Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 31 (31.7.1860)
- Date
- 1860-07-31
- Page
- Seite 455 (sequence 3)
- Language
- German
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4SS Persönlichkeit Gottes — -sondern als-die begriffene,- durch dielVernunst eingrsehene. Ferner ist stem Monotheismus GottHer-Selb stbstw ußto. -,,AbeL ein Selbstbewußtsein ist -doch nich^Mnkbar, - ohne: int dem Selbstbewußten wes nigstetts strerraMdre Nntedsthiede^ zU setzen. / - Der- Selbst bewuM ist '1s der,' d er -sich bewußt- 2) der,d essen er sichbewußt ist! und-mur weil dieser nicht eim anderer und au ßer:jenem börhSnvenersMdertt einer und derfelbentit ihm .ist>r also t6JÄ loco! erst kann' et als der S elb stb es wÄ-ß t e/ gedacht werdend■ * Dies Alles' ist aber in der lees ren Unendlichkeit des Theismus-nicht möglich, der es freia lich behauptet, während der Pantheismus es läugnet. - Der wahre Monötbeismus ist daher' derüberlrundeste Pantheist- Müs/so wie Vieser über -den-bloßen Theismus hinaus-ist Gehen wir-hier einen Schritt weiter/ so ist dann Alleswas dem wahren -Monotheismus/ wie ihn nach Schelling's Definition' doch - nur Vas Zudenthum--allein lehrt,- irgend eine Modification infinüirft wieder ein neuer theogonischer Proceß, der eittelArt'Pülythüsmus aus dem wahren Mos notheismus heraus gebar, wie der alte Polytheismus üus dem ursprünglichen MonötheismUs, d. h. äus dem Theismus iü seiner ersten geschichtlichen/ man könnte sagest auf adamitischer Stuft, - - . - Ueber Consiftorialversajsung. Eine ftastzöstsche Monatsschrift begann jüNgst einen Artikel -E der Phrase: --Die! alle'' israelitische Einheit wird gegenwärtig! repräseNtidt ofsiciielldurch die Confistos rialbehördenu-und' täglich durch die-Presse:^! Wenn-nun die-' letztere--Nachdem sie mm srvor zwölft Jahren, als-die Revolution -Md" dann die Reactkon ihro Häupter verhoben, mit geringer--Ausnahme "gatlz allein/gelassen-' M wieder in nachhaltigem Aufblühen begriffen ist, so kann doch der erste Theil jenes Satzes nur als eine Illusion erscheinen. Wr haben bis, jetzt ein Consistonum nur in Frankreich- Belgien, drei''in der Rheinpro^inz, aus den Zeiten des:'toestphälifcheit Königreichs herrührend und-nur noch wenig legalen Boden habend, einem Oberrath in Baden, einen OberkircheNrath in Württemberg, einen Oberrath in Mecklenburgs-Schwerineine Haupteommission in Holland und eine Rabbinerconkmissiost!in Petersburg. Das in LöstdönW-kistirende Loarä ok Vsputie8 kann, da es von der Freiwilligkeit der Gemeinden äbhängt und vom Staate gar leiste Autorität-hatnicht - als eist Confiftotium angesehen werdm;"mnd der Versuchein -'ähnliches Jnsttutin Nordamerika hervorzuruftn -. ist als gescheiter!. anzusehem Da nun; die- RabbinerrömMission in Rußland. durchaus keine! andere Funktion hat, als der Regierung Gutachten abzügebenso ist es klar, daß nur ein sehr kleiner Bruchs theil-derJudenhiit mit Eonfistoriek versehen ist- 'Wie sol-r lenalso diese die israelitische" Einheit repräseNtireU?H Sie könnten--dies doch-nur/ selbst für'diesen kteinest-Theilwenn sie iw erternen und-iNtdrnett Fragen Mit einander lcbmMu-s nieireU.' Das Letztere haben sieniemalsgethach-ustd das Erstere ist ihnen vom StMte-niHt'gestatteti-lSelbstEmast cipatiostsangelrgenheilen' sind, so viel wir wissen- -von-deu genannten Consistorien 'Niemälsbetrieben worden/!-und-üls das - französische- Costststortum" sich einmal -inGirierausländischen Wage bittend an -den Kaiserwandte bekam -es Mne -Antwort; - als - das Pariser-ConststoMm dewRedacs teur. des vnivkrd -vor Gericht verfolgen wollte,-erhielt- -es die ErlauSntßnicht -dazu: Die Vertretung" nachf'stußrü durch' dir Cottststorien, oder wie sonstihre'LiM"stnv---ift daher' ganz illusorisch-/ niir eine -vom Staate völligr -ust abhängige Instanzwie das'' Loarä ok Loputivs ,- 'vermag hierin etwas zu - leisten, und hat 'esallein-aUch-tzethattj so' sehr die Franzosen ihr CentralconsistoriuM Mitiviesem Nimbus auch schmücke« mögen. - -Hmsichtlich/der internet Fragen hübenwir stoch! niemals erfahrm, daß ^auch^lM der badischi Oberrath Mit dem wütttembergischestObW kirchentath eoMmunieirt, mit einander-Rathgepstogeststnv gemeinsame Beschlüsse' - gefaßt Härte,/ Jener GeistöderIsst littheit und -Selbstüberschätzung, - - welcher srühersäMmtlichk Gemeinden, große' und -kleine, mittlere-'Und Minstö'''W herrschte. Und züm - gtoßeu Theil - stoch jetzt- 'beherrscht, '-in welchem Geiste jede Gemeinde 'sich für das-'ganze Israel hielt/und im-Vollgefühl ihrer Wichtigkeit-ündMttheilst b'efähiguttgnur' stuf sich beruhte, ist aüch invie Uhttsiftdrien st. ft lM übergegangen, und läßt ste allesaMwt ihren eigenen,- oft sehr verschiedenen Weg gehen- Fassen -Mir die Frage praktisch/ so haben überhaupt alle vorhandenen EünsistorieN u. ft w. bis -jetzt auch nicht die geringfte-'Wirkunggehabt/ mit alleiniger Ausnahme des württemMgischeu Oberkikchenrüths, der auf Synagoge und Schule "ei-' nest segensreichen-Einstuß geübt hat, so wie wir auch-NiM verkennen, daß der Mecklenburgische Oberrath im Zuge wak/ etwas zu wirken/ bis et von dem großherzoglichen Mink-' steriuM vollständig paralysirt Wörden/ Attch einzelneMM ststoriülrabbiner in der Rheinprovinz haben Gutes gewirkt/ was über nur vsn ihrer Persönlichkeit ansging'. - Daß Vas' Iudenthumdaher selbst in den-Ländernwo bis jetztMM fistörieN^ bestandest, vöndiesen-rehräsentirt- Werde-' köNn'eir wir wicht zugeben/ "" i-' - -i\v: m-: -HW"! 31 *