Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 44 (30.10.1860)
- Date
- 1860-10-30
- Page
- Seite 644 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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644 ,, . .. ,,, weiter ausdehnen, und es giebt sicher keinen Gegenstand der socialen Entwickelungen der neuern Zeij, der so Lestim^ u^d/ ichnHlEtzsuEt^e hes >Foxtschdyts^a^ftmpüsH.D -fH^eiHgchK K O Ker^h^t Mr Königreich Polen, einigen Theilen der Schwerz, rm serstaat, einigenösterreichischen Kronlanvern unv m Spanien beschränkt; die gewerbliche Freiheit ist mit dieser eng mests Seligmann, ein geborener Pfälzer, der, in seinem Vaterlande ohr^e Zukunft, nach Paris aus^wande^4gar, und frarAöAstHe-MuG. ^rg^lttg Mdi^hat, Vic^dd^s neu^.AEMchd^eAhGh^EWßt die höchste Instanz) zü^Vhambery. verbunden, und unterlj eg/außerderw einige n Behinderungen noch in^eimgenGeüischen DnsichNchVer bürgerlichen und staatsbürgerlichen Rechte findet die Anomalie statt, daß die staatsbürgerlichen in einigen'deutschen * Staaten, wie z. B. Baden, -Mn Wden^ikftehtzn-. ihnen bürgerliche zuin Theil noch-vorenthalten stnd^Ueberhaupt aber fehlen sie ihnen noch in.PHerrW upd. Rußland. Auch in der Lehrthätigkeit gewahren wir die Erscheinung ^", /fc'äf itnferc @taxipchs^ettoffen ln den Lehr^ Ämtern '.tzöhLW. MtMxmxudet werden. ■, -während sie von.. den Lehräültern 'niederer'Gcittung ünsgeschlossen sind; wie ‘: es gegenwärtig in Preußen Hrofefforen jüdischer Confession ' an. den Universitäten^in Berlin,zmd Breslan,,stiebet jauch einen^sod"M^Ämchvei^^ tjf* nen schqn dre Ähmnasien verschlgsteirHsin^ .wa,S den Staatsdienstbetnjft, so.weiß man, daß in Preußen die meisten Zweigs ihnen noch vörenthalten werden , im großen Heile ' von' DeutMänd und ' in Oesterreich noch alle,' wäh'rend[in1 letzterem Ue militärische Carr^re ihnen gänzlich. offen' ^ieh^/ Äs feteief dieser feawj der Dinge ein HZchst 'esgeMümliches Schauspiel, denn während es in einigen.Ändern nur lioch die höchsten stnd letzten Pösttionen gilt, sehen wir in Spanien die Emwanderüng schön inehr. und mehr Wjeddr wachsen, und in Lima bereits'kleine Äemeinhen enistehen. *f' Andererseits finden Juden.in der Schweiz Lehrämter äü.-Hn "Universitäten/ während sie in denselben | Cantönen säum wohnen dürfen. Darum aber trägt die ganze Angelegenheit die Bürgschaft ihrer vollständigen Erledigung an sich, ünd wie ein 'kurzes Menschenalter an' manchen Orten die Umwandlung von der mittelalterlichsten Ausschließung bis' säst zur. gänzlichen Gleichstellung und socialen Äe'häbilitlrung vor sich' gehen sah, kann es nicht noch einen solchen Zeitraum dauern, M das Werk gekrönt -ist. ' - ' In anderen Ländern als Deutschland ist freilich die C^lrungFeinds. Israeliten^ in eine höhereRichteGelle kein ^xeignist mW. So wurde vor Kurzem ein Jude, -Na- .-il)' Wi/chabesi jetzt das Vergnügen, alle 14 Tage'dieses Blcittstach' Lima eiepediren zu lassen. D'i e Red ä ett Me über die MklMttsg"ö'cr IÄelr als' ^ehM ast"denselben, . aus dem Jahre 1847.; -lMtz^ung.) War es sonnenklar, daß die Statuten der Berliner Uni^rsstät durchaus nichts gegen diese Zulassung enthielten/ und hatten dennoch die theologische und juristische HacülM — mit . chie 'R'ichMMu'nL hMÜ^std^W.AesüM' sotzersMn uns die medicinifche -und philosophische^Fäcultät aiif einen ganz ' änderen Boden." Sie erstere bekenntsi^. ,,im Jllteresse für die Wissenschaft zu de^n ^Prinsip, dpr Nichtberücksichtigung confessioneller Unterschiede ^ste!' der'Zulaffuyg ru akademipeji ^e^Vamtctjt" /fte?tortn^t er .o^arfäf® snng vp,y Inden für älche .LandLsunivarstt/steu Michmäßig in Ausführung .gebracht werde, weil -sonst, die jüdischen Docenten allein nach Berlin flössen. Die Separatvota der einzelnen'Professoren schließen sich?Msem -Gutachten an, nur Hecker 'kkügt' -Über - die",sittl,llLen-/ijdi»r vielmehr' unsittlichen Eitjenschastest '„det polnischen Jüden, welche sich in Berlin zum medicinischen Studium einsinden", und fürchtet, daß gerade. d.iese .durch Servilität au s w. zur Docentur gelangen werden; Schlemm fürchtet ebenfalls den Andrang, doch sollte nur. „der achte Theil der Privatdocenten, außerordentlichen und ordentlichen Professoren Juderr sein dürfend. Warum gerade der ächte Theil, mvtivirt er freilich nicht. Hiergegen erklärt sich, Mitscherlich, der „nicht die. Religion, sondern die Tüchtigkeit und Moralität allein berücksichtigt^ haben will, „die.Tüchtigkeit aber könne man der jüdischen Nattön. nicht absprechen". — Die philosophtsche FacultäL erklärte sich einstimmig für die Zu-? lassung, verlangte sie aber. ebenfalls für alle.Universitäten, um den Andrang nach Berlin zu. piermind.W.^,. Sie. befürchtet''zwar ' nicht, .'.„baß die Zahl der Professoren.jüdischer Religion gerade in dernächsten Zeit könnte einigermaßen bedeutend werden", allein es. handle sich nicht, um. die nächste Zeit allein, Auch Hettor und Senat schlossen sich diesem an. / ,, (V . | , Mit der Universität Berlin fand sich die zu G,r e i.fs-