Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 34 (21.8.1860)
- Date
- 1860-08-21
- Page
- Seite 496 (sequence 2)
- Language
- German
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l| . i % M Nationen statt, der über die, Steuerfrage verhandelte. Die in allen Staaten wachsende Steuermasse, ^welche demrM denAtm^f^DarE^d^^lR^ürfniHr^^^t denwe- HW W^Och-'WkB«ch«HGHkM schulden, 'Deficits *und Anlehen erheben diese Angelögenheit zu. einer der wichtigsten für das moderne gesellschaftliche Leben, wie sie denn auch oft genug schon zu den! 496 r\ , f:$ l lösbar. M M kam uns hierbei die Erinnerung, wie man vor ^einigen Jahren in Preußen, entsetzt^durch Wr>steigröW HHchkeit HDrHWfaKHFOnHitäPl^ heiliger, die Eidesleistung eindringlicher zu machen.^ häufiger, als daß preußische Richter bedauerten, daß die "Eide der Christen nicht mit so vielen Formalitäten umwirksamsten Motiven derMevolutionen gehörte. ^Jnpeß isi^ es dieser GesiDshmEk Äth' nDf^weÜhOuns'wÄaNWt, in diesen Blättern auf jenen Congreß einen Blick zuwerfen. . Vielmehr führt uns hierzu der Umstand, daß in dieser großen Staatsfrage sich DaffW^ bewährt, anderen gesellschaftlichen Gebietenffchon mehrfach gefunden, und der uns bewies, daß Religion und Politik.,in, ihren; Tiefen nicht von einander geschieden, sondern identisch strch/,'der "UmWK^^asi^wir'die Lösung der gesellschaftlichen Kragen,^ wie sie aus..der höchsten Entwickelung resultirt /in der mosaischen Gesetzgebung bereits niedcrgelegt oder doch angedeutet finden. Es dürfte dies selbst Die nicht verwundern, selbst-Denen, nicht alA ein blo,ßes.,Cu-, riosumerscheinetr/ welche 'von dem/Dogma der Offenbar rung nichts wissen wollen. Denn die Wahrheit und das- Recht sind ewig,dieselbigen,-und die höchste Entwickelung ist nur die Verwirklichung jener in mannigfaltigeren Formen durch ein vielverzweigtes Leben hindurch. Wie in der Natur die unendlichen Formen und Erscheinungen, des,Lebens doch immer nur an wenige einfache Gesetze gebunden und von ihnen geherrscht sind: so auch in. der sittlichen Melt/ Haben wir nun früher in Leitartikeln die-; ser Zeitung, so wie in unseren Vorlesungen über die Entwickelung der religiösen Idee, und über die Religion in der GescllHaft wiederholt nachgewiesen, daß die. Lösung der gesellschaftlichen Probleme, wie -sie der Hegenwart und per; Zukunftder menschlichen Staaten, obliegt,, -theils in' den objectiven Aussprüchen klar gegeben,' theils in den sUbjeeti'ven Sätzen angedeutet worden, welche Heide das mosaische Gesetz giebt.: so erfreut es uns um so mehr,, auf eine, gleiche.Erscheinung bei den Resultaten deß obgedach-/ len Congresses gestoßen zu sein. Der Congreß beschäftigte sich vorzugsweise mit den Fragen: wie die beste Steuer beschaffen sein solle? wovon gesteuertwtrdk?^ünd<wersteüerk soll?^4. Allerdings; fiel es uns bei der Discussion dieser'Fragen ein, daß der j Congreß viele' Mühe hätte sparen können, wenn er als! ersten AuSspruch.PnLesteAchLM^ Vermindert die Steuer! i /Denn dann.ist zpie Fpage:ühep dip <§rhehungsweift der/ Muern-bei Weitem NMgex wichtig und bei. Weitem.,mehr - WBNMch.- preußischen Landrecht.- Man "hattÄ Ihnen 'zurnfen Äögen: Alles . vergebens, denn zuerst vermindert die Eide, und sie werden von selbst der Menge heiliger werden. Die preuß. ' GMchtWbnuAstLverkäuPrMltose Eide, fordert bei jeder Sache und überall Eide, die Zahl der geleisteten Eide bei einem preuß.^Gerichtshofe geht ins Unglaubliche und die kleinsten, unwichtigsten Din^e. laufen eben/o wie hie wMtigsten, bedeutsamsten, auf eine.Unmasse von Zeugen-,. Sach- : verständigen- und Parteieiden n. s. w. hinaus/ Da' wird der Eid zuletzt .eine.bloße. Formel,,die ohne tiefere Erregung des Geistes vor- und nachgesprochen wird. Statt asso^auf Formgepränge, zu;denkM> MMMan vor Allem die Eidesleistungen vermindern. und. den Eid zu einem seltenen Requisit des Richters machen./— So: auch mitdden - Steuern. So. lange die Abgaben und Steuern in besiän-! digem Wachsthum begriffen, 'so kange-von dem alten Steuern nichts - entbehrt werden kann,/dagegen'immer ethöhtere, Ergebnisse gefordert , werden.müssen :, so lange kann jede Discussion überudie/Erhebnngsarten der! Steuern; über die Steuerobjecte-u. s.'w. kaum/von einem', praktischen Nutzen ftim - Denn die Theorie fuhrt hier/ auf: eine so/entsühie!- dene Verwerfung des ganzen gegenwärtigen Steuersystems, auf die Forderung des so schnurstracks, entgegengesetzten, daß an ' d.ie'Möglichkeit - der Aenderung unter. den ,gegenwärtigen .Verhältnissen gar nicht ^gedacht - werden kann. Dies hat? auch .der Congreß -gefühlt/ und' nachdem er die ' aufgestellten Fragen theoretisch erörtert hatte'und die FrNge solgte :'wie diese Entscheidungen nun.prakiifch zu realisiren wären?iplaütetpdieAntwl^t^man.müsse.ztwopdie.Völ- .ffer-üher-diesen Gegenstand: ausdauernd aufklären und unterrichten. Praktischer wäre aber diese Antwort dahin ausgefallen: daß die Völker vor Allem dahin zu streben hätten, aus den höchstgespannten Verhältnissen herauszukommen, in welchen sie sich' gegenwärtig'befinden. So lange Frankreich 6'00,000''Mann"'ÄMer'^destMassen^Md^für 900,000Mann Vorräthe aufgehäüft hat, darum England seine Marine enorm vergrößern/ 120,000 Mann Milizen aufstellen und seine'Mstenbefestigung M 'ungehMeÄ Mstenaufwande verstärken, Preußen seine Armee reorganisiren