Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 47 (20.11.1860)
- Date
- 1860-11-20
- Page
- Seite 692 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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glauben nun den Moment angebrochen, wo der Verein, nachdem, er .sich neuerdings organisirt haben wird', seine segensreiche Wirksamkeit antreten soll. . Im Namen dieser eiftigen Patrioten. fordere ich hiemit die Pesther Vereinsmitglieder auf,. am geeigneten Orte die nöthigen Schritte zur Reorganisirung des aufgelösten Vereins einzuleiten/ Wenn -Trvie es zu hoffen, sieht - die Erlaubniß. zur Abhaltung einer- Generalversammlung ertheilt wird, so soll dies im Wege der Tagespresse kund gemacht werden. Dies, wird ohne Zweifel nicht, nur bei. den l^arischen Rabbinern, wie vr: Zipser in Rohonc, - Steinhardt in Arad , Ehrlich in Debreczin, Hochmuth in Veszprim, Deutsch in Putnok, Rochonstein, gegenwärtig in. Pesih, ein Echo? finden,, sondern auch^ ber zahlreichen Volkslehrern und gebildeten Israeliten, die sich zur Erreichung des vorgesteckten Zieles versammelnwerden." — - Wir wissen nicht mehr, was jener? frühere „Israelitische Ungarische Verein" erstrebte, ob die bürgerliche Gleichstellung in Ungarn, ob die.religiöse Erstarkung der ungarischen > Israeliten,; oder nur die geschlossene Magharisirung "der ungarischen Juden. Wir. wissen ^es nicht, und haben, also kein . Urth eil darüber.? Wir - könnten von ferne - nur meinen, daß es räthsamer wäre, zuvor die neue ungarische Bewegung sich erst documentiren zu lassen, ehe man, nicht als Einzelne, das ist jedes Einzelnen Sache und Ueberzeugung, sondern als eine Gesammtheit, aufträte. Wir erinnern, daß damals.an die-ungarischen Israeliten der Wunsch ausgesprochen würdekein deutsches Buch, keine deutsche Zeitschrift mehr zu lesen! Nur keine Einseitigkeiten! — - - - - -- - :‘ Aus Italien haben wir zu bemerken, daß die von Garibaldi im Königreich beider Sicilien erlassene Constitution den Israeliten dieses ihnen bis jetzt verschlossene Land vollständig geöffnet hat. — Nach dem „Educ. isr.“ dienen 127 Israeliten als Freiwillige in der Armee Garibaldis. — Valerio, Obercommissarius in den Marken, hat die völlige Religionsfreiheit durch eine Proklamation als die Grundlage der neuen staatlichen Ordnung verkündet. — "'.‘-V-'.- Nach dem Jew. 6ürom hatten die-Vorsteher der jüdischen Gemeinde zu Hamadan in Persien an das Loarä ok vexulles in London sich gewendet, um über gehässige Acte der Unterdrückung und Erpressung zu klagen und die Mittel zur Auswanderung in das türkische Reich zu erbitten. Der Minister des Auswärtigen^ Lord John Rüssel, hat seine Zwischenkünft bei der Regierung des -persischen Schah versprochen.- u •- 1 j? : Nicht unerwähnt iwöllenwir lassen - daß eitte> Corres spondenz aus Damaskuh in der »Allgc^DM^vom^9:- November wörtlich bemerkt:- ,-Uebrigens vMWI bemerkt zu werden, daß während der Zeit-' in welche^Dmd Pascha! so große Energieentfaltete» mmder Schuldigen habhaft - zu-iwerdew, 'es! einige .Christen gast, die sich' nichtüso -be-! nähmen-» wie man hätte erwarten^ sollen: - sie reizten die Moslimin, machten falsche Anklagen'gegen dieselben', oder gegen die Juden - und trieben mit-diesen -Anklagen! einem schmählichen Handeln Pfui über sie!"; U— i? - Wir heben mit Vergnügen - hervordaß es? in-Frankreich Gemeinden giebt» welche:mit ganz besonderer Fürsorge den Religionsunterricht ihrer Jugend-überwachen. Rühmenswerth hierin ist iusonders die Gemeinde zu N an c Y-- Es liegt uns eine Broschüre vor, in welcher über die feierliche Vertheilung von Preisen an die Zöglinge derReligionsschule am 8. Oktober berichtet - wird. - Unter Anderem l hielt' der> Vorsitzende- - derSchulcommission- Herr^Levr Bing, eine-Rede, .aus welcher wirr folgende Stellen her-? Vorheben: r ■: i „Daß wir die verkörperte Gleichberechtigung und BrA' derlichkeit sind; dadurch unterscheidet sich.eigentlich unser erhabener Glaube von den heidnischen Religionen-, das ist das Geheimniß der ewigen Vorurtheile, - die gegen uns erhoben worden sind, deshalb, aber nähern-sich auch die Religionen, die Töchter der unsrigen, mehr und mehr ihrer Mutter, und legen täglich mehr die Vorurtheile, die sie geg§rr uns gehegt, dby! schon sehen wir die Morgenröthe jenes schönen Tages den'Horizont erhellen, wo-ältere und jüngere Brüder sich - umschließen werden, nachdem sie lange Zeit getrennt für' eine - und dieselbe Sache' gekämpft haben. .-r : ' „Seid' stolz, meine Kinder, diesem alten Volksstamme anzugehören, dem Gott die Quelle des Lebens anvertraut hat, das heißt alle die Grundsätze, welche die Völker-ihren Bestimmungen, dem Frieden, dem allgemeinen Wohlbefinden zuführen werden:-' Ja, alle Fortschritte der-Civi^- lisation, alle Arten doü Freiheit» alle politischen^Erdberungen der' modernen Zeiten -sind - genauen der-Bibel- Verzeichnet; -sie sollten erst dann von den- Menschen' -verstanden werden/ wenn die Religion schon hinlänglich -auf sie' gewirkt haben würde» ' *- ' ,r; ' 1 „Aber so groß auch die schon erzielten Resultate sein mögen; wenn"unsere Generation einer wahrhaften Umgestaltung' der Dinge anwöhnt, so müssen um so^mchr alle Förderungen der Religion erfüllt'Üttd damit die Aufgabe' ' des jüdischen Volkes gelöst MrdeM^ Mögen wir dies'mehr-