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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-05-15 · Heft 20 (15.5.1860) · p. Seite 292

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 20 (15.5.1860)
Date
1860-05-15
Page
Seite 292 (sequence 4)
Language
German
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m men, Wß in' Pofeir der Erzbifchos die Gemüther in" Bezug auf die WahlvonStadtverördneten gegen-die Juden äüsrW daß am Rhein der Klerus Dieüsiverhältnisse zWischM Christen--und- Jüden zn siaten "sich 'bMrht, Ünd wie die-Kreüzritterpartei'das ganze Land^MKregen versucht — so^ muß man anerkennen; daß' von Seiten der Staatsregierung - ein kräftiges' und entschiedenes Einschreiten gegen alle diese Uebergnffe in das bürgerliche Leben Roth thut, wenn nichteine voll st ä n d i g e Ze r f e tz u n g im S-t ü a t s l ebendadurch" erfolgen soll^ daß in demselben einzelne Elemente sich über Gesetz und Regierung hinaüsheben und gegen dieselben agitiren; man muß anerkennen, daß gerade diejenigen Parteien einen' völlig revölutionären Charakter annehmen -- welche mit der Bezeichnung „Revolution" immerfort um sich werfen und sich üls die Gegner derselben' geriren. Mögen diese sich in Acht'nehmendenn Laswas sie heräufbeschwören, wird sich gegen sie selbst 'wenden und sie verschlingen!' ~ Dies führt' uns noch einmal zu den traurigen Vorgängen in Galizien. Allerdings, hat'die „-Ostd. Post" hinsichtlich des von ihr mitgetheilten Berichtes aus Rzeszow ss. No. 18. d. Bl.) folgende Berichtigung erhalten: Rz.esz ow, 27. April 1880. Die löbliche Redaction hat in der Ostd. .Post vom 20. April Nr. 110: ein ihr aus Rzeszow zugekommcnes Schreiben abgedruckt.: Dieses Schreiben, welches mich der Verlautbarung von der Kanzel verderblicher, ■ dem Geiste der christkatholischen'Religion zuwiderlaufender Grundsätze beschuldigt, erkläre ich hiermit für eine boshafte. Verleumdung, welche geeignet ist, mich in meiner.öffentlichen Stellung herabzuwürdigen und auf das Empfindlichste zu kränken, und ich fordere, gestützt auf die k. £ ^re^l)rbIlung, t>ic Xö.Btic^c Redaction auf, diese meine Erklärung in der Ostd. Post abdrucken zu lasten. '! Franz Jlinski, Pfarrer. Auch.wurde die Nachricht, daß auch in Wiengegen das dienstliche; Verhältniß.. zwischen Juden und ' Christen gepredigt, worden, glücklicher Weise dementirt. Aber die Wiener „Presse" hat den besprochenen Hirtenbrief aus Przemysl gebracht, und -wir, sind, genöthigt, dieses 'Document,u >welches das Jahr -1860 um ein Jahrtausend zurückschraubt, diesen Blättern: einzuverleibem Es -laufet: *f,! u Midhöhd'k. k. Statthalterei; hatunterm 2t Deccmber 18.59,,M5i62,, die in Folgender, Allerhöchsten ^Entschließung , vom 13.- November. 1859 erlassene. Verordnung des: hohen k. k: Ministeriums des Innern wom 20: November 1859, Zahl 11,896, kundgemacht, welche das Verbot M HaÜeNS/christlicheNDienstboten^ MmNen) eGMM Üstd Lehrlinge bonSeite -der.Juden nüfhebt.--' ' -^' '' >,Indem wir 'der ehrwürdigen Diöeesän -Geistlichkeit obige Verordnung der Regierung mittheilen, erachten wir es für angemessen^ euch zugleiK zu'ziigen/ wieihr in dieser' 'Beziehüng zu verfahren -habt/ uns 'einerseits'eüicm Berufe" als Seelenhrtten zu' erWrechetr Md ÄnHen 'dev Kirchengesetze zu Wahren ," und andererseits der' christlichen Nächstenliebe und der ben Staatsbehörden-schüldigen Achtung' nicht 'nahezutrcten. ''' ' ' ' ' t' „Eine in "der Geschichte der Völkes-MMe-' 8rMeinung bieten' uns die Juden dar, welche , zerstreut ln der ganzen Welt und'Überall' verachtet, ümherirrend als'Vertriebene ohne Vaterlaüd, ohne' Tempelohne Priester und Opfer, trotz des Druckes Und' grausamen Verfolgung^ achtzehn Jahrhunderte überdauert haben, Und die/ungeachtet sie unter allen Völkernzerstreut 'sindf'Mdoch mit ihnen nicht vermengen, sondern überall ein abgesondertes^ unter sich aufs estgste verbündenes Volk hildenl Jstden? sie dergestalt die Prophezeiungen der 'Protzhetest''und" 'MbistüS des Herrn, vermöge welcher sie von Gott verworfen worden, -weil sie den Heiland verwörfen, an sich zur Erfüllung bringen, geben sie hiedurch ein stetes Zeugniß der göttA chen Wahrheit unseres heiligen Glaubens. Und dieser ihr trauriger Zustand wird bis ans Ende der Welt dauern, wo auch sie zu Christus dem Herrn sich bekehren werden. Gott erhält sie als Wurzel zur Zierde der Blume, die aus dem jüdischen Volke hervorgekommen. „ „Sie sind" " — wie der heilige Bernhard schreibt — „ „die sichtbaren und lebendigen Gipfel, welche die Marter des Herrn darstellen- und deshalb sind sie zerstreut in allen Ländern, und indem sie die gerechte Strafe für eine so große Sündeerleiden, sind sie Zeugen unserer Erlösung.""' (Epist. 363.) „Aber indem sie; unwillkürlich ' unserm heiligem Glauben Zeugniß gebend leben siefortwährend " mit demselben im Gegensatz. Wiewohl auf ihnen sichtbar die Strafe der göttlichen Gerechtigkeit lastet, find sie doch/ stolz' auf ihre Abkunft, halten sich noch immer für das vöst Gott äüserwählte uNd-'von Gott einzig geliebw Völk-^uüd verachten alle anderen Völker als unrein: AnM indem sie stets der Ankunft des' Messias enchegensehen/ der ^sie^-vom Joche der fremden Völker befreien undalle Völker ihrer lHerrschast unterwerfen sollteleffe'ü He firtwähMd^MlchäM'kMeä Christüs -d^n^'^erin^^^'^'^'f^^^^^ke^^r ssüd gebrauchen verschiedene'''Mittel-,' ihriew:Mschadeü:- -WesonderWruser L'ünd'/' wohin die Wir ^anderenMndeM-Gedrückten, •. gejagten-sind herf01gteKHudoff>zMrei kaüren/und wo"si4

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