Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 19 (8.5.1860)
- Date
- 1860-05-08
- Page
- Seite 277 (sequence 3)
- Language
- German
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gM der, MstitärvgrlageH, welche Kr. Königl.. Hoheit nebendem, Dankz. für-chie-hegonnene,,Reform, der; Wehrverfassung, ,d,ie. unterthänigsteauMrichtdiese; Reform zM,MMle^hMMgt5rW)>es.. mit., fester, Hand^'dMchzufüh-?' M, ^.üheWi'ch1e^Mit.-ejner.. kurzen patriotischen .Ansprgchr dxy.;Graf?voy.. Wmapch-VoHlen > ^qydtagsmarfchall - Kon Pommern., . .Mchdeyr. hierauf de,r Landrath a.. K. ,v, Berg- Perscheln in sehr bewegter,. kurzer Rede die Stimmung des Landes, in PMeff., der--JMyfrage-geschildert,. geruhte Se. Könjgl. Hoheit, die Auffassung darzulegen , von-welcher fefne Regierung in dieser schwierigen Frage -au.sgegangcn sei und,.ausgehen, zu müssen ^.geglaubt habe. Am Schlüsse der eingehenden Erwiderung .wurde von demselben eine «Mmalige ^ründWe-Prüfung des Gegenstandes jn Gnaden zugefagt. — In Betreff der Militarvoxsagen äußerte Se. .Königs. .Hoheit .feine-Zustiedenhejt.-.-mit, den-won..d.en Petenten ausgesprochenen Gestnnlttlgen und sprach mit voller ,Genugthuung Mer das -kräftige.Eintreten für die Reform -hie Hoffnung aus f. daß der Widerstand gegen die Vorhagen der bessern Erkenntniß von der Nothwendigkeit der Armeereorganifation je länger, desto mehr Platz, machen werde. Nachdem Se. Königl. Hoheit, mit den einzelnen Mitgliedern der Deputation — wir nennen noch den Major a. jD. v. Massenbach, den Landschasisdirector v. Lieres, den Grafen v. Solms-Baruth d. Jung., den Baron v. Veltheim — sich huldreich? unterhalten ) entließ derselbe die,Deputation, mit der Versicherung, daß er deren Erscheinen als.Beweis des Vertrauens und -Ausdruck - eines gefunden Verhältnisses zwischen Monarch ' und Unterthan ansähe. . Sollten die, Herrenjemals, wieder, von ihrem Herzen. , oher Gewissengetrieben, Anliegen ähnlicher -Art vorzutrggen -haben,, so. werden sic hie. Thür -zuchhm jederzeit geöffnet ,finden." :*-r -r. ,<Dieftr Bericht trägt zwardie -Färbung seines Ursprungs ft. laßt aber.. demungeachtet die, Erfolglosigkeit dieses Hersuches. erkennen.. Die Berichte anderer Zeitungen sprechendies unverhohlen aus. - Die^Magd. Zeit.^ z. B. berichtet;- „Pie.Dep.utatton -vonRfttorgnt-sh-esitz^M,-welche dem -Prinz-RegMtezr zwei Petitionen gegen die rvxrfassuugsmäßigen Rechte her Au.den-und fürchte Militärvorlage., überreicht, hat^: ist wenig, erbaut. von --dannen gegangen;.., die Herreu .haben, ,.nMlich..zu.ihre»t-.^hreckE. sehen,zchaß-cher Prinz ip jeder- Weise mit seinen Rathgebern ,.. sowohl rnit diesemiMhenfteundlichen^Schwerin, als mit ch,em „Preußischen Eavour" SMeinitz -harnlynirt,,Gud k^Mchor.^her.Hand gar chcine- Aussicht,.,chaß^das System her UegeMschaft jrgMh tvelche Änderung, chgsMinisterinm bis: auf HerrnrSimons irgend iwelchen Personenwechsel zu-! lasse. Kurz, die- Leutchen sind abgeblitzt." - j . Ferner: ,Miechereits erwähnt, hat die Deputation - v on Ritter.guts.be fitz ernwelche vor. einigem Tagen - dem Prinz-Regeuterr zwei Petitionen überreichte, ihren eigentlichen Zweck-verfehlt; die Herren wollten zu Deutsch i gesagt ein Mißtrauensvotum gegen die Minister-ob deren Stellung zur Judenfrage anbringen - der Prinz hat aber darauf hingewiesen, daß die Verfassung maßgebend für ihn sei und er nicht glauben könne, den christlichen Principien werde; dadurch Eintrag geschehen, wenn Juden , zumal, durch Gemeindewahlen, zu öffentlichen Aemter.il kämen."— ,;; - - Die -,Weser-Zeit." berichtet: „Der Prinz-Regent bedauerte,-daß in Bezug auf die Stellung der Juden im Staateder Wortlaut der Verfassung so unzweideutig sei> daß . ein Rückschrittin der Gesetzgebung ganz unmöglich werde. - Ueberdirs:-habe: jaschon Friedrich Wilhelm HI. im Jahre. 1813 den: Juden volle Gleichberechtigung wer-: heißen, und es fei traurig genug, : daß dieses königliche Wort , vierzig Jahre ..lang uneingelöst geblieben sei.^ Die : „Köln. Zeit." .bezeichnet das Ganze als ,, eine durchgefall e n e Kom ödi e " - wobei nur zu bemerken, ddaß die Herren Junker zuerst beim Volke denn was ' wollen die Paar Unterschriften aus Dörfern,, deren Schul-: - zen nach Befehl der Herren Landräthe handeln, bedeuten?!; -d-ann. b eim :Prinz-,R egenten - durch gefallen: Wohl, bekomme es! : 7; Wie aber die höchste Staatsinstanz, so hatte auch in dieser Woche, das-Abgeordnetenhaus noch, einmal Gelegenheit, sich auszusprechen..! Es.-wardies um so nothwendi« ger, alsvor,-Kurzem das Herrenhaus in so eclatauter Weise' sein Veto in; unserer- Angelegenheit dargethan hat» - Die Petition Sutro's war noch einmal eingebracht worden und: stand somitam 25. April auf der Tagesordnung;: indem die Petitionscommisston auf „Ueberweisung an das Staats-- Ministerium zur Berücksichtigung" antrug. Die Debatten^ dauerten zwei Tage, und der Erfolg war für unsre Angelegenheit -in zwiefacher Beziehung, ein glänzender.) Denn einerseits erklärte der Handelsminister v. d. Heydt, d aß ' feilte Rescripte, durch welche die Juden von,der Betreibung des BattfacheSund. als Fel.dmesser im S ta a 1 s d ie n ste b eh.in d er t wu rd en> au fg eh oben. seien. — Also abermals ein wesentlicher Schritt vorwärts» , Andererseits gab-das Ministerium abermals die Erklärungab, -daß;C8 allerdings idie -bis jetzt bestandenen, Beschränkungendurch;den -Art.' 109. -der-Verfassung;al^ 19*