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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1859-10-24 · Heft 44 (24.10.1859) · p. Seite 637

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
23 (1859)
Issue
Heft 44 (24.10.1859)
Date
1859-10-24
Page
Seite 637 (sequence 5)
Language
German
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687 ftsftü werdet emgekleidet sind;." IvnomM und Ofi^-ftienuempfehlenswerth.'—?WaS den Vortrag ^selbst -betrifft,.so^müffe derselbe -vor: Allem verständlich/ weder ein trockenes Uebersetzen des Originals^ noch ^eitte: eigentliche Abschweifung, sondern.eine klare Darstellung desselben sein. ' Dies bedinge alsodaß der Vortragende Herr-des Stoffes, also gehörig vorbereitet, sei-, -wodurch er-dann auch: im Stande sei,' solche Stellen, die dem Zühörerkreise nicht angemessen/ zu übergehen, da selbst die besten Werke Manches enthalten, wassich nicht für'-jedes Publikum eignet. - - Nachdem die nächste-Conferenz für kommendes Frühjahr'(die nähere Zeitbestimmung dem Herrn Dirigenten überlassen bleibend) in Netra abzuhalten bestimmt worden,-wurden die Mitglieder; zur Vorbereitungauf die in derselben Vorkommen sollende -Besprechung und Beantwortuyg der Frage: . , . ''' „Welches ist die beste Methode beim Unterricht in der Orthographie rc.?" -. . aufgefordert, worauf die Conferenz als für dieses Mal geschloffen erklärt wurde. . >' : Preußen. Berlin, 14. Oktober. Die „ Vlkszeit." enthält folgenden - Artikel -aus N a k e l: Die Synagogen - Gemeinden - der Provinz Posen unterhalten, mit wenigen Ausnahmen, eigene Elementarschulen, welche nach §.- 10. des Gesetzes vom 1. Juni 1833 als öffentliche anerkannt sind. Aus Consequenz dieser staatlichen Anerkennung und unter Anwendung der betreffenden §§. des Allg. L. R. Th. 2. $. 12. wurden die jüdischen Schulen, wie alle andern Elementarschulen, unter die Aufsicht des evangelischen Prediger S^gestellt. So wenig nun die Juden daran Anstoß nehmen, wenn ein Christ oder selbst ein christlicher Geistlicher in der jüdischen Schule. den allgemeinen Unterricht leitet oder leistet, so mußte es dennoch verletzen, daß der Religionsunterricht von dem evangelischen Geistlichen inspicirt wird, zumal da, unter konsequenter Anwendung des §i -49. a. a. O. der evangelische Geistliche befugt ist, in-der von ihm inspicirten jüdischen Schule den jüdischen Lehrern und jüdischen Kindern jüdischen Religionsunterricht zu ertheilen! o Unter diesen Umständen sah man es als das Erwünschteste an, wenn die Geistlichen aus Diskretion den ganzen Kreis des Religionsunterrichtes unbeaufsichtigt ließen/ .wodurch aber dieser gewichtige Unte.rrichtsgegenstand.in den meisten Schuken!crvWernachlässigt worden, .und . eine - Folgend avo n, war^ ndaßdie Elementarschulenin den:?Aügen -Der Synagogen -Ge?, meinden, - bei -aller Anerkennung ckhrev sonstigen 'gedeihe lichen Wirksamkeit) immer' den 'Stempelidess-Non außen Octroyirtew.an udet/Ktirn/; trugen, -was-chieMum)für? die Schulen Nachtheiliges? erzeugte.!!^ Diel Bestellung! des evangelischen Predigers? zum-jüdischen Schul-^Jnspectox war in osa: fern / Nicht unbedingt mothwendig/ als man nach Analogie derWestlmMungenl'm/§ö:b79Lü der:SN O. ,vomÄ808 <lux$ü§2 1D7N l dck^nettckr Stu D* von 1831 die? jüdischen Schulen - unter' eine städ?- tische Aufsichtscommissiön jhätte^stellenkönnen^, Es.muß jedoch.;zugestanden werden,:daß.-Die--Staatsregierun'g! zur: Zeit: der:. Gründung: , dieser:-Schulen, uwobeiusib in? der:That lediglich humäNistischelZweckö-verfolgte/-in den Synagogen^emeindenn selbst. nuMseltess zur.Inspection ^geeignete Organe Vorgefundene:Äm wenigsten qualistcirten dazu die damaligen'Rabbiüer//welche chie« derum. .deshalb' - aus: erklärlichem Argwdhni gegen« die Jnfpection des christlichenlPredigers Geg-üerderSchule wurdßNn-7^ Das MißveLhaltniß - dieser Onspeetionrwirst nun in denjem'geü!Gemeindenoam!fühlbarsten): in-wel^ chen akademisch gebildete Rabbiner fungiren, die hinsichts derstechnischenBefahigung'denrvaNgesischrrsPredigern-nicht nachstehen.u^ Hier, in Rakel-.'vdrsüchttz man! 1853, - kurz -nachdem Herr VwHvi-ed m an n mtS Rabbiner angsstellt worden/.-. eine Aenderung herbeizM führen. Aber -.die für Fragen der;» Gewiffensfreihrit so ungünstige: damalige -.Zeit! machte esräthlich.,-die Sache wieder ruhen zwlaffenE-^ J'm vorigen Monat wählteder jüdische: Schulvorstand! Hrn.-Rabb^F^ zum technischen Mitgliede,wodurch vir Stellung -des Herrn Predigers Nitzschke/ nlH Inspektor, nicht berührt!werden-sollte. : Trotzdem: protestirte Herr-N. getzen'-diese Wahl/ die erö-alsi einen AusflußdeS!./,wiedererwach-? ten (!). EmanciMtionssselüstes" verklärte, - dem: erentgegentreten müsse, und daß dem Rabbiner Genüge: geschche-wenn «er^emselben cxals!„Duldung?ir:einig'eDheilnahMkMn der Jnspectipn dhs SWigiEsÜnre'rriDS'^Ln-s ^räumeL'l^'^er'Mag'istM,rraU-MseWPtMefte'eNtfchieden - entgegen und! empfahl lder-Königl. Regierung-die Bestätigung: ddrWahbüuter^HervvrhebungiMvvhl dev anerkanntem technischenD-ualistcaliowdes' Gewählten als ddr'Billigkeit/ daß dem jüdischen Eistlichender^Zütrittzur Consessionsschule^seiner Gemeinde von«'Rechts? wegen-gestattet^wevde.P: >" yiiJüföioj i'i\

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