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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1860-04-17 · Heft 16 (17.4.1860) · p. Seite 235

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
24 (1860)
Issue
Heft 16 (17.4.1860)
Date
1860-04-17
Page
Seite 235 (sequence 3)
Language
German
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vör^Äugestn Mriw sie' ihkL Gästeünb Kräfte!■ Dienste des Landes Ger 'der Wissenschaft vergeudet habest werben? Während bei Hen Jüdest bekanntlich düs Leben durch die Speifegesetze thdÜrerHüüsteh'en kommt, bekommen die christlichen Lehrev ^wiefächcn' G'ehstlt, Wohnüngskosten ü. dgU; jetzt wurde-Ihr- Gehalt 'noch um ein Drittel 'erhöht und die sch on eüropäisirten Juden - blieben nach wie 'v or in ihren' dürftigen Umständen, ffamm't Weib und Kindern ännlich verkümmernd. ' " Noch manche Punkts des Koreiwo'schen Artikels verdienten hier berührt zu werdest, wie seine Ansicht über jüdische Frauen u. s. w.; wir müssen aber abbrechen und die Fortsetzuüg einer andern Zeit ober andern Menschen überlassen. Dank der humanen Regierung unseres glorreichen Landcsvaters, dürfen wir unsre Menschenrechte öffentlich gegen jeden Angriff verfechten, Und sicherlich wird es ' zst jeder Zeit äff gewandtest'Vertheidigern nicht fehlen, die'es' nicht unterlassen werden, einen Speer für die angefochtene Ehre unsrer alten Nationalität einzülegen. - - - . ' l. G. Wie n, 2. Ap ri l. Nittcr v. Pawiikowsky. Eine Christen- Antwort, Graf Dercnyi Geschichte des Volkes Israel. 1 Der Herr Ritter Ch. v. Pawlikowsky hat ebenfalls eine ' Schmähschrift gegen die Juden veröffentlicht, und zwar' in drei Abthcilungen, von denen die dritte in den letzten Da gen erschienen ist. Da er sich im Vorworte zur dritten' Folge "wundert , ' daß seine ersten zwei Hefte von Juden und ihren Handlangern unangefochten geblieben sind> so möge ihrer hiermit die' Ehre einer Erwähnung geschehen. Der Ritter meint' zwar:'„Denn der Wahrheit ins' Gesicht 'zu schlagen, ist doch 'nicht so leicht, als die Juden vermeinen." Daß-es aber doch gar nicht so schwer sei, hätten sie wohl aus mangelnder eigener Erfahrung bei unserm Verfasser schost lernen können. Der Herr Ritter'giebt sichdie'ünnöthige'Mühe/ zu' betheuern, daß er weder Literat ndch Gelehrter sei , - Und nicht bas jetzt so übliche vr. seinem Namen Horsetzen darf. Er kann sich beruhigenes' würde Niemandem, der wie ich' die Geduld Hatte,' seine drei Hefte durchzulesen,in den Sinn kommest, ihn zu beschuldigen, daß er ein Literat oder ein' Gelehrter sei? Man hat viele Beispiele von der Bosheit der Juden — wie man es bei unserm Autor Nachlesen kann — aber so tief sinkt kein Jude, cs würde ihm vielmehr jeder Jude 'die Änerkennüng nicht versagen, baß er mit seinen drei Heften Weber' eist literürisches' ndch 'ein. getehrtkS' ÄÄ g'elieftrt habe./ Der Jude hält an dem Grundsätze fest: man muß selbst seinen Feinden gerecht werden. " ^Aber auf was unser Ritter hält, ist: „ich bin ein schlichter Landwirth", sagt er.. Nun weiß man, warum er so vielen Unsiath und Mist in seine drei Hefte abgelagert hat, als rationeller Landwirth versteht er mit Düngemitteln gehörig umzugehen. , Wenn ich. nun dieser neuen Schrift erwähne, ist es nicht, um eine Analyse , derselben hier geben zu wollen, ich schone nur zu sehr Ihre und Ihrer Leser Geduld, aber ich will mich wie ein schlichter Landwirth in einem Krautgarten ergehen und Ihnen von dieser verbesserten Landwirthschast, wo Krank und Rüben in schönster Mannigfaltigkeit umherstehen, etwas vorsetzen. Ich werde mich dabei, nach dem Vorbilde unseres Autors, an keine Ordnung binden und Ihnen gleich seine Schlußsentenz Herfetzen. . „Der Jude , will ja nur herrschen, er will reich sein, das heißt, er will die Reichthümer der Christen — seiner zukünftigen Sclaben — zum Eigenthum haben." . 'Was soll man einem solchen Gecken sagen, der sich schon in Gedanken als Sclaven und seine Weinberge als Eigenthum des „rothen Wolferl" (den er auf bloßes Hörensagen denuncirt*) denkt? Heft'3., Absatz 1. In diesem Abschnitte kommt er auf die alten Blutbeschuldigungen. „Um den Juden keinen Anlaß zu einer unliebsamen Polemik zu geben", sagt Unser galanter Ritter, „will er die Unzähligen Kindermorde gar sticht erwähnen, und nur etliche Beispiele aus dem jetzigen, also aufgeklärten, religiös indifferenten Jahrhunderte anführen. Und nachdem er diese Thatsachenmit *) Der vollständige Passus Heft 3., S. 15. läutet: ,M wurde Mir das verbürgte Factum mitgetheilt, daß zu Pfaffenstätten die Ergebcnheitsadresse an den heiligen Pater darum einen sehr mäßigen Erfolg, hatte, weil der dortige Jude, unter dem Namen „der rothe Wolferl" bekannt, die Bauern von der Unterschrift abhielt." Der mit dem mißliebigen Sobriqüet „des rothen Wölferl" bekannte Jude soll die'ganze Gemeinde — in einer Kirchenangelegenheit — von der Unterschrift abgehalten haben. So verfahren die Judenfeinde, sie machen lieber eine ganze Gemeinde stockdumm zu einer Heerde Schafe, um die Genugchuung zu haben, den Juden als Fuchs austreten zu lassen.

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