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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-05-08 · Heft 19 (8.5.1860) · p. Seite 278

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 19 (8.5.1860)
Date
1860-05-08
Page
Seite 278 (sequence 4)
Language
German
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aufgthobenn betrachte, - aber'jedem - Minister in l seiüem Messort die En-tscheidung^MsteW-MNÄeife'rn'die Religion dte- Bekleidung, von Staatsämternizulaffe^ VoA diesemStandpuML aus verklärten die Minister des Innern'und desHändels/i'.daß in -ihrem Messort kein-Hinderniß:bestehe/ der Zustizministev dagegen verblieb bei seiner früheren-Erklärung/; Juden als Richter wegen- -ihrerNichtbefähigung, christliche Eide abzunrhmen/) und?: der; Unterrichtsminifter: als - Lehrer an - christlichen Schulanstalten-- für welche er aber so'ziemlich-alle/deutete, nicht anzustellen. Deshalb vermeinten die Minister-udaßdie Ueberweisung der Petition >zwecklos fci> und.^stimmten-daher für einfache Tagesordnung, konnten aber für ihre Ansicht nur 110 Stimmen gegen 169 vereinigen/s so! daß hiermit der Commifsionsatttrag angenommen maxi Die-Debatten verliefen sich in! dergewöhnlichen Meist--mit! Ausnahme, daß der Führer der reaktionärem Fraction,. von Blankenburg, diesmal-nachholtewas imrHerrenhaustwersäumt!worden', nämlich das ganze ultramontane:'.Geschütz -gegen das Judenthum aufzusahren) & brachte:.Col nidre,, Allenu und andere Dinge noch einmal gegen uns zu Tage. Der Abg. vr. Veit' antwortete sehr ,,gemäßigt", und : erhielt dafür das Lob des Herrn; von Vincke: -' Das: unsrige können wir ihm dafür nicht spendew/ denn wir hätten eine, zwar den Gegner nicht verletzende und -aufreizende, aber doch eine1 kräftige und begeisterte-.Entgegnung verlangt. Auf dem Gebiete der Polemik iwird Feuer-nicht durch Wasser gelöscht, sondern dieses durch jenes in Dunst aufgelöst, dem Feuer MUß also das Feuerentgegentreten,' und der reine Glanz der Wahrheit- MUß den-dunkeln Schimmer der Tücke decken.- : r-Benutzen wir diese: Gelegenheit, ein für alle Mal unsere-Ansicht. über die!rechte Erwiderung in derartigen Kämpftn auszüsprechen: .Es genügt nicht- - unsimmer wieder darauf.zu - berufen,..daß die Gegner „Fetzen aus einer tausendjährigen Literatur" herausreißen, selbst nicht,: den Eitalen -derselben: aus Talmud und Rabbinen entgegengesetzte Citate aus diesen aufzuführen. Allerdings sind dies' wesentliche- Argumente, aber noch weiter werden wir gelangen, wenn wir: zugeben,.- daß im Talmud und b'ei-deniRabbinen.Sentenzen und Satzungen zu finden, welche einer Zeit, nwo die ganze -Menschenwelt mit Finsterniß bedeckt war/ -entsprungen sind-' und-dem wahren Geiste der Religion und Humanität nicht angehören, die aber eben darmminneihalbdes Jndenthums und der Judenheit längst ihre Geltung und -ihre:Bedeutung verloren habendagegm: nachdrücklich nNd - gründlich hervorheben, daß dit Autoren-der; christlichen uttv islchnitichett Religion vvnMn ersten-MvchenvLtern ünd 'dem^-Koraü- ^in^^zehnfachtz Masse- -von! Aussprüchen mW SatzriNgen-enthälteN,^BeWe nicht 'minder den Geist' vesi^Msterk'FMtrsÄUlS'^ML der Jnhümamtät athnren/ und'-^dW' die -Gtfetze"der'^chkiftlich'em Staaten lÄechtung ünd^ Ausfchlitßung" bis - üüf 'den heutigen!Tag' enthalten hüben/ -wesche ^st vhr deütMchte einergrößern-Aufklärung und^reinerst Humanität nach und inach - verblichen- -sindj verbleichen/ idaßhieriü älsö die verschiedenen Religionsparteien sich einander gär nichts vorzuwerfen habendas Judenthum aber jedenfalls-hierin den Borthril habedaß-es in ihm bei'einzelnen Senten^ zen geblieben, während sie bei den andern zu blutigen ^Farben geworden und als grausame Thatsachen bis in die-neueste Zeit hineinrägen, - daß von Heu ' Kanzeln des Jüdeiithüms seit Jahrhunderten kein Wort der Berdämmniß gegen Andersgläubige ergangen/ während von andern Kanzeln jeden Tag noch: die ärgsten'Verfluchungen' gegen -uns''ausgesprochen werden; - Wir glauben, - daß inb'iefer Weife der Kampf ein rechter ist/ und daß, wenn wir nicht ^vtrfuchen, schwärz -in weiß zu verwandeln, man' auch äüfhören werde, weiß als schwarz -zu--brandmarken.' - ■ (Schluß folgt.) - - ■ :- Lessing s^Denkmal. - Der „Schillerverein" in Leipzig hat eine ,-Erste Lessingfeier" am 22. Januar dieses Jahres abgehalten/ über welche auch in diesen Blättern ausführlich berichtet wvt> dem, um - so Mehr, als der israelitische Prediger'vr.-'Gold^ fchmidt bei dieser Feier die zweite Rede hielt, welche -auch in diesen Blättern abgedrückt worden/ Der- Schilliervrrttn hat nun eine Beschreibung dieses Festes,- die Rede d Professors Dr. Wüttke, so wie die Goldschmidt's ünteü dein Titel: „Die erste Lesstng-Feier in Leipzig. Leipzig bei- A. Lehmann 1860" herausgegeben, und soll der Ertrag zu einem auf der Grabstätte Lessing-s zu erdichtende n D e n k m a l e - v e r w e n d-e t w e r d en.4 Abgesehen von dem "bedeutenden Werthe der - in' dem-Hefte enthalte-- neubeiden Reden, muß -der Zweck Vieser Schrift schön jeden Israeliten : anspornen, sein -Scherflein darzübringen: Man braucht nur den Namen L e fsiri g zu nennen , - und daran zu - erinnern, daß-das zu errichtende Denkmaleben so eine Schuld der Dankbarkeit/! wie ein offenkundiges Zeichen der Anerkennung gegenüber den finstern Parteien unserer Gegenwart ist- -und ' zu deiner lebhaften Betheiki« güttg äuMfoddirn/ - Mögm 'diese Zeilen dm Mfölg' ha«

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