lage bin. „Ein Wort zuerst in Betreff, der Israeliten- Der Artikel 2. des.Reglements, der sie betrifft, ist ein Gewebe.,von Beschränkungen, gleich , .lästig für die Reifenden wie süx die.Legastonen und Eonsulate,- welche deren Paffe visiren: Fürs./Erste sind/die israelitischen Reisenden gehalten, weite und - kostspielige Reisen zu machen blos zum Zweck, sich dem Gouverneur der. Provinz, vorzustellen, oder selbst, in manchen.Fällen an den Minister des Innern sich wenden zumüssen und. dadurch eine kostbare.Zeit.zu vergeuden) ein, Zeitverlust, der durch die Langsamkeit der Postvex-, bindungen und enormen Distanzen noch empfindlicher wird. Andererseits erhalten die Legationen und Consulate, dadurch einen Ueberstuß an unnützen Arbeiten, , die sie mit mchr Portheil, in,/eigenem Interesse verwenden könnten."- --- Ferner bemerkt er in der Beurtheilung der übrigen ParagrapheM-.wo es bei den allgemeinen Fragen heißt: „Er wird-- über-seine Religion -befragt? //. - „Wozusoll das dienen? Was wird Rußland, , was seine Sicherheit durch die Henntniß dep Religion eines: Reisenden gewinnen? f^ . AuS Selowitz bei,Prunn, bringt die „Presse".- Folgendes j unter; der Aufschrift: -.„Gleichberechtigung. der. Confef- „Die hiesigen,/Einwohner bedientenskch. zur WiedeVhMng:.deS//MMHttz,HMMdW-7ernes;.Kiex..,-nsts-/ stgeit; tüchtigen, Intelligenzen/ jungen JftaMen^, weil? die Volkslehrer ungMÜgendszwar.en.z,Der/Herr Seelsorgey von dieser,Maßregel,, jnfHenntniß-,gesetzt, chatte nichts Eiligeres zu thun, als den Unterricht-zu untersagen und den Israeliten auschem,Ortrzu-.entftrnemfs ^Dw Presse ^die jede Gelegenheit mit Ehelmuth ergreift, /fürchas/Recht der;Juden eine Lanze esuzulegen und /daher/schon? lange nach der Brunner'schen Nomenclatur unter den Judenblättern rangirt.7^77 erwartet nunvon den zusammentretenden/Volksvertretern, daß .sie.auch, in,, dieser Hinsicht Abhülfe schaffen und daß die, Gleichberechtigung der Confessionen zurWahrheit wird. ' - . ... - - Wenn, ftüher in .Betreff des österreichischen. Diploms behauptet wurde, daß die Juden leer ausgingen, so erweist stch's, daß dieser Ausspruch auf einem Jrrthum beruht, denn schon das Tyr vier Statut zeigt, daß ihrer doch, wenn auch indireet, gedacht wurde. Doch hören wir darüber das Referat, in. einer Korrespondenz der „Kölnischen Zeitung" (No. 320.), wo es heißt: „Die Intelligenz ist ausgeschlossen und?im Wählcenhrs däs Wörtchen ^christlich^ eingestellt, . das sich in den andern Statuten nicht findet,., Das.Wörtchen-enthält eine: Concession und eine Negation, es , werden dadurch die Akatholischen wahlfähig, und die. Juden, von denen,, sich-nur einige Familien in. Jnsbruck und Hohenems, befinden,-als -nicht wahlfähig erklärt. . Allein Jene.dürfen keinen Gewinn ziehen, aus, der Concession /und Diese keinen, Verlust an bürgerlich en/ Rechtenerleiden;-, denn chat -die, Tyroler Landes ordnung wirkliche Lebensfähigkeit?- Das Journal des vsdsts äußert sich darüber (17. November) wie folgt: ./„Fügen;wir noch dazu, daß das neue Statut eine mißliebige Ausnahme/enthält, von welcher wir in den ftühern Statuten keine Spur vorfinden. . „Niemand ist wählbar, der, nicht Christ ist." Die Israeliten .sind, auf diese Weise von /der Diät > ausgeschlossen. Sürd sie etwa gegen-den-Kaiser schlechter disponirt als, andere Unterthanen? Werden sien etwa die Gelder der-Provinz zu admtnistripen sich ungeschickt zeigen? -Oder, soll gar die Glaubenstreue die politische Tätigkeit bemessen? giebt es - nicht noch Israeliten genug,-, fester am Glaubenhaltend als es viele Christgeborne sind? - „Man kann wohl einen Leichnam -für einen Moment galvanistren, aber ihm ins Lebenruftm nie^s, sagt/daher treffend / die, „Oe st e pr e ich isch e-, ZeitunZ^^/(officiöse)/ in Betreff dieses. Statuts.- ... rf t ., Ich 5 habe Ihnen,, hftr ztvei christliche, Mher /Journalistik.zählenderOrgane,Mrt, die spontan W die Jhden Partei-ergreifen, /die, MrWstgefühl. dqrWr, nicht vMehk.