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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-10-16 · Heft 42 (16.10.1860) · p. Seite 617

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 42 (16.10.1860)
Date
1860-10-16
Page
Seite 617 (sequence 3)
Language
German
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m Mey,. j Z!eben allgWeipe - Strömung - uuMhplten,; w Mn^n.,.7KWMoAMy inshesondere„war; nun iKre-fThäthgkeit. ywit- -.cülex.; Energje. gerLchM^wM,man Mach, ..hi^fer Seite, hin, sich-. Den.,meisten,, Erfolgs versprach., , Aher. Die kleine und jetzt,Gott sei,Dank,. nicht mehr.mächtige.Partei, constatirte.nur,, daß^sie suhle,. Daß.^der,-Moden .unter ihren Füßen ' wanke und.; daß.selbst, ihre Wuth, gegen Judey,.eiMr ohnmächtige, sei. .-DieseMignatura^teMoris .in unserer hochaufgeklärten Zeit - .zeigte, sich auch, in unserm Städtchen. , Auch wir.! haben unsere Grafen Pfeil,: die der Partei, zum Aergerniß, pud, . der guten Mitte. zum,. Hohn aus, der Schule schwatzen und, der, juden,feindlichen Stimmung über Gebühr, hie Zügel schießen lassen. .Glücklicher Weise haben ihre Bestrebungen hier nieden gewünschten Erfolg. Die, Finkenstein'sche Adresse, die man. namentlich in den, benachbarten Dorfschaften. von Haus zu Haus colportirte, übte eine. der . beabsichtigten entgegengesetzte Wirkung. Eine dieser ganz.widersprechende Adresse, wurde von den .Landleuten, zahlreich. mit.Unterschriften, hedeckt, dem Laydtagsdeputirten Herrn, p. Jänger, zugeschickt. Dje.rit-- terljcheNj DeMche zum-Ausschlnß der Juden,vom Kei.stage im. benachbarchn,Schubin scheiterten, total. .Auch die Angriffe von der, hiesigen Kanzel der evangesifchen Kirche gegen. Huden,. wo der Prediger .Nitzfchke eines -Tages - sogar in leidenschaftlicher Erregung gegen.die Kammer loszog, die es so weit.treibe, daß sie den Juden gleiche ,Rechte mit . den.Christen einräumen wolle, erzielten auch nicht die gehegten Erwartungen, die.meisten, Zuhörer fühlten sich vielmehr gedrungen, die, Solidarität Der. Gesinnung, wie man . sie von der Kanzel vernommen, von sich abzulehnen. Die Thätigkeis dieses Geistlichen gegen Juden verdient überhaupt, eine Beleuchtung. Abgesehen von dessen Bestreben, jede Gelegenheit wahrzunehmen, um seine. Judenfeindschast zu bethärigen und die Spaltung der Confessionen zu steigern,, hat er sich vor wenigen Tagen wiederum - zu einem Act, bestimmen lassen, der. im Allgemeinen uns ganz gelegen kommt, die Form jedoch charakterisirt dergleichen Lepte vollständig. Bekanntlich übt der.evangelische Geistliche die Jnspection über. die.jüdische Elementarschule. Im vorigen Jahre, wählte nun der jüdische Schulvorstand den Rabbiner vr. Friedmann.zum..technischen Mitgliede des Schulvorstandes.. Der Pastor Nitzschke setzte dem Die möglichste Opposition^ entgegen, denuncirte der Königl. Regierung das Bestreben des jüdischen Schulvorstandes, seinem. Geistlichen. die Beaufsichtigung des religiösen und. hebräischen Unterrichts in. der jüdischen Schule zu übertragen, als ein. „emancipationssüchtiges Gelüste",.^ dem. man entschieden entgegentrefen mnsse>!,KieKönigl.Megserung jehoch, deren liberalesMen.ehmen.gegen. die,, hiesige, jüdische Ge? Winde „in, den, -.perschjedensten MerhKltyissen^nicht., genug herpyrgehohen -und!chankhar -anerkannt-werpen kann.,5 bestätigte den vr. Friedmann als Schulvorsteher,! ubertpug ihm die , Mitaufßcht, .über den religiösen Mnd, hebräischen Unterricht - inder, jüdischen Schule .undgab dem Pastor: N.- auf, Das? durch, .ihn. gestörte guje Einvernehmen,mit dem jüdischen Schulvorstande .und. hem Rabbiner, hr.Miedmann Wieder herzustellent - Seitdem hliehDer Pgst.or fast inuner von den Schulsitzungen pus,, Bpr einigen Gagen gingnun. dem jüdischen,Schulvorstande M -einer -Sitzung folgende Mitcheilung -von.Dem.PastorM< zn:iy , ,;2)ent jüdischen Schulvorstande.zeige ich hiermit an, daß, ich aus eigenem Wen-Entschließen...hie- Mnigl. Regierung ,gebeten habe, mich^vondem' Schstlinspectorate-über die Wische- Schule zu Rakel,, entbinden znMllen,Weihes meinem, christlichen Bewußtsein.; widersprecheeine.Schule zu pflegen, welche Jesum.Shristum, .mejmn--hochgelobten Heüanp-Md„Wvser)DeWWyet/s )Ki, , . Worauf der - Schulvorstand untepPorsitz. des. .Bürgermeisters Ziskean, die ^Königl. Regierung..folgende Mkl^ rung abgehen ließ: ■‘r-'.W:-/-!:., - .. j ... „Wir schließen uns der BLtteDeß PastprRitzWe,anweil unseres Wissens ein ausgesprochenes, Gesetz, wonach durchaus. ein christlicher Geistlicher: die jüdische Schule inspiciren müsse, nicht vorhanden, ist; der .auf Ministerial- Rescripte beruhende Usus seinen Grund .nur Darin, hat, daß zur Zeit , der Gründung der jüdischen Schulen innerhalb , des jüdischen.. Kreises,. gualificirte Jnspectoren nicht aufzufinden waren. Die auf die Schulinspeetion bezüglichen landrechtlichen, Bestimmungen schweigen, von der.jüdischen Schule,-u.yd weisen , für jede,Aynfessionsschille .jge? rade jhren, betreffenden, Geistlichen zum Hpspector mn. Wir wissen von Schlesien, refp., Breslau,^ daß die .dasigen-jüdischen Schulen von rincm .studirten Juden, welcher von der städtischen Schuldeputation dazu ernannt ist,, inspicirt werden. Da nun der hiesige Mabbiner vermöge. seiner regelmäßigen akademischen Bildungdem Bedürfnisse entspricht, so glauben wir um sp mehr ,, daß dem Gesuche des Pastor, Nitzschke, stattgegeben und die Jnspection, auf den Rabbiner Vr. Friedmann .übertragen -werden könne, Die, Unangemessenheit des PastorN. .zu der Jnspection documentirt, sich in - seinem. Gesuche. hinlänglich, - welches letztere.. derselbe nicht unterlassen konnte, mit der eigenthümlichen Motivirung. Dem jüdischen^ Schulvorstande -zuzusenden. . Uebrigens, wird Durch dieses Gesuch das seit " 42*

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