Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1860)
- Date
- 1860-08-21
- Page
- Seite 497 (sequence 3)
- Language
- German
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m und-herdpppeln mu|>:- ttrotzallen; Finänzschwie-r rigkeiten- ,vpit ftinem KriegAbudget--nichts-äblassenkann rc.- M-lange nkqnn/allexdingSi-an-Mftntliche Berände-; rungen; sm-Steuer.-- -und; Abgabenwesen nicht gedacht' und nur-Mr. und daigMckt und.tzebessert werden.; Doch kommen wirzur Sache. - . -; - --?v: :j-. ,}> ' . Der Kongreß beantwortete die Frage: wer steuern solle? Mit StimmenMehrheit-: Alle,;ckaüM die Bettler ausgenommen: Jedes. Glied des Staates: soll, indemes seinen Theil an. dm Lasten der Gesellschaft trägt^ im Bewußtsein, ein Lebendiges .Glieddes Staates zu sein/ leben. Jedes soll dadurch aus die Frage kommenwie diese Mittel der -staatlichen Gesellschaft verwendet würden, und endlich das Bedürfniß fühlen, in irgend einer Weise bezüglich'dieser Verwendung auch.feine; Stimme-abzugcbem Wer erinnert sich hierbei nicht jenes , im 2. Buche Moscheh angeordneten Actes bei der Errichtung des Heiligthums, daß jeder Israelit einen halben Schekel Silbers, „der Reiche nicht mehr, der Arme nicht weniger", Abgabe entrichten solle, um so als ein lebendiges^Michberechtigtcs'Glied in das Heiligthum einzugehören.: Das Heiligthum ist hierzugleich der Träger der staatlichen Gemeinschaft-5 ,;bct Gemeinde der Söhne Israels^. Man sieht- Moscheh geht sogar noch einen Schritt weiter alsder Kongreßer betheiligt nicht-allein-Albe an der Abgabe, -sondern auch in g leich e m- Maße. Hier sollte Niemand ein Paria sein, Niemand blos geduldet, Niemand minder berechtigt, Niemand minder bethätigt- Niemand minder starke.nWewußtseins, hier: vollständig; einzugehören: - ' :u::Mne?.deri:Hauptftagen :des Kongresses war: -ob die Steuer vielfältig oder eine-einzige sein müsse? - Die Stimmenmehrheit entschied sich für die einzige Steuer. Denn je-- vielfältiger die Steuern sind, desto mehr wird durch die.Erhebungskosten absorbirt,'desto weniger kann die Gerechtigkeit der Steuer beurtheilti werden, desto weniger kommt die üble und hemmende - -Wirkung der ' Steuer zu Tage. ..Wenn man einwendet, daß durch die verschiedenartige: Vertheilung der Steuer - diese minder fühlbar werde,' so; beruht dies doch nur auf Scheindenn-am Ende muß die Steuer .dochgetragen werden, Und andererseits ist es eben von; großer -Wichtigkeit, dasi dem Bürger nicht verborgen n bleibe-, wiehicl;;er - dem Staate zw steu erw habe: Die Finanzschäden kommen dadurch früher ans Licht- '-und ihre-Heilüngl: wird ^rechtzeitiger! angestrebt:-- ES häügt-dies weiter imib der?Frage Husammenr^ob wirecte öder itidirecte Steuer? ob Verbrauchssteuer öder überhaupt wüs 'gesteü'ert werden solle? - -Die indirekte und Verbrauchssteuer wurde entschieden-Äerwvrftn- und mit StimmettMehrheit^angej nvmmenpdaß dieeinzige' Steuervon- ^dcn- RevÄtüen undsdemEapitale ^erhoben» werden 'müssetWir können uns j hiermit nicht ganz in'ilebereinstiMwüHerklären-/ Was! heißt eigentlich Capital/ wenn' nicht eben die Revenuen/ l diedaraus^ fließen-, der Ertrag / der' aus seiner VeiwD-' - düng' kommt? Ein Capital hat nur sovielenWerth, 'W! es Ertrag abwirst. Wenn der Vodenwerth in den letzten 30 -Jahren um das Dreifache gestiegen' ist/so heißt'dies nichts Anderes, als der Ertrag desselbenVodenftückes'hat sich verdreifacht, und wer diesen sich jetztaneigNen will/ muß einen dreimal so großen Capitalwerth verwenden,' als vor drei Jahrzehenden. Lasset den Ertrag wieder stn^ ken, und das vom Boden repräsentirte Eapitäl sinkt 'ebenfalls. So richtet sich auch der Werth des Äeldcäpitals° nach dem Zinserträge. Dies lehrt uns/ daß'Kapital ühM Haupt -nur so weit' eristirt/ als- 'es uiid'wie viel es'Ertrag abwirft. Der wahre - Steuermesser''sind'daher Mb allein' die Revenuender Ertrag- - das Einkönimen.'' Hierin' stimmt nun das Mosaische; Gesetz völlig überein': es kenstt nur eine Abgabe/ Und diese vom Ertrage, nämlich 'die'Zehnten. Massonst zu wohlthätigcn Zwecken 'Verordnet'wird, wie die Ecken des Feldes - die' abgefallenen Mhren;Hiil Nachlese, -kann * nicht als Abgabe, Mdetn'Mr äls ^umelst freiwillige Gabe an die Armen angesehen werden, dä 'das Maß derselben -gänzlich vom freien Willen abhing/ wenn auch allerdings die späterentraditionellen Nklärer^ ein Minimum; für-die Felderecken MME Es händW sich allerdings stier um ein lediglich aMbaüestd^ Wlk/da-. her die Abgabe allein'vom Erträge'des Ackerbaues stättfand. Sie. hatte aber dagegen den großen Vorzug',' eben wandelbar nach dem wirklichen' Ertrage des' 3ähres stnst nach dem Besitzstände der Familie zu sein. Mari hat über die Bedeutendheit dieser Zehnten vielfach gestritten,und sie - als viel zu hoch gcgriffclr ängektagt. ' Wir glauben, daß uns' hierüber gegenwärtig'ein richtiges MheilMtM mehr möglich ist,' -und ' daß' es' eben sich' däbeiümeme einzige Steüer handelt, nicht üm''Zchsiten^ sieben Grundsteuer/ indiretter und noch huMert MdeMSteuetn.? Für uns'hat diese Nebenfrage überhaupt hiet'keiüenWerth/ l denn es gilt uns nur, nüchzuwetsist daß' dÄs mMifthe Gesttz - nüv die einsige und zwar ElMiüMrnsteüer keimt, uM'foÄ^ ' dir Resultate des-modernsten Cöü^resieh in best Äorjschrlst-' - ten-des Mosaischen Gesttzes'vollständigstnMeEMgem \ Die Berhältnisse htber r reit so- 'einfachöderdochnls so einftch 'vöiaüsKtzi/ dast j das Princip der einzigen ÄWbe' vom "Wrage -zhgle^ ' daS der Vollsten Gerechtigkeit' war. ^Einerseits^ Är eine 34*