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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-10-24 · Heft 44 (24.10.1859) · p. Seite 638

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 44 (24.10.1859)
Date
1859-10-24
Page
Seite 638 (sequence 6)
Language
German
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!b lMrMegierünF überchies die Bestätigung -dem. ständigen Landrathsamte-! bemerkte aber, , daß der evangelische.Prediger, als Schülinspector,, das.'eigentliche technische! Mitglied' des Schulvorstandes-fei, und laüch bleiben mW; -d^r Rabbiner könne; daher mir als wech-- felndes!-Mitgliedszur Bestätigung-gebracht werden-u nd stecki hmin6t ech n.isch er B e z ie h un etwa e i ne Mitaufsichtzuzuwefsen.!' DÄ -aber!d as-'Landrathsamt;prefeS /von): der Regierung' -geschehene ZugestäNdnißFvöllig unberücksichtigt ließ I und den- Rabbiner nur als--wechselndes! Mitglied bestätigte, .fö -verweigerte der-Bestätigte-feine -Einführung, -indem"er er- NärteMaßner - die > Mitgliedfchafr nur-- danu 'ännehmen könne.,-,-wenrr ihmdievon. dev 1 Regierung' angegebene Mitäufstcht, eirigerLimt -wird^-:-Die7 Sache liegt nun wieder-! der-Regiechng!zu - Bromberg- -zur\ Enscheidung votz TT* Zur-;Charakterisük. der -Sachlage: muD-noch angeführt -werden> ' daß Herr Prediger . Nitzschke - bald nach -dev Wahl!-d!es-Mahbiners F. in. cker.-jüvischm Elementarschule'- iE allen"!3 Elaffen-. gerade während desMeligionSunterrichts erschienen' ist; er bedeckte.fein Haupt, chud/inspicirtoZwieiein-Rabbiner-bedeckten Haupi- Es-den Mischen Religionsunterricht! . •j : Berlin, 11. October: Das Wagener-Preußische Volksblatt-läßt sich unter dem Titel: -„Jüdische Barone"; folgendermaßen aus : --Ein jüdischer Banquier, Namens? Raphael -Erlanger - - wohnhaft s in Frankfurt am/Main/- -istvom -König..von -Portugal zum Baron gemacht- -worden. Wirhaben nun:fchon eine hübsche Anzahl von. jüdischen Baronen, und wenn die Fürsten) so fortfahren, dann wird eS Zeit/ daß die.ch.ri ftlicheu Barone ihre Titel, ablegen. In der Mitte des christlichen deutschen Volkes finden - sie leicht einen Ersatz für. die zeitweilig niedergelegte Krone; das.-Volk fühlt -wie -sie;, und es -wird)' auf den ersten Anlaß hin sich?gern mit ihnen zu einer ReinigU.ng christlicher Staaten einigen." ^7- - <: Hierbei) machen wir nur die eine.Bemerkung,, daß esja. die - christlichen-Herrscher sind,/-welche Juden den Baröntitel ertheilen,- Etwas,1 worauf wir.Juden höchstens. in dem- Sinne, einen.Werth legen, -als dadurch die. betreffenden Fürsten kundgeben, daß sich Juden um sie; Undihre-Staaten.Verdienste erworben haben.- Im Uebrigenverrathen obige -wenige Zeilen zwei Richtungenwelchein dem Herzen, der Junkerpartei heben, die sie sonst sorgfältig verdeckt, welche, sie aber in schwachen Momenten verräthr - Die eine, daß.es, ihWder Jun^ kerpärtei, durchaus nicht, um Thron- und Königshaus zu thun ist, sondern daß sie.sich, wenn/ein/krästiger Regent ihren Gelüsten und Vortheilen. entgegentrilt, recht i-gern mit - dem - revolutionären) Pöbel /gegen/M Krone verbindet. Denn Mas Anderes foll.- escheißen, wenn oben gesagt wird: Die christlichen Barone sollen sich in der Mitte deS Volkes, trösten.- - Ihre, zweite Absicht. ist, denjenigen Th eil des - Volkes, .w.elcher-der jüdischenConfessionangehört, durch den andern Thei.l, den. christlichen,; den sie? apfzühetzen und zu fanatisiren hofft,. zu vertreiben. So. unsinnig alles -Dies. ist, so müssen wir dies doch zur Charakterisirung der. Junkerpartei hervorheben., -noch..dazu,' wenn! ihr Eigenes Organ, mit cynischer Offenheit ihre./geheim.enGehanken und Pläne.-offenbart.-: -;;in ^MeMeichischer KÄWstaät! Wien, 11. October. (Privatmitth.)"/ Es; weht ein frischer. Geist sin Oesterreich. - Wer einige Zeit von.hier abwesend war und wieder zurückkehrt-machdem die.Schatten gewichen find, der wird sich wahrhaft erfreut und erfrischt fühlen. Leider daß die Nachwehen des früher Herrschenden Systems noch sehr fühlbar sind.- Bekanntlich hat die.„Wiener Ztg." vom 30. Juni erklärt, es sei unrichtig, daß die Vorschrift,- wodurch den: Juden das: Halten christlicher - -Dienstboten. untersagt seierneuert worden wäre,./und jetzt..' bringen-,die- Journale Erlasse von Behörden- .die das Gegentheil beweisen: Als-Beispiel führen wir Folgendes an, datirt vom 7.' September d. I..:: . / / ...: -.ni . Das k. k. Bezirksamt in Andrychau hat /an dktt dortigen israelitischen Gemeindevorstand folgenden Mrlaß gerichtet: „Nachdem es zur hieramtliche'n - Kennte niß gelangt ist, daß sämmtliche. Israeliten-.und--selbst jene., welche gar keine Felbwirlhschaft betreiben- und. viele derjenigen, die sich selbst nur kärglich? ernähren, christliche Dienstboten ohne obrigkeitliche.Bewilligung halten, so hat der Gemeindevorstand, sämmtlichen Jsrae^ li.ten.in der .Stadt und im Dorfe,Andrychau die.chjesfällige -Vorschrift mit dem Nachhange.'! zu republiciren, daß bei einer abermaligen.Anzeige.bie christWen/Pienst.-; boten nicht: nur sogleich .entfernt, . aber - auch: die. israelitischen Dienstgeber mit der 'Polizeistrafe -voyj 5 Fl- C.-M. unnachsichtlich bestraft werden. —- K.- k.-Bezirksamt zu Andrychau,. am .7. September. 1859. r Der k. k. Bezirksvorsteher Müller m. p." v-; t :, j

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