Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 46 (13.11.1860)
- Date
- 1860-11-13
- Page
- Seite 683 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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683 iun^ Tags: dar-uf. "2 25jährige. JMlaum begangen.! Die KyyagMAiW Mmß eM'! -rnd. jm. Innern reftaurirt und M^..KäMN jMd Hsum^ti geschmückt bot einen schönen und angenehmen Anblick. Hße vom hiesigen Prediger Alexander-gehalteneAZrchiA,! über^die. ausgedehnt f zu^referiren^ nichtmeiu^Sache^siin^kannhatte eine Stellte/ aus deyr. WochenaWnitto zunr Terte,. zwar 5 Jö.. ,2^ 13.; -«>;14.v Mil Jt>a treffend auch über dieHiMAiedenen-. welche. .Mi den HauptMÜndern 'geholten- Z^i'oKen Werden Konnte.? - , .Jr,. Nachmittags,. . nach - Beendigung, de.s .nnw-G.ottespjenstA:-versammelte' die Gemeinde.-sich i.n einem Saale, woselM aus ^dem;^etreffMm/Kemeindebuche der, Vorsteher .H,exr, F.^ Muhr den Mnseinem Pater Abraham Muhr gesegn. And. (der, -vor,25 Jahren: Vorsteher und Hauptgründe^ dep Synagoge. war)/ beschriebenen: Hergang .WMrKnhung^.^s Kaueß:, und - der. durch den Pahbiner he.r^ B^uthener. Gemeinde-, Rabbi Israel Deutsch ^^vollzogenen Einweihung, nebst der vom seligen^AbrahM -Muhr - gehaltenen j Einweihungsrede porgelefen*;: 5X)iefe SJlcbe,,. fromm und freisinnig zugleich, mächw aus die Hörer.einen tiefen Eindruck. Doch noch, mehr und desto, herzlicher ergriffen, waren Alle, als nun der Herr Muhr eiyen von dem Mitvorsteher, dem Rathmann. Herrn > K.. Skutsch gefchriebenen Brief her- ' voryahm und, mif sichtlicher- Whrung.: vorlas. Dieser Brief,.Mhtwerth,:verbreitet M werden, lautet also: „Anden Vorstands.her- Synagogen-Gemeinde. ■;<{tyI „Meine Vorfahren, seligen^ und gesegneten Andenkmß haben -es: ,sich stets rzu? einer frommen Aufgabe gemacht, für die Verherrlichung des Gottesdienstes in unsrer Gemeinde zu sorgen und hierzu stets mit frommer Bereitwilligkeit Gaben und Opfer gespendet. Ein- . gedenk dieses würdigen Beispiels und mit innigem Dank gegen Gott erfüllt, daß er mich hierzu hat wen ^jährigen Jubeltag unsrer Synagogen-Einweihung gesund erleben lasten, bringe ich zur Feier dieses Tages aus freudigem Herzen? unserm.. Gotteshause ebenfalls ein Opfer, indem ich?die ifthon lange Jahre sowohl im frühem als jetzigen:-Gotteshause zur Verzierung unserer Horq-Rollen sim-Gebrauch. gewesenen und mir gehörenden silbernen Gerüche der hiesigen Syna'gogen-Gemeinde zum? unbeschränkten Eigenthum übergebe. — Eben so übergebe ich auch die bisher zum Gottesdienste benutzten, in.der heiligen Lade, aufbewahrten mir, gehörenden?2 Pl>ora-Rolleu- und-eine Haphtora-Rolle der Gemeinde zum Eigenthume, und indem ach bitte, diese Gaben eben so freudig aufzunehmen, als ich sie darreiche, will ich wünschen, daß der Schmuck unsres Gotteshauses durch ähnliche Gaben erweitert werde, dieser Schmuck aber nicht allein in todten Gerüchen bestehe, sondern uuch recht lebendig sich an würdiger und feierlicher Gestaltung unsres Gottesdienstes zur Verherrlichung Gottes und unsrer heiligen Religion entfalten möge. Pleß, den 14. September 1860, d. i. am 27. Elul 5620. Samuel Skutsch." Dieses Schreiben ward von dem Herrn Skutsch schon am Freitage dem Herrn Muhr zugestellt, mit der ausdrücklichen Bedingung, selbiges erst nach Beendigung der Feier und außerhalb der Synagoge zur. Kunde der Gemeinde zu bringen.' Die in diesem Briefe der Gemeinde geschenkten silbernen Gerathe sind große, sehr schöne vollständige 'bs ©mp, und die zwei min mso groß und gut erhalten. lieber diesen verehrungswürdigen und von Allen geschätzten Mann jedes fernem Lobes mich enthaltend, schließe ich diesen Bericht mit dem Wunsche, daß derselbe, unsrer Gemeinde Zier und Stolz, noch, recht lange - in unsrer Mitte wandeln und walten möge. r. r. Oesterreichischer Kaiserstaat. Brünn, im October. (Privatmitth.) Die in diesen Blättern im Laufe des heurigen Jahres zwei Mal ausgeschrieben gewesene hiesige Rabbiner- und Predigerstelle ist endlich besetzt worden. Herr Di-. B. Plazet, Director einer hohem israelitischen Bürgerschule, welcher am verflossenen Versöhnungstage in unserm Tem- .pel gepredigt, wurde in der Tages darauf abgehaltenen Gemeindesitzung einstimmig zum Rabbiner und Prediger gewählt. Nikolöburg, 28. October. (Privatmitth.) In No. 41. dieses vielgelesencn Blattes wird von Krakau aus über Mangel an Schulbesuch geklagt. Wenn es den Freund der Jugend schmerzen muß, solche Klagen aus einer großen Jsraelitengemeinde zu hören, sowird es ihn desto mehr freuen, wenn ich ihm von hier aus berichten kann, daß die 9 weiten und geräumigen Lehrzimmer der hiesigen Hauptschule fast überfüllbsind, weil nicht allein kein einziges schulpflichtiges Kind von hier der Schule entzogen wird, sondern ihr auch gar viele Kinder aus weiter Ferne zugeführt werden. — 46 **