Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 35 (28.8.1860)
- Date
- 1860-08-28
- Page
- Seite 514 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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felBfimu* #0$ feie -tei^Id^etc^tigwng fep^ um fofort btc letzten äußeren Schranken Nied erzureißen, um über Oie Formen hinweg: den Geist der Eintracht und der Liebewalten zu: lassen und darin die Ziele unseres.Erdenlebens gemeinsam!zü verfolgen. ,.m,j.:; ,;r. „Es ist dies aber' an und für sich schon die beste Strafe, die dem: Unterdrücker werden konnte^ Derselbe steht sich von dem Unterdrückten,, von. dem nachreiner Seite und einem Sttehen Hingedrängten überflügelt, und statt nun die Lehre zu beherzigenhofft er; durch) weitere künstliche Miltelk sich den Gegner abzuhalten-während er dadurch nur die gesellschaftliche Trennung und Sonderbestrebungen -erhält- Und eine, glückliche Verwischung der Interessen und Bestrebungen vereitelt. Es scheint, somit die Aufgabe des wahren Menschenfreundes geworden zu sein, düß MkhahiN ' wirke, die Christen reif zu machen, um eine Gleichstellung der Juden ausführen zu. können.. Wahrlich, eine schöne Aufgabe, dem christlichen Geist der Liebe unterstützend 7^ Seite zu.tretenum ihn iü dem Juden ebenfalls ein Geschöpf Gottes, reinen- Menschen und Gleichberechtigten hier aus dem Erdenplane erkennen zu lassen; eine schöne Aufgabe dies, dem Christen aufzuklären: welcher -Widerspruch,' welche Ungerechtigkeit. darin - liegtdaß man einen über religiöse Dinge Andersdenkenden von einer. Gleichberechtigung in irdischen Dingen ausschließt) daß Man so: weit: geht, einem Menschen- Wohnung und Arbeit zu wehren weil er Jude ist. — Doch mögen Me, die es/an der Zeit halten , daß den Juden die bürgerliche Gleichberechtigung ertheilt werde, d. h. die es sich für eine Schuld-- anrechnen: würden , wenn es gerade wegen ihnen nicht geschähe oder durch sieverhindert würde, dem Wunsche des! verehrten Herrn Geh. Raths Lameh.Folge leisten). Mögen. sie - mit dem HerrmAbgeordneten unter das Volk treten,/ umes* reif zur Emancip.ation der Judenzu machen; mögen sie unter dasselbe, treten und; von den Widersprüchen überzeugen, die es gefangen und ihm die Wahrheit verschlossen halten,, die es in einem Vorurtheil bestärken, das ihm nimmermehr zum Vortheit und zur Ehre gereicht. D onaufÄrste ttthü irrer. . Jassy, 10. August. , Schuleinweihung. Der gestrige Tag war ein Tag, der in der Geschichte der. moldauischen Juden ein ausgezeichneter genannt zü werden verdient. .^K Gidlichrmach vielen Jahren desKampses^miLdeniOr-- thodoremjist.-es der.' Energiedes - gegenwärtigen Ministers der Aufklärung ,. Herrn .M/Kogalniczanü gelungen, die hiesige - israelitische. Gemeinde. - zu -der. Errichtungeiner. Elementarschule/zu. veranlassen;undstestertt hat schon.die Eröffnung dieser. Schule zur Freude aller Gutgesinnten stattgefunden.. u ,i , . 1 .:; dlm' 12' Uhr. erschien Herr,. M. Kogalniczanu, welcher Minister' des : Innern,. Minister der Aufklärung , und Eonseils-Präfident zugleich ist,, und nachdem demselben sämmtliche Herren Lehrer durch Herrn Jonas Byk,, als Mitglied des Schul-Comitösvorgestellt worden-, bestieg Hr. vr).me6. Landesberg als Direktor der Schule die improvifirte-Kanzel und verlas eine moldauische, - 2 Bogen, starke Ansprache an.den HerrnMinisten -Hewvrl Landesberg schilderte-treu die üble Stellung, welche die Juden in der Moldau:-bis vor. Kurzem' eingenommen,.'bewies,:daß. -allegegen sie gehegten. Gehässigkeiten unverdient waren- und dankte -dem jetzigen- Gouvernement-;- welches ihre . Lage zu. - verbrssern suchte' Besonders -dankte- -er) im Namen der -ganzen:Gemeinde: dem gegenwärtig anwesenden Herrn Minister Kogalniczanu, der: sich bei jeder: Gelegenheit- -zum Vonhcile der Juden ausspricht, und der sich bei seinem Amtsantritte die Aufgabe gestellt zu haben scheint, das Wohl der Juden. zu sichern. Hierauf dankte Herr -Kogalniczanu der Versammlung im Namen des regierenden Fürsten sowohl als in seinem eigenen für den ersten Schritt, den die Gemeinde' m ' Erfüllung der Wünscht der Regierung gethan. Er forderte die Versammlung zu -wiederholten Malen aüft mit - dem Zeitgeifte vorzuschreitensürdie ^Erziehung.: der Kinder zu - ihrem eigenen Wohl zu -sorgen, und damit sie dem Staate nützliche Menschen werden,': riech er ihnen zur Verbrüderung der jüdischen Jugend mit ' der nichtjüdischen:' aufden Bänken, der Schulest und -in -den Reihen der Armee. Er hieß ihnen, den Kindern einessolche Erziehung zu geben, daß sie : nicht die traurigen "Erlebnisse und Erfahrungen ihrer Voreltern und Eltern machen. Er vergaß auch nichtwahrscheinlich weil ihm einige Männer in der polnisch-jüdischen Kleidüng aufstelen, der polnischjüdischen Kleider zw) erwähnen; üm deren'. Ablegung ler sich seiner Zeit an die Rabbinen direct-gewandte- Er erinnerte die Versammlung, daß . alle die Herren^diegan der Spitze der gegenwärtigen Regierung-stehen,: Diejenigen sind, die sich imJahre d848:.für die Cmancipatiön der Juden ausgesprochene --Handelt fo^sagte /er-unter Anderm, ---daß die Regierung in den Stand .'gesetzt wird/ ihren' sehnlichsten Wunsch: die Emancipatiön der Juden, schnellmöglichst