Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 24 (1860)
- Issue
- Heft 16 (17.4.1860)
- Date
- 1860-04-17
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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AM;--gedeckten-,Wörtern..-/webchk?- wie?dcrholt geg-^n hie ^radiiiogr verstoOt-?-, Der Men? Tadel berf Ph/schen. Mebersetzung ausdrückcn'.ffollen^ (Wenn MeMeb^fttzung/jaberiMcht gegen-? die Tradition!-verstoßm-soll-, soist ^es möchig - ldaß-He-Me-durchudie Traditiond. h, Mischnah/ Gemaräh - und Midraschimgn-zdaA Dibelrvort..geknüpfte- Gesetze-1 alle-von derselben hineingelegten:, Auslegungen Mit aufnehme.? Sie muß z.-,K.:MersetzeH-: -. 3bn3-"n2 .bw3^ Nb?-einmal: „Du foW..nicht essen .Fleisch von Säugethieren Ln Milchtdas .andere Mal:: ,-,Du sollst?-nicht., kochen das- Fleisch von Säugethieren in Milcht, und zum dritten Male: „Du sollst nicht-.Kortch^eilnHaben von Fleisch von Säugethieren in Milch. 7m* (Gen. 32, 5.) „Ich habe mich aMf- Mnd MZ Gebote gehalten". ->2sri (Gen. 48, 7.) „Wenn ich dich auch Helästige mit. meiner Beerdigung, obgleich ich deiner Mutter Rahel nicht so gethan" u. s. w. u. s. w. Wie nun auch die mva rrnw, die und tnw5: u. s. w. gehörigen Orts in die deutsche Uebersetzung hineinzubringen sind, dafür wird Herr Districtsrabbiner Weis köpf wohl die Methode angeben können. Aber warum denn nun nicht heraus mit der Sprache, warum schickt sein Commissionär H. nicht Briefe an alle Gemeinden Israels, worin es heißt: Brüder! ich warne euch vor dem uws, dem einfachen Sinn der n^iri, ohne roiTi ist er Gift, so und so muß eine Uebersetzung beschaffen sein, wenn sie gut sein soll. Was thut aber das Pamphlet? Es verleumdet, es verdächtigt den Mann, der die Aufforderung zu einer Bibelausgabe hat ergehen lassen. — Verdächtigung, Ohrenbläserei, Anklage ohne weitere Begründung als: Ich kenne den besser — pfui! das schickt sich nicht für einen Kaufmann von „ehrenhaftem Rufe". Man wird begierig zu erfahren, wie ihm sein Rabbiner W. *pa3>2 b"3"> *jbn Nb auf gut traditionell übersetzt. Man weist — so viel religiöser Sinn ist hoffentlich noch in Israel vorhanden — den Pamphletisten mit Entrüstung von sich. Unsere reichen Kaufleute thäten wahrlich besser, wenn sie, anstatt Geld auf Druck- und Versendungskosten von Pamphleten zu verwenden, einen Preis für die beste Bibelübersetzung aussetzten, daswürde ihnen ein Recht geben, unter dem Titel wnp d^sis röb?2?a ein-Wort MitMeden?bck - der^'bMsichkigte^BiKaus^ gäbe^^Daldies-Mr'Moch'noch'sticht ''gescheht', äuch schwerlich^!-'erwarten'M dieeistffeg'astgenm und' riW einzugeh endest Beiträgeallem Anschein' stach, mur-Äen M- Deckung (.der Druckkosten 'h'inrÄchM MdbeN,^'so Md weiter-Nichts übrig'-bleibW'als ^im vost den''öörh8üdenen-Uebersetzun'gen - zu- - wählen und sich' mit ihrem Eigenthümer^ für die Ucberläffünst derselben zit eiüi'geü! Es -liegen -deren eine ziemlich' große 'Anzahl' vor,will man nun die-' bestem Haben, so entsteht 'vor ^Allem die Frage: - Wer soll darüber entscheiden?' Denn 'das ist nicht mehr wie billig, daß man'sich/wo das Jnteresse der ganzen' Judenheit zu vertreten ist/ keine äüsdrnngen lasse:' Sollen^ Vertrauensmänner Mahlt' Serben? Wo- -sollutzie- Generälversämmlüng 'sein?' ' Ich weiß keinen -andern Weg, als - daß I e d e i, 'dem die Bibel heilig! ist, und, der" die Fähi'gkei t sich züträut,' Tcrt und UeberfttzMg zu vergleichen,' ssine- AWHt"Mer j$cri Werth oder Unwerth der bis jetzt vorhandenen veröffentliche. Das ist bis jetzt nicht geschehen, und wenn ich es thue, zuerst und unaufgefordert thue, so geschieht es, weil ich glaube, es sei Zeit, daß Einer den Anfang mache. Gern lasse ich es mir gefallen, daß man den alten Grundsatz des Sanhcdrin auf mich anwende, pr2p3 ■pb-'nrra, mit dem Kleinsten fängt man an. Für die beste Bibelübersetzung halte ich diejenige, welche ohne alle Aus- und Einlegung den einfachen Wortsinn öiös, wie er aus den Sprachgesetzen, der Etymologie und dem Sprachgeiste sich ergiebt, in den verständlichsten und ansprechendsten deutschen Ausdrücken treulich wiedergiebt. Seit Me nd e l s so h n haben alle von Juden erschienenen Uebersetzung en, mit alleiniger Ausnahme der unter der Redaction des Herrn Rabbiner Mecklenburg zu Königsberg erschienenen Pentateuchübersetzung, dieses Ziel angestrebt. Geradezu falsch und schlecht ist keine, aber ganz ohne Fehler wird wohl auch keine sein. Hat doch der scharfsichtige Zunz die Uebersetzung von bm3N nanam (Zachariah 4, 10) mit „wenn sie stehen am Loth" stehen lassen. Seit 27 Jahren habe ich täglich Schüler Bibel übersetzen lassen und mich grundsätzlich niemals einer fremden Uebersetzung dabei bedient, wenn aber bei einer Stelle mir mehrere deutsche Ausdrücke, die den Sprach-